Bodenaufbau auf Betonplatte

19.10.2007



Hallo zusammen,ich bin gerade dabei einen Anbau an unserem Haus neu zu bebauen.Heißt,die alten Wände wurden abgerissen und neu aufgebaut (Ytong).Wände stehen auf einem 80 cm tiefen Fundament.Die restliche Bodenplatte besteht auch 20-25 cm starkem Beton.Was nun genau darunter ist (Kies,ect) weiß ich nicht.Da dieser Anbau unser neues Wohnzimmer geben soll,stehe ich nun vor der Frage was für ein Bodenaufbau optimal wäre.Nachbar hat mir Fermacell Schüttung (zwecks Ausgleich) und Fermacell Trockenestrich Platten incl 20 mm Isolierung empfohlen.Laut ersten Input aus dem I-Net ist das doch sehr kostenintensiv.Meine Frage ist nun,gibt es optimale Alternativen zu diesem Vorschlag ?
Ich habe aus anderen Beiträgen auch rausgelesen zwecks Feuchtigkeit aus dem Boden (Schwitzwasser),das es sinnvoll ist eine Dampfsperre einzubringen.Ist das sinnvoll bzw. ist das in meinem Fall nötig ?
Ich hoffe ich konnte euch gut erklären was mein Anliegen ist und bedanke mich schon im voraus für eure Aufmerksamkeit.



Hallo Wossi,



alle 2 Wochen gibt es hier das selbe Thema. Schau doch bitte erst mal hier im Forum über die Suchfunktion nach "Bodenaufbau" o.ä.

Grüße

Thomas



Aufbauten können vielseitig sein!



Dies hängt stets von Anspruch ab.
Die Ihnen bereitsvorliegende Variante ist nicht die schlechteste, schlechter kannn sie nur werden, wenn Sie nach noch billigeren hier suchen wollen.
Über eine vollflächig verklebte Sperrbahn oder auch Folienlage (Teichfolie im Volksmund genannt!!) werden Sie nicht um hin kommen.
Darauf dann eine Nivellierschüttung (spitzkörnig!) und daruf kann man dann z.B. mit Holzweichfaserplattensystemen arbeiten, die nachher sofort einen Holzboden aufnehmen können.
Ein sehr angenehmer Bodenaufbau, was das Laufverhalten und das Raumklima betrifft.

Was ich aber hier nachfragen möchte, ist die Gründungstiefe.
80 cm geben Sie an!
In welchem Frostgebiet befindet sich Ihr Bauvorhaben?
Liegt die Bodenplatte dann noch zusätzlich über den Fundamenten, sodaß es dann zu einer Stärke von 1,00 m kommt?
Ihre Bodenplatte benötigt außerdem eine umlaufende "Fostschürze", um bei Frosteinwirkung diese nicht zu einer Verwerfung zu bringen und damit enorme Bauschäden an Ihrem Baukörper entstehen zu lassen.

Belegen Sie doch den Sachverhalt einmal mit ein paar Bilder.

Grüße Udo





Hallo Thomas

schon bevor ich in dieses Forum schrieb hab ich selbiges "durchforstet".

Doch nach gut 25 Seiten Forum blättern bin ich zu dem Ende gekommen das nichts passendes für meinen Fall dabei war.

Denk mal,jeder Fall ist auf seine Art einzig und wird demnach zu verschiedenen Problemlösungen führen.





Hallo Udo

Frostschürze (denk mal damit ist das Fundament gemeint) ist vorhanden.An allen 4 Seiten des Baues.Bodenplatte ist/war "Altbestand".
Die Bodenplatte wurde durch mich nur um ca. 4 qm vergrößert incl. neuem Fundament.Unterkante Fundament bis Oberkante Betonplatte beträgt teilweise 1,10 Meter.

Laut 2 Nachbarn,die ebenfalls angebaut haben würde ein Fundament von 80 cm in dieser Region langen.



Bei der Abdichtung...



...neige ich eher zu eine stärkeren Bitumenschweißbahn. Ich halte sie für robuster und weniger versprödungsgefährdet.

Dann nach oben diffusionsoffener Aufbau mit HW-Platten, wie Udo Mühle schon schrieb, darauf geölte Vollholzdielung.

Grüße

Thomas





....heißt,Bitumenschweißbahn dann Schüttung und dann Holzweichfaserplatten ?.......

...was mache ich mit Kanten ?......die Wände stehen ja schon....

....Als oberster Belag ist Laminat mit Trittschalldämmung geplant.........



Die Schweißbahn



wird an der Wand hochgezogen bis knapp unter Oberkante Lagerhölzer.

Wenn die Platte eben ist, wird keine Schüttung benötigt, die Stöße der Bitumenbahn kompensiert die HWPL.

Trittschalldämmung ist Unsinn (darunter ist ja kein Wohnraum), Laminat auch! Zu den Nachteilen von Laminat bitte im Forum nachlesen, außerdem kann es nicht direkt auf die HWPL verlegt werden, Kosten für OSB+Laminat+2x Verlegung = gleich Kosten Dielung+Ölbehandlung. Wozu dann einen minderwertigen Laminatboden!

Grüße

Thomas



Laminaaaaaaaaaaat??????????



Bei dieser Oberfläche würde ich dann auch gleich noch von Mutter gute Schafwollsocken dazubestellen.
Klar ist Laminat scheinbar die Erfindung des Jahrhunderts, doch das es eigentlich ein "Sondermüllprodukt" ist, das scheint kaum einen zu interessiern.
Außerdem ist es stets ein fußkalter Endboden, der auch ewig ein sogenanntes "Laufklappern" erzeugt.

Eine preiswerte Holzdielung ist da sicherlich eine wesentlich günstigere Gesamtlösung.
Erst einmal attraktiver, nachhaltiger, überarbeitbar (schleifen), fußwärmer und laufangenehmer usw. usw.

Die Schweißbahn wird natürlich als sogenannte Wanne ausgebildet und an sämtlich aufsteigenden Bauteilen hochgeführt. Bestens dazu geeignet hat sich eine Bitumenbahn namens "Katia". Aber auch V60S4 oder PVC-Folie 1,2mm sind nach DIN-Vorschriften möglich.
Einfach auch mal im Google "Schweißbahn Katja" eingeben, dann findest Du sehr viel. Der beste Weg ist aber sicherlich auch der Weg zu einem Handwerksmeister bei Dir um die Ecke.
Bevor jedoch Installationen auf dem Boden verlegt werden sollen, erst die Bahnen aufbringen. Darauf dann die Leitungen verlegen, aber ohne die Schweißbahn nachher zu durchdringen (Schrauben, Clipse, Nägel, weiteres!!).
Mit einer Ausgleichsschüttung (MEHABIT, Kalksplitten, anderweitige spitzkörnige Produkte dafür) dann ein Planum erstellen und mit einer Holzweichfaserplatte, w.v. bereits schon hingewiesen, zur Nutzbodenaufnaufnahme belegen.

Handwerkliche Grüße

Udo



Um der Frage zuvor zu kommen...



..., was ist nun wieder MEHABIT?

hier eine erste Aufklärung.

Grüße Udo