Hausneubau

19.09.2009



Hallo zusammen,

mittlerweise habe ich schon ziemlich konkrete Vorstellungen von unserem neuen Heim. Meine Frage: Hat jemand eine Ahnung was ein Archtiktenplan für ein EFH kostet? Eigentlich bräuchten wir vorläufig nur einen groben Plan, um abschätzen zu können, ob wir uns das, was wir uns vorstellen, auch leisten können.



Nichts genaues weiß man nicht...



Archi-Honorare sind in der Regel abhängig von den zu investierenden Baukosten. Es gibt Honorarrechner im Internet, beispielweise unter www.archifee.de.
Hier vielleicht erstmal nur die Leistungsphasen 1 und 2, dann käme man zu einem, häufig eher als Höchstsatz zu sehenden, Betrag. Der andere Weg ist, einen oder mehrere Architekten mittels seines Bau- und Kopfgefühls zu bestimmen und den/die einfach zu fragen, was sowas kosten mag und ob das was man sich selber vorstellen kann, auch der Denke des Profis entspricht. Häufig entwickeln sich aus der Diskussion dann noch bessere Lösungsvorschläge. Wichtig als Bauherr ist eher der Spickzettel mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen, vielleicht ein Raumprogramm und der genaue Überblick über die Kosten, die maximal entstehen dürfen, einschl. der Reserven und Sicherheiten.
Da habe ich das Pferd für Sie jetzt genau andersum aufgezäumt, aber das wäre für mich der logischere Ansatz.
Die meisten Archis können Ihnen aber sehr schnell sagen, anhand von eigenen Erfahrungen abgeschätzt oder über die Grundlagen ermittelt was für Ihr Geld machbar ist oder andersrum ob der Ihre Vorstellungen zu ihrem Geldbeutel passen. Gedanken über den Standard (also Sekt oder Selters) sollten sich allerdings im Vorfeld gemacht haben.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri





Beim Bauen gilt IMMER:
Es wird teurer
Es dauert länger
Es gibt Ärger

Meistens ist man dann auch noch in einem dieser unsäglichen Neubauquartiere, mit hundert Variationen zum Thema Thuja, Grill und Carport. Für mich auch ein Grund, Bestandesimmobilien zu bevorzugen.

Wenn Sie dem Architekten (Ihr kennt euch beide nicht) einige Objekte zeigen können, die Ihnen gefallen, erleichtert das die Sache wesentlich.



EFH



Hallo,
In welcher "Form" liegen die konkreten Vorstellungen denn vor?
In Gedanken , oder Skizzen?
Gibt es schon ein Grundstück?
Gibt es dort einen Bebauungsplan?
Wie sind die Festsetzungen?
Wenn Sie das alles schon herausgefunden und berücksichtigt haben, entfällt die LP 1 .
Die LP 2 wäre dann der Vorentwurf.
Das Honorar richtet sich nach den Nettobaukosten und der Honorarzone:
Wird es ein "Volkshaus" oder eine Villa?

viele Grüße





Hallo alle zusammen,

vielen Dank für die Antworten. Zu den Fragen des Herrn Gröbel:

Der Plan in meinem Kopf bezieht sich vor allem auf die Materialien und auf die Größe. Ein funktionales Haus ohne Schnörkel mit ausreichendem Platz und einem guten Raumklima. Das trifft es wohl am ehesten.

Ein Haus von der Stange wäre für uns finanziell am ehestens möglich (leider!). Allerdings möchte ich auf keinen Fall als Wärmedämmug irgendeinen Styroporkram. Das für den Dachstuhl häufig verwendete imprägnierte Nadelholz ist mir auch nicht so ganz geheuer. Steinmaterial (ev. Poroton), Vollholz, wenig Kunststoff, kein Wärmestau im Hochsommer, das wäre uns wichtig.

Es gibt in der Nähe unserer Wohnung ein größeres Neubaugebiet mit einem Bebauungsplan. Denke allerdings, dass zuerst ein Plan für das Haus und dann das passende Grundstück auszusuchen besser wäre als umgekehrt.


viele Grüsse



Kosten



Hallo,

ich kann Ihnen nur raten, die Hinweise des Kollegen Malangeri zu beherzigen, also "das Pferd andersherum " aufzäumen.

Nebenbei: die Leistungsphase 1 entfällt nie, wenn der Archi. seine Arbeit ordentlich macht. Sie endet sogar mit einem Bericht über die Grundlagenermittlung. Und ganz vielleicht entscheidet sich hier schon, daß das Bauvorhaben nicht oder nicht so machbar ist.

Dann kommt der Vorentwurf und damit die erste Schätzung der Kosten, damit auch der die der Honorare für Architekten, Statiker, Sachverständige etc.

Googeln Sie mal nach "HOAI 2009". Unter § 34 ist die Tabelle abgedruckt.

Grüße vom Niederrhein