Bimsbeton und Heraklit-Styropor-Platten....

22.03.2007



Hallo,

Ich baue gerade einen Warmluftkachelofen in mein Fachwerkhaus ein. Laut Schornsteinfegermeister muss ich vor meine Fachwerkaussenwand 10cm vormauern (Brandschutzklasse A) und 10 cm Steinwolldämmung anbringen.
Meine Wand hat momentan eine Platte zwischen Fachwerk und Rigips, die aus zwei Schichten Heraklit und einer Schicht Styropor (ca 2cm)dazwischen besteht.

Mir stellt sich die Frage: Lasse ich die Platte dort und Mauere dann schlicht mit Bimsbetonsteinen (vom Schorni empfohlen)?
Oder nehme ich die Platte ab und setze eine Backstein (Ziegel) Wand.?

Die Platte hat der Wand bislang offenstichtlich nicht geschadet.
Der Bimsbetonstein wäre wohl auch einfacher zu setzen und hat den besseren Isolierwert.
ABer ich hab hier Beiträge gefunden die das Material (wegen dem Zement?) nicht in der Nähe vom Fachwerk empfehlen.
Immerhin wäre so die Platte dazwischen...

Wenn mir jemand empfehlen sollte die Platte mit dem Styropor rauszunehmen, würde ich dafür gerne gute Argumente hören, denn mein Freund meint ich solle die auf jeden Fall drin lassen. Auch später bei den restlichen Wänden, die ich eigentlich mit Schilfmatten und Lehm Isolieren will (Dazu hätte ich alles vor der Fachwerkwand rausgerissen)......

Ich hab keine richtigen Argumente gegen seinen Vorschlag, nur ein ungutes Gefühl gegenüber Styropor. ;o)

Heute noch soll ich die Steine aus dem Baustoffmarkt mitbringen und ich tu mich schwer mit der Entscheidung, da ich gerne Ziegel, mein Freund aber halt gerne das weniger arbeitsaufwendige Material hätte (und ich darf die Wand ja nicht setzen weil ich als Anfängerin zu langsam sei *seufz*)
Ich hoffe jemand kann mir bei der Entscheidung ein bischen helfen.
Vielen Dank dafür!

Grüße

Andrea



mit Ihrem "unguten Gefühl "bei Styroporplatten als Innendämmplatte



vor einem mit Bimssteinen ausgefachten Fachwerk liegen Sie richtig.Styropor hat hier wirklich nix zu suchen.
Bauphysikalisch betrachtet liegt der rechnerische Taupunkt direkt hinter der Styroporplatte,was im klaten Winter bei wohlig beheizter guten Stube zu Kondenswasseraudfall und in Folge zu Schimmelbildung führen kann. Wenn die vorherigen Bastler die Styroporplatten nur locker irgendwo reingestellt haben sollten,haben Sie großes Glück. Da somit große Kältebrücken entstehen,nützen die Styroporplatten wärmetechnisch nichts, verursachen außer einem ungesunden Raumklima allerdings kaum Bauschäden.
Wenn Sie bei Ihrem Schilfplatten-Lehmkonzept bleiben, können Sie diese Fehler nicht machen.
Abschließend rate ich Ihnen, die Vorgaben des Schornsteinfegermeisters zu befolgen.Diese Herren haben in Deutschland sowas wie einen "König-Status" am Bau.