Dachdämmung

14.02.2011



Liebe Mitglieder,

ich richte mich heute mit einer Frage bzgl. der Zwischensparrendämmung an euch.

Hier erst mal die Gegebenheiten:

Es handelt sich um einen kleinen Anbau an unser Fachwerkhaus, der wohl in den 50ern oder 60ern entstand. Das Dach des Anbaus schließt mit Dachschräge an unser kaltes "Hauptdach" an. Der Anbau wurde aus verschiedenen Materialien gemauert (Ziegel und Schlackesteine mit Zement)- 24cm Wandstärke. Da dieser Raum früher als Toiletten genutzt wurde, soll hier nun unser Bad entstehen. Nun geht es daran die kleine Dachschräge auszubauen. Von außen ist es verschiefert und mit einer Folie unterlegt. Innen hatte ich mir den Aufbau so gedacht:

1 cm Lehmputz
1,25 er Gipskarton (grün)
Dampfbremse von UdiSteam - variabel im sd-Wert 0,5-10 http://www.unger-diffutherm.de/de/luft_steam.php
10 cm Holzfaserplatte von UdiFelx http://www.unger-diffutherm.de/de/hzdach_flex.php
3 cm Aufbau auf den Schalbrettern zur Dachhinterlüftung - nach oben kann alles abziehen

Was meint ihr zur Konstruktion?

Der anschießende Aufbau der Außenwände soll ähnlich geschehen. Ich möchte gern Raum für Installationsleitungen schaffen. Zusätzlich soll unter den Gipskarton noch eine OSB-Platte zur Verbesserung der Trägfähigkeiten für den Sanitärausbau.

Die Innenwände bestehen aus Ziegel bzw. Lehmausfachungen (Bewurf). Diese sollen auch beibehalten werden. Alles noch mit Lehm verputzt. Außer in der Dusche. Hier wird alles gefließt.

Ich hoffe ich konnte Euch recht viele Details nennen. Ich freue mich auf Eure Meinungen.



DG- Ausbau



Von mir folgende Vorschläge:
1. Lassen Sie die OSB weg. An den Schrägen reicht 1 x GK 12,5 und dadrauf ein Lehmstreich- bzw. Oberputz in einigen mm Stärke.
2. Im Wandbereich reichen 2 x 12,5 oder 1 x 15 mm GK auf UK nach Verlegevorschrift der Hersteller völlig aus, wenn gefliest werden soll. Für schwere Punktlasten kann man mit Verstärkungen arbeiten.

Über eines sollten Sie sich im Klaren sein:
Auch eine Dampfbremse muß absolut luft- und winddicht verlegt werden. Auf die 3 cm Belüftungsebene sollten Sie sich nicht allzusehr verlassen.

Viele Grüße



OSB nicht für Schräge



Lieber Herr Böttcher,

danke für die rasche Antwort. Die OSB-Platte soll auch nicht an die Dachschräge. Hier ist je keine Last. Die soll nur an die "stehende" Außenwand.

Ich habe mir eben die Konstruktion der Außenwand in einem U-Wert-Rechner angesehen. Das Ergebnis gefällt mir gar nicht - Tauwasserausfall an der Dampfbremse.
Frage: Kann man Schlackesteine (Hochloch) von den Eigenschaften her mit Porenbeton vergleichen? Wohl eher nicht, oder?



gefließt



wird auch nur die Duschkabine - völlig innenliegend. Alle anderen Innenwände werden nicht gefliest, um die Eigenschaften der Lehmausfachung bzw. des Lehmputzes auf Ziegeln zu erhalten.



DG- Ausbau



Wozu dann die OSB- Platte?
Das mit der Glaser- Berechnung sollten Sie nicht so verbissen sehen. Viel wichtiger ist wie gesagt die sorgfältige Ausführung der Dichtigkeitsebene und der Anschlüsse und Detailpunkte. Von der Abdichtung im Fußbodenbereich will ich gar nicht erst anfangen.
Dann ist das eigentliche Nutzungsverhalten ebenfalls wichtig, also die Beheizung und Belüftung.
Wenn Sie das Bad in Eigenleistung erbringen wollen empfehle ich Ihnen dringendst sich mit der Material vorher! vertraut zu machen. Sie finden viele Informationen zum DG- und zum Badausbau im Internet bei den Markenherstellern für Trockenbaustoffe.

Viele Grüße



U-Wert-Berechnung



Na gut, dann lass ich mich vom angegebenen Tauwasserausfall mal nicht beunruhigen und lege mein Augenmekrt lieber auf die Dichtigkeit der ganzen Kosntruktion.

Die OSB-Platte war zur Lastaufnahme gedacht - Waschbecken, WC... Wenn es aber besser ist, dies über die Unterkonstruktion zu verteilen, dann mach ich das so. Bei der Berechnung macht die OSB-Platte gar nichts aus. Das Tauwasserproblem hing stark vom Wandaufbau ab (an einer Seite sind noch alte Fliesen und darunter 3 cm Zementbett). Das muss noch weg, dann sieht's schon besser aus. Ist halt nur ochsig fest das Zeug.

Das Nutzungsverhalten entspricht dem eines Bades: Also immer schön temperiert (22° C und häufig auch hohe Luftfeuchte). Der Raum ist sehr klein (6 m²), was sich auch nicht gerade positiv auswirkt. Belüftung erfolgt durch ein Fenster (ca. 50 x 100).