Konstruktion Einschubdecke

14.08.2005



Hallo,
wir sind dabei ein ca.2oo Jahr altes Schwarzwaldhaus auszubauen, und haben folgende Frage: in den Stall kommt ein Badezimmer, und die Lagerbalken der Decke sollen bis zu einer eingefrästen Nut sichtbar bleiben. In diese Nut würden wir gerne Einschubbretter schieben, nur geht das nicht, weil die Balken auf Wänden aufliegen. Auf den Gebrauch von Stützleisten würde ich gerne verzichten, weil die Lagerbalken ziemlich uneben sind. Wie könnte ich da vorgehen?
Vielen Dank für eine Antwort und viele Grüße
Sabine



Einschubdecken --



wurden früher folgendermaßen ausgeführt :
Dabei ist es egal, ob man gespundete Bretter oder Deckenplatten mit Stoßbrettern verwendet.
Also, die Balken "a" sind durchgehend genutet.
( früher wurden diese Nuten ausgestemmt - heute geht das
ganz leicht mit einer Handoberfräse )
An einem Ende eines Balkenfeldes wurden dann die sogenannten " Nutwangen " oberhalb der Nut weggestemmt, so daß man von oben her eine Deckenplatte "b"( oder Bretter )
einlegen konnte.( im folgenden schreibe ich nur noch Platte )
Diese eingelegte Platte wurde dann in den Nuten in Pfeilrichtung zur anderen Raumseite geschoben.
Dann wurde die nächste Platte eingelegt und wiederum weitergeschoben - u.s.w.
Nachdem die letzte Platte eingelegt war, wurden über ihr wieder die Nutwangen in Form einer Leiste angenagelt.
Somit war auch die letzte Platte fixiert. Die Fugen zwischen den einzelnen Platten wurden dann mit den Stoßleisten "c" abgedeckt. ( aufgenagelt )
Es gibt zwar noch andere Varianten, die Stoßbretter einzufügen, aber die grundsätzliche Konstruktion einer
Einschubdecke sei hiermit beschrieben.
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Ebenso könnte man, wie in Ihrem Falle, eventuell ein Stück der
Nutwange des Balkens wegstemmen , die Platten von unten her einfügen und verschieben.
Vielleicht reicht es sogar, nur an einem Balken ein Stück der Wange
wegzustemmen und anschließend wieder sauber auszusetzen.

Andreas Milling



Konstruktion Einschubdecke



Hallo Andreas,
vielen Dank für Deine hilfreiche Beschreibung samt Foto. Morgen werde ich mir das alles vor Ort ganz genau ansehen und, falls nicht vorhanden, die Nutwangen wegstemmen. Dann funktioniert es ganz sicher.
Nochmals vielen Dank.
Viele Grüße aus dem Schwarzwald
Sabine