Dämmung mit Holzweichfaserplatten

26.11.2007



hallo...

habe ein Stahlhaus in Stahltafelbauweise.
Im Innenbereich ist eine 15 cm dicke Lehm/Stroh/Torfmatte angebracht.
Nun will ich die Außenwände von innen mit einer Holzweichfaser Platte zusätzlich dämmen. Muß ich dabei speziell auf den Taupunkt oder allgemein auf Probleme mit der Feuchtigkeit achten.
Würde auf die Holzweichfaserplatten einen Lehmputz auftragen.
Vielen Dank



Stahltafelbauweise



Zumindest im Wohnungsbau gibt es wohl kaum etwas selteneres.
Können Sie nähere Informationen, vielleicht Bild, Zeichnung vom Wandaufbau etc. hier einstellen ?
Ich kann mir vorstellen, daß alle Stahlteile potentielle Kondensationspunkte darstellen und bin gespannt, wie die Konstrukteure das gelöst haben.

Grüße vom Niederrhein



Holzweichfaserplatten



Aus eigener Erfahrung weis ich dass Holzweichfaser dafür kritisch ist. die Platte müsste im Mörtelbett an die Wand angebracht werden.
Wieso nicht einfach wieder Schilfrohr und einen Lehmgrundputz mit Korkschrot und dann einen Oberputz ?



Stahltafelbauweise vs. Holfaserdämmplatte



Hallo,
Du hast da eine unübliche Zusammenstellung zweier Werkstoffe. Die Holzfaserdämmplatte transportiert die Feuchtigkeit, and der Stahlplatte wird die Feuchtigkeit kondensieren. Frage, ist es sinnvoll so eine Zusammensetzung zu bauen, oder sollte man hier doch mit herkömmlichen Materialien arbeiten und eine Lüftungsanlage laufen lassen, um die Feuchtigkeit aus dem Haus zu transportieren?
Wenn Du es aber trotzdem machen willst, mußt Du darauf achten, dass eine direkte Verbindung zur Wand gegeben ist. D.h. die Holzfaserdämmplatte muß mit Lehmputz auf die gegebene Wand geklebt werden.
Als dann, viel Glück beim basteln.



Stahlhaussanierung



habe ein Bild hochgeladen.

Wie gesagt, die Stahlplatten haben eine Dicke von ca. 3mm.
Danach kommt eine Luftschicht. Dann folgt eine 15 cm dicke Platte aus Stroh, Lehm und Naturfasern. Dann folgt nur noch der Innenputz.
Wie es mit dem Abstand zwischen den einzelnen Schichten aussieht weis ich noch nicht.
Gruß Ron aus Kassel





So wie Sie das beschreiben ist doch alles bestens in Ordnung.
Die Luftschicht muß allerdings funktionieren !
Allenfalls kann man von innen noch mit Holzweichfaserplatte, Hanfplatte oder Leichtlehm verbessern. Im Übrigen sind dieser Verbesserung keine Grenzen gesetzt, wenn es einen wirklich kraftschlüssigen Verbund zwischen Innendämmung und vorhandener
Faserplatte gibt.
Alles in allem eine excellente Lösung, ihrer Zeit weit voraus.

Glückwunsch



kleine Ergänzung



Ich denke Hr. Beckmann geht davon aus, dass es sich um eine hinterlüftete Fassade handelt. D. h. ausreichende Zuluft- und Abluftöffnungen. Das meinte er wohl mit funktionierender Luftschicht. Wenn es eine stehende Luftschicht wäre, dann hätte ich Bedenken. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold