Fußbodenaufbau Holzbalkendecke Trittschall

28.06.2007



Hallo,

ich beabsichtige den Ausbau meines Dachstudios und bin mir nicht sicher wie der Fußbodenaufbau aussehen soll, damit der Trittschall nicht übermäßig störend ist.
Der Raum soll als Arbeitszimmer im selbstgenutzten EFH dienen. Ebenfalls wird noch ein Bad eingebaut. Die Ausgangssituation ist folgende (von unten nach oben):
- 12,5 mm Gipskartonplatte auf Dachlatte, Dachlatte am Sparren befestigt (Decke OG)
- Kehlbalkengröße 6x18 cm, Kehlbalkenabstände ca. 60 cm
- Kehlbalkenhohlräume mit 180 mm Wärmedämmung Mineralwolle ausgelegt
- Dämmstreifen oben auf Kehlbalken
- Balken 6x8 cm im Abstand von 45 cm quer auf Kehlbalken verschraubt
- auf Balken wurde Verlegeplatte 22 mm verschraubt

Die Dämmung des Trittschalls soll in einem vernünftigen Rahmen (auch preislich) liegen. Die erhöhten Anforderung, wie bei Mehrfamilienhäusern werden nicht angestrebt. Mir ist klar, dass die Balken 6x8 überflüssig sind, ich will jedoch nicht die ganzen Verlegeplatten entfernen, außerdem brauche ich die Erhöhung für das Gefälle beim Abflussrohr Bad. Der Bodenaufbau soll nicht mehr aber auch nicht weniger betragen als 8 cm.

Ich habe mir folgenden Aufbau überlegt:
- auf die Verlegeplatte wird eine 12,5 mm Gipskartonplatte verschraubt (um ein wenig Masse bis 1,5 cm zu haben)
- dann Trittschalldämmung Rockwool Floorrock HP 30-2 mit Randdämmstreifen
- hierauf schwimmend verlegt eine OSB-Platte 22 mm mit Nut+Feder
- Korkdämmung 1-3 mm und dann Laminat

Was haltet ihr davon ? Was könnte man besser machen, wobei die Kosten ebenfalls überschaubar bleiben sollen ?



Masse



Hallo !

Mir kommen die Kehlbalken mit 6x18 etwas schmal vor, wie weit spannen die denn ? Mal einen Zimmermann oder Statiker befragt ?


Karsten



Da gibt es einiges zu sagen:



Ich mache mal einen Gegenvorschlag:
auf die vorhandene Verlegeplatte 4 cm Pavatex Pavatherm Foor NK und eine Weichholzdiele von ca. 21 mm. Fertig ist die Geschichte. In dem kleinen Bad kann man wenn hier keine Dielen gewünscht sind die Dielen durch eine Verlegeplatte z.B. zementgebundene Spanplatte, OSB oder Fermacell Trockenestrichplatten ersetzen und Fliesen.
-
des weiteren:
- Die Maßnahme erfordert sehr wahrscheinlich eine Baugenehmigung
- Die Maßnahme erfordert auf jeden Fall die Hinzuziehung eines Statikers





Hi Rainer!
Schön, Dich mal wieder zu lesen.... ;o)
LG
u.
Bussi
Lisa



Warum so kompliziert?



Hallo Rainer,

warum so kompliziert und vielschichtig den Aufbau gestalten?
Das entscheidende ist: Was tragen die Kehlbalken? Diese dienen normalerweise in erster Linie der Aussteifung des Dachstuhls. Die sind mit 18cm sicher ausreichend hoch, aber nur wenn die Spannweite nicht so groß ist. Unbedingt jemanden anschauen lassen der sich mit sowas auskennt.

Ansonsten gilt für eine optimale Schalldämmung: je schwerer das Gesamtbauteil um so besser!

Ich würde den gesamten Aufbau oberhalb der Kehlbalken rausreißen, ordentlich abbrettern, Trockenschüttung (Blähton, Perlite oder sowas) drauf, dann Trockenestrichplatten (verkleben und verschrauben) und fertig isses für den Bodenbelag, egal ob Fliesen, Lamminat oder Teppich.

Übrigens halte ich nichts von Mineral- oder Glaswolle:
1. die verträgt keinerlei Wasser und ich habe Bad und Abflußrohr gelesen!!!!
2. Über die gesundheitlichen Folgen der winzigen Partikel die bei jeder Erschütterung durch alle Ritzen rieseln, kann niemand ne ordentliche Auskunft geben. Da sind doch Baustoffe (Stein, Lehm, Holz...)die schon seit Jahrhundert verwendet werden die bessere Wahl.
Wenn schon Wolle dann natürliche (Schaf-, Baum- oder so) denn die kann sogar die raumluft filtern und absorbiert über Jahrzehnte Schadstoffe)

Ich hoffe ich konnte helfen,
Gruß Ingolf