Planung Innendämmung/ Anschluss an Estrich

31.03.2020 Erik


Planung Innendämmung/ Anschluss an Estrich

Hallo Zusammen,
ich hoffe jemand kann mir weiter helfen. Ich renoviere seit 2 Jahren ein 120 Jahre altes Backsteinbauernhaus. Derzeit bin ich in der alten Milchküche dun einem anliegenden Raum zugange.

Dort besteht die Aussenwand aus einem 24er Stein, mehr leider nicht.Daher möchte ich einen Innenwanddämmung (Multipor, 6cm) einbauen, sowie den vorhandenen Boden (Fliesen im Dickbett auf Sand/ Lehmboden) durch Estrich ersetzen. Ausgekoffert sind die Räume bereits. Der Aushub war leider sehr feucht (erdfeucht) und an einigen Stellen der Aussenwand und den Innenwänden haben wir aufsteigende Feuchtigkeit gepaart mit Kondenzfeuchtigkeit an den Aussenwänden (bis ca. 40 cm über Boden).

Geplant ist den Estrich mit Sauberkeitsschicht, Sperrbahn, Dämmung sowie FB Heizung zu erstellen.

Nun zu meinem Problem. Leider ist die vorhandene Sperrbahn relativ hoch angelegt (ca. 2 cm unter Estrichunterkannte). Weiter runter kann ich nicht, ohne am Fundament rumzuwurschteln - und das möchte ich ungern. Das Bodenniveu aussen liegt ca. 5 cm. unterhalb der Horizontalsperre. Den Boden erhöhen kann ich auch nicht, da ich alle Türstürze verändern müsste.

Es wird häufig beschrieben das die Wanddämmung bis zur Estrichdämmung runter gezogen werden sollte, um Wärmebrücken zu vermeiden, leider ist dies schwierig, da das Streifenfundament auf höhe der FB Dämmung / Estrichs nach unten hin breiter wird (2 Stufen je 2-3 cm). Die erste Stufe könnte ich durch Putzauftrag ausgleuchen.

Zudem habe ich Bedenken eine Innendämmung unter die Ebende der Horizontalsperre der zu ziehen. Würde dieser Aufbau nach dem Austausch der defekten Horizontalsperre funktionieren (anbei eine Zeichung)?

Daher meine Überlegungen: Eine Wärmebrücke sollte doch nicht zu Kondensationsproblemen führen, wenn im Estrich eine FB Heizung instaliert ist, da diese doch die Temp. des Estrichs erhöht, oder? Den Energieverlust würde ich in Kauf nehmen, ich kann mir nicht vorstellen, das dieser so groß ist.

Wie könnte ein alternativer Aufbau aussehen? Ich hatte bereits überlegungen, eine Wandinnendämmung auf Estrichniveau von innen mit foamglas zu machen, allerdings bin ich mir nicht sicher wie das auf einem feuchten Sockel halten soll.

Danke im Voraus

Dolgan



nachfrage



Sehe ich das richtig, dass der schwarze Strich zwischen 24-iger Mauerwerk und 1. Fundamentstufe eine Horizontalsperre darstellen soll ? woraus ist die?



Bitumenpappe



Das ist eine Teerpappe



Problemlösung



dann verstehe ich Dein problem nicht. Du hast doch die Lösung schon gezeichnet. Auf die Betonsauberkeitsschicht klebst du Schweißbahn und ziehst die hoch und schließt die an die bestehende Teerpappe an. Dann kannst Du Deine Innendämmung bis auf die Sperrbahn runter kleben, die Dämmlage für die FBH auslegen und den Estrich schwimmend mit Randdämmstreifen über die FBH legen. Was ich aber nicht verstehe: Wieso gehtst Du davon aus, dass es aufsteigende Feuchte gibt, wenn doch im Mauerwerk eine Horizontalsperre liegt?



Bitumenpappe



Weil die Wand an einigen Stellen im unteren Bereich feucht ist und auch an anderen Stellen des Hauses von der Bitumenbahn nur noch Staub vorhanden war. Daher möchte ich die, Vorsorglich tauschen, wenn ich schon dabei bin. Danke für deine schnelle Antwort ??



Andere Baustelle



das wäre dann aber eine andere Baustelle. Wie willst Du die Bitumenbahn tauschen, da müßtest Du ja das Mauerwerk aufsägen? Woraus besteht Dein Fundament unterhalb der Ziegelmauer? Wie wird mit der möglichen Durchfeuchtung des Sockels von außen ( welcher Putz ist drauf, gibts ein Foto?) umgegangen?



Das Fundament



Ist auch aus Ziegeln, tiefer als 40 cm habe ich nicht gegraben. Auf den Ziegeln des Sockels ist kein Putz. Die Mauer aufsägen ist kein Problem, das habe ich an anderen Stellen bereits mit einer SteinHandsäge gemacht. Die Fugen sind aus Kalkmörtel der ziemlich sandet und daher weich genug um wenigstens dabei keine Probleme zu machen. Über Sockelputz habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Sockelabdichtungen werden aber oft aber kontrovers diskutiert, daher wollte ich da besser nix machen, als etwas falsch zu machen. Was ist denn empfehlenswert? Der Boden hier ist sehr feucht, lehmig.



Außensockel



Wenn die vorspringenden Kanten des Sockels/fundaments in Wirklichkeit so ausgebildet sind wie auf Deiner zeichnung, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Sockel auch von außen durchfeuchtet wird. Solche Vorsprünge und Kanten gehören verblecht. Ein Sockelputz sollte mind. 50 cm in den Erdboden reichen und aus wasserabweisendem Putz, i.d.R. Zementputz mit Sperranstrich hergestellt sein. Zudem sollte das Außengelände so gestaltet sein, dass Spritzwasser vom Sockel ferngehalten wird, etwa durch eine Kiesschicht am Sockel.
Wenn die Horizontalsperre wieder hergestellt ist, kann der anschluß der Bodensperre ja problemlos erfolgen. Das das Mauerwerk und das Fundament unterhalb der Sperren feucht sind, ist normal und schadet nicht.



Ich



Werde morgen Mal ein Foto hochladen. Danke für die Antworten, hat mir sehr geholfen.