Heizkamin - Unterlage

07.09.2005 putzig


Angesichts der leckeren Ölpreise bietet es sich bei mir an, meinen kleinen Holzvorrat diesen Winter zu opfern.
Dazu kann ich einen gebrauchten Kamin von Bekannten erwerben und werde ihn in die Stube stellen. Ein Mordskamerad ist das, der heizt 'wie Sau'. Ich kenne das Stück aus seinem frührem Einsätzen.
Nun ist der Kamerad allerdings mächtig schwer, wir haben ihn seinerzeit zu 4 die Treppe raufgeastet. Ich schätze mal, so mind. 180Kilo bringt er auf die Waage.
Schwups auf meine Deckenbalken geschaut und erkannt, der brauch eine Lastverteilenede Unterlage, damit er sich auf 2 Balken verteilen kann. Grosses Raten, was nehme ich da am besten. Es sollten so ca. 1m * 1m sein und so dick, das die Lasten wirklich verteilt werden. Eine Steinplatte - mal abgesehen davon, dass ich da gar keine habe - ist selber schon ziemlich schwer, das will ich eigentlich nicht.
Ich tendiere eher so in Richtung dicke Leimholzplatte, vielleicht 50mm stark. Allerdings weiss ich nicht, wo ich sowas herbekomme ... ich kenne nur Küchenarbeitsplatten, die sind aber keinen Meter breit...

Habt ihr noch andere Ideen?



Mehrschichtplatten



erhalten Sie im gut sortierten Holzfachhandel. Also nicht zu einem x-beliebigen Baumarkt gehen, sondern in den Gelben Seiten unter Holz bzw. Holzhandel nachsehen.



Furnierplatten



auch für Deine Zwecke gibt es in grosser Vielfalt, unterschieden nach Holzart, Furnierdicke, Gesamtdicke, Furnierrichtung und Oberfläche. Im Handel wie von Rainer Stasch empfohlen allerdings in der Regel nur in ganzen Platten (viel zu gross). ich würde daher mal bei Zimmereien und grösseren Tischlereien nachfragen, ob ein geignetes Reststück zu haben ist.

Unter einem Ofen musst Du dann aber noch einen Funkenschutz (Blech) vorehen, das nach allen Seiten vorschriftsmässig übersteht.


Viel Erfolg,





Danke.

An die Tischlerplatten hatte ich gar nicht gedacht. Das mit Dem Ofenblech ist klar, hätte ich sowieso gemacht.
Dann werde ich die Platte wohl gleich noch 'ne Nummer grösser wählen und komplett 'verblechen'. Das schont dann wohl den Teppich ;-)



Die Ofenplatte



lieber zu groß als zu klein wählen. Wir haben damals unseren Kunden immer mindestens 50 cm rundum mehr empfohlen.

Schöner wäre es allerdings, den Boden darunter zu fliesen. Ich denke da an alte Terracotta-Fliesen. Das würde sich ganz sicher richtig gut machen.

Sonnige Grüße
Ulrike Nolte



An Fliessen habe ich auch schon gedacht ...



aber da ist die Lastenverteilung nicht gegeben. Oder ich brauche wieder einen fetten Steinsockel drunter (hmm, auf den Dielen ???).
Aber auf die Holzplatte fliessen, das müsste ja gehen ...
Ich male mir das mal eben im Kopf aus ... :-)



Statiker



fragen - würde ich. Bevor ich mir so eine große Platte einfach hinlege ... Die braucht ja auch eine gewisse Stärke um die Last effektiv zu verteilen.

Vielleicht ist es gar nicht sooo schlimm mit dem zusätzlichen Gewicht oder es gibt irgendeine richtig pfiffige Sockellösung.

Wir werden mit dem gleichen Problem auch noch konfrontiert werden, allerdings ist es bei uns ein kleiner Grundofen. Der aber im etwa 45°-Winkel zu den Fußbodenschwellen stehen wird. Eine Lösung dafür können wir aber erst suchen wenn wir den alten Boden ausgebaut haben.

Herzliche Grüße
Ulrike Nolte



Nochmal überlegen



Hallo Jens, im Forum gibt es immer wieder Diskussionen, ob es möglich ist auf Holzbalkendecken eine Badewanne zu stellen. Ich überlege in Deinem Fall folgendes: Wie ist das bei Dir? Wie schwer ist die Badewanne bei Dir?
Wieviele Leute, mit wieviel Gewicht, könnten wie lange in dem Zimmer stehen, ohne das was passiert. Was würdest Du Deinem Haus und Deinen Gästen zutrauen?

Das Gewicht des Kamins verteilt sich auf wieviel Punkte?

Weitere Überlegung:

Eine 5 cm Tischlerplatte wiegt so ca 30 kg. Richtig? Die Fliesen wiegen mit Kleber auch nochmal um die 30 kg/qm.
Lastverteilt dürfte das wohl kein Problem werden.

Eine Granitplatte 3 cm wiegt 75 kg/qm.
Eine Silestone Leather Touch Platte, sehr bruchfest und viele farbvarianten, ist 12 mm dick und wiegt ca 30 kg. Problem: kennt fast niemand, ist schwer zu bemustern und kostet wegen der komplizierten Logistik geschätzt 600 €.

wegen der Größe der Platte:

Bei uns bestimmt der Schorni, was gemacht wird. In der Regel müssen 50 cm um den Ofen nicht brennbar sein.

Wünsche Dir eine gute Lösung



da kann man aber ins grübeln kommen ....



... man man mit der Statik anfängt.

Ich denke aus der Hüfte geschossen mal so:
Im Dachgeschoss musste ich nur stark angeknabberte Deckenbalken verstärken, um auf die 200Kg/m2 zu kommen, die heute so üblich sind. Dass eine Etage drunter wesentliche weniger und dünnere Deckenbalken verbau sind, glaube ich jetzt mal nicht. Darum sollte mit einer Lastverteilung auf mind. 1m² und über 2 Deckenbalken schon alles klappen. Zumal der Standpunkt des Ofens nahe einem Unterzug ist und an dieser Stelle sicher noch höhere Lasten abgetragen werden können.
Einer Steinplatte traue ich mal nicht, da der Dielenboden nicht komplett eben ist und ich keinen Plattenbruch haben will.

Unser Schorni interessiert sich nicht für meine Öfen...
Nur für den Ölkessel.
Und wenn ich dem nicht sage, dass ich einen neuen Kamin habe, kommt er nie drauf. Das mache ich aber nicht, denn dass ist ja ungesetzlich.

Jetzt aber Schluss hier, ich habe genug Anregungen erhalten. Danke für eure Meinungen.
Und: ich werde keinen Statiker fragen. Da stelle ich mich jetzt mal stur...



Fundamentplatte



Hallo Herr Puruckher,
ich hab mir gerade nen Kachelgrundofen hochgezogen der etwa 1000 kilo wiegt.
Dafür wurde nur soviel Dielung rausgeschnitten wie ich für ein Ofenfundament brauchte, rausgeschnittene Dielung wurde eben zu Oberkante Holzbalken gesetzt.
2 Sack Fertigbeton goss ich in eine Optisch erträgliche Schalung (ca.10cm) mit Armierungsmatte, und zog ihn glatt ab.(Schalung wird in Fussbodenfarbe gestrichen)
Fertig, und wartungsarm.
Meine Weisheiten bezog ich von K.H.Pfestorf, Autor von ''Kachelöfen handwerksgerecht gebaut''
ISBN 3-7625-2339-8.
Bei ihnen 180 kilo plus Betonplatte Entspricht das etwa 3 besoffene Politiker, bei mir stehen etwa 15 von denen.

Viel Spaß und glück,
mfg Haupt




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