WU-Betonbodenplatte: Direkter Aufbau eines Holzbodens möglich?

30.11.2004



Ich baue gerade an. Der Raum hat eine WU-Betonbodenplatte, ca 20 cm stark. Darunter liegt eine Folie, aber keine Dämmung. Der Fussbodenaufbau darf nun nur noch max.14 cm betragen. Ich kann entweder 6 cm Styrodur, plus 6 cm Estrich, plus 2 cm Kleber und Bodenfliesen verlegen. Besser gefallen würde mir jedoch ein Holzboden (Eichendielen o.ä.); Frage: kann ich mit dem Aufbau direkt auf der Betonplatte beginnen (z.B. Folie, 4cm Styrodur, 8 cm Holzbalken (dazwischen Styropor) dann die Holzdielen 2cm?



Ob eine



Bodenplatte wasserundurchlässig ist, entscheidet sich nicht bei der Verwendung von wu-Beton, sondern ist auch eine Frage der eingelegten Bewehrung. Der folgende Bodenaufbau funktioniert allerdings auch bei einer normalen Bodenplatte.
von innen nach außen:
- Dielenboden ca. 2,4 cm
- Rieselschutzpapier
- kreuzweise verlegte Lagerhölzer 7/6 + 4/6
- dazwischen lose Dämmung aus Zellulose oder Perlite
- bit. Abklebung der Bodenplatte G200



Bituminöse Abklebung in Innenräumen



Zunächst recht vielen Dank für die schnelle Antwort.
->Zur Verlegung der bituminösen Abdichtung: Wie hoch sollten die Bahnen an den Seiten gezogen werden (z.B kann man nur in Höhe der Kreuzlattung, aber unterhalb der Dielen bleiben)? Bestehen keine Geruchsbelästigungen oder auch gesundheitliche Probleme durch die Dachbahnen und deren Ausdünstungen?
->Zum Rieselschutzpapier: Also auf die obere Kreuzlattung das Papier und dann die Dielen darauf verlegen? Welchen Zweck hat das Papier,es ist ja keine Decke...?

Zum Aufbau meiner Bodenplatte: es handelt sich schon um ein Streifenfundament, Sreifenbreite ca 40 cm Streifentiefe ca. 70 bis 80 cm, Bewehrung in den Streifen mit Körben, in der Platte (Abmessung außen 7 mal 8 Meter)jeweils einen obere und eine untere Lage Matten, Betondicke ca. 20 cm; Die Platte wurde im Sommer 2004 gegossen.



Bituminöse Abklebung



Ich mache diesen Aufbau schon seid vielen Jahren und habe bisher noch keine Probleme mit Geruchsbelästigungen gehabt. Unter Baubiologen gilt dieser Aufbau auch als unproblematisch, jedenfalls habe ich hierzu noch nichts anderes gehört. Sicherlich gibt es auch Kunststoffbahnen, die hier eingesetzt werden können, kenne ich aber nicht. Wenn ja sollten sie auf jeden Fall PVC-frei sein.
An den Seiten wäre ein Kontakt mit der horizontalen Sperre der Wand günstig. Ansonsten auf jeden Fall mindestens bis hinter den Dielenboden hochklappen.
Das Rieselschtzpapier lege ich ein, um zu verhindern, dass durch die Bewegung des Bodens Staub der Dämmung durch die Fugen dringen kann. Ob es wirklich nötig ist, darüber streiten sich die Experten noch.





Hallo Frank, ich bin gerade dabei das Gleiche zu tun.
Mein Aufbau. 20cm Betonplatte, PE -Folie 0,2mm. 10mm, Weichfaser Plattenstreifen, darauf 8x12 KVH Hölzer im Abstand 0,5m, 100mm 0,35 Zwischensparren -Dämmfilz in die Zwischenräume mit ca 2cm Luft zur Oberkante Lagerhölzer. . Darauf Dielen geschraubt.Interessant die Variante von Fred Heim mit den Kreuzweisen Hölzern. Mir ist nur nicht klar, warum nicht die Aufbauhöhe mit einem Holz.
Grüße aus Stuttgart
Michael



Weil



durch die kreuzweise Verlegung die Wärmebrücken reduziert werden. Ich benötige dann auch keine Filzstreifen unter den Lagerhölzern, die den Boden sehr weich machen können. Außerdem sind die Spannungen (Arbeiten des Holzes) in kleineren Holzquerschnitten geringer.



++den hol´ ich noch mal hoch...++



weil ich nicht extra einen neuen Thread eröffnen will.
Wir sind noch am Kalkulieren, dachten der alte Boden (nicht unterkellertes EG) mit Lagerhölzern und Dielen ist noch im Haus. Nun lesen wir in einem Bauantrag von 1983, dass "10 cm Unterbeton, 4cm Isolierung, 5cm Estrich" eingebaut wurden. "Ob, wie, was und wirklich" wissen wir natürlich nicht, Abdichtungen sind nicht erwähnt, Qualität der Ausführung?
Na nun fragen wir uns, ob wir einfach auf dem vorhandenen Boden mit Abdichtung, kreuzweisen Lagerhözern, Schüttung, Dielen aufbauen können, oder spricht da etwas gegen? (außer den Höhen)
Wie ist der baubiologisch empfehlenswerteste Aufbau?
fragt
Matthias



@Mathias Schulz



von hier aus kann man den vorhandenen Bodenaufbau natürlich nicht beurteilen. Ich kenne solche Aufbauten, wo die Dämmung schon seid langem Feucht war, ohne das es in den Räumen zu merken war. Bevor ein weiterer Aufbau dann erfolgen soll, wäre die Situation der alten Konstruktion zu prüfen.
zur baubiologischen Dämmung und zum Aufbau allgemein ist oben schon das wichtige gesagt.