Stilechte Küchenarbeitsplatte - wer hat Erfahrungen?

25.05.2005



Hallo, in unserem Haus von 1895 steht jetzt (endlich) die Küche "im Rohbau" - aus Ytong, verputzt. Jetzt muß eine passende Arbeitsplatte her - nur welches Material? Es sollte irgendwie zum Stil des Hauses mit Lehmputz, Dielenböden, Terazzo passen, aber auch strapazierfähig sein. In Frage kommt natürlich Echtholz, was aber relativ empfindlich sein soll und an den stirnseitigen Fugen auch durch evtl. einziehendes Wasser gefährdet ist. Stilechte Fliesen auf Wedi-Platte fände ich auch gut, aber wenn da mal was schweres draufknallt? Und wie sehen die Fugen nach ein paar Jahren aus? Granit und Marmor mögen meine Frau und ich nicht so gerne, und Baumarkt-Holzimitat oder Resopal kommt irgendwie auch nicht in Frage.

Was hatten die früher eigentlich auf ihren Arbeitsflächen?

Danke für Ideen, Tips und Erfahrungen!



die hatten



früher keine arbeitsplatten :-) die frankfurter küche (einbauküche) ist eine erfindung der frühen 30iger unter bauhaus-einfluss. ein resultat des beengten sozialen wohnungsbaus. vorher gab es nur einzelschränke und -tische - in der küche i.d.r. weichholz, auch mal mit marmor-platte zum backen. soviel zum thema "stilgerecht" ;-)
wohnküchen waren übrigens was für einfache leute (wir schätzen sie ja heute), sobald man mehr von sich hielt, hat seinen besuch eh nicht in die küche gelassen und selber hielt man sich da auch möglichst wenig auf.
demzufolge hat man sich über schnitte in den platten wenig gedanken gemacht, wenn's nicht mehr ging, hat man's ausgetauscht.
also lassen sie sich für ihre küche eine hübsche platte beim Tischler machen, Ölen sie sie gut, benutzen immer hübsch ein schneidebrett und lassen sie die platte in würde altern.
strapazierte flächen wachse ich immer auch noch.
nehmen sie weichholz, dann wirds nicht so teuer und in ein paar jahren tun sie der konjuntur was gutes und kaufen sich eine neue.



Ich habe mich,



hallo miteinander,
für Arbeitsplatten aus verleimter Buche entschieden. Eigentlich wäre mir eher nach Eiche gewesen aber das hätte in unsere momentane Küche nicht so gepasst.
Geölt habe ich das Ganze mit Olivenöl. Das muß man zwar öfter nachölen aber dafür ist das wohl lebensmittelverträglich, wenn man doch einmal etwas drauflegt.
Ich denke, daß, da man zum schneiden ohnehin ein Brett unterlegt, nahezu jedes Holz, je nach Vorliebe, geeignet ist.
Grüße Lukas



ich nehme



sonnenblumenöl. ist mir geruchsneutraler. und bienenwachs für die stelle neben dem herd, wo ich schon mal heiße töpfe ohne brett abstelle. nobody is perfect :-)))