Kellerabdichtung im Injektionsverfahren

17.02.2011 BLL3000



Hallo....

Raum 8xxxx
Wer kennt eine gute Fachfirma, für Kellerabdichtung im Injektionsverfahren?

Evtl. kann mann so ein Gerät auch kaufen?!?!?

Bine





Hallo Biene,

ohne meine Zweifel am Sachverstand mancher Fachfirmen der Injektionsbanche weiter vertiefen zu wollen zeigt mir die Anzahl und der weitgebreitete Fächer Deiner Fragen, dass in Deinem Haus doch etwas mehr Konzeptionsbedarf besteht.
Eine solide Planung kann teuere Schnellschüsse vermeiden helfen und kostet zuweilen einen Bruchteil einer möglicherweise unbenötigten Kellerabdichtung.

Zunächst kannst Du Dich hier ja einmal anmelden und ein paar Bilder einstellen, das erleichtert es bei Fragen ungemein die Situation genauer zu verstehen.

Als nächsten Schritt solltest Du einen unabhängigen, altbauerfahrenen Sachverständigen hinzuziehen, der sich von Deinem Gebäude erst einmal ein Bild macht und den akuten Handlungsbedarf in die richtigen Kanäle lenkt. Möglicherweise findest Du jemanden oben über die PLZ-Suche.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Ach was,



Fachplaner + Fachfirmen sind doch alles Blutsauger ...



find ich auch



Wer im I-net googlen kann, kann auch Häuser bauen und sanieren!

Vom Keller bis zum Dach wird das durchgezogen.

Sparen - "on devil comes out"!

Hier mal wieder ein Zitat: (das ich schon lange nicht mehr bemüht habe)
Zitat-Anfang
Die Ursachen, die bei einem Bau zu Mängeln und zu Schäden [ … ] führen können, sind sehr vielseitig.
Sie lassen sich in 3 Hauptgruppen einordnen.
- Planungsfehler
- Gütemängel der verwendeten Baustoffe, fehlerhafte Verarbeitung
- mechanische, chemische oder biologische Einflüsse auf konstruktiv und stofflich einwandfreie Bauteile

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, dass Planungsfehler ausschließlich in den Verantwortungsbereich des Architekten gehören. Es können auch schuldig oder mitschuldig sein:
- der Bauherr
- die Sonderfachleute (Ingenieure für Statik, Sanitär, Elektrik, Lüftung, Akustik, …
- der ausführende Unternehmer
(Baubehörde, unausgereifte Verordnungen und Gesetze)

Ohne genaue Kenntnis der Baustoffe, ihrer Eigenschaften und Eigenheiten kann kein Bau technisch und wirtschaftlich einwandfrei errichtet werden. Mangelhafte Kenntnis kann zu Verlusten an Geld, Baustoffen und Arbeitsaufwand führen. Zu geringe Anforderungen an die Baustoffe, ihre falsche Anwendung ohne Berücksichtigung der Konstruktion und der äußeren Einflüsse sind Ursache von vorzeitigem Verschleiß, Mängeln und Schäden; übertriebene Anforderungen führen zu Vergeudung von Material und Arbeit.

Der Bauherr begeht große Fehler, wenn er
- der Planung und der Bauausführung zu wenig Zeit lässt
- mit der Planung keine geeigneten Fachkräfte beauftragt
(Firmenvertreter sind keine geeigneten Fachkräfte)
- am falschen Platz sparen will
- ohne genügende Planung zu Bauen beginnt
- während des Bauens ändern lässt oder sich in das Baugeschehen unzweckmässig einmischt

Zitat aus: Max Hartmann: Taschenbuch - Hochbauschäden und -fehler - Stuttgart, 1964 -
ehemals: Frankh'sche Verlagsbuchhandlung, W. Keller & Co. - Franckh-Kosmos Verlag
Zitat-Ende

FK



Ja, aber ...



"Der Bauherr begeht große Fehler, wenn er (...)
während des Bauens ändern lässt oder sich in das Baugeschehen unzweckmässig einmischt"

Fragt sich, was ist unzweckmässig. Von "zahlen und Maul halten" bis "hab die gerade beim Murksen erwischt und musste eingreifen" gibts alles.
Dann sind da noch Ehepartner im Hintergrund, die gerne mitmischen.
Das Hauptproblem beim Planen für den Bauherrn ist, dass man herausfinden muss, was man will, und das ist anstrengend.
Meist ist von Anfang an klar, dass die Badewanne in Altrosa kommen muss und dass man spätestens drei Monate nach dem Beschluss, zu bauen, darin baden können will, aber grundlegendere Fragen werden oft nicht ausreichend bedacht.
Hier ist auch der Fachplaner in der Pflicht, der dem Kunden oft erstmal beibringen sollte, warum man sich auch als Bauherr mit gewissen Dingen und Umständen beschäftigen sollte. Eine verständliche Sprache seitens des Fachmanns wäre da oft hilfreich, und die Berufsweisheit aller Bergführer und Berufskraftfahrer: "Wir haben keine Zeit für Abkürzungen und zuwenig Geld für Billiglösungen"



Der wesentliche und größtmögliche Einfluss....



@Jens Paulsen
... Du hast die Schwiegermutter vergessen.
@Florian Kurz
"(Firmenvertreter sind keine geeigneten Fachkräfte)" ... .. u.U. pflegen sie aber einen besseren Umgang mit den Bauherren, als so manche Fachkraft.

Wird in der Ausbildung zum Planer auch der rechte Umgang mit Kunden geschult, oder werden die nur mit planerischen Fachwissen auf die Menschheit losgelassen?

Je besser die Planer es mit ihren Kunden können, umso weniger "Störfeuer" wird von der Schwiegermutter oder dem Firmenvertreter ankommen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de