Eichedielen im Bad geölt oder mit Kieselsäure verstärktem Hartwachsöl behandelt?




Hallo,
wir wollen im Bad auf unsere Holzbalkendecke mit Fehlbodenschüttung Eichedielen verlegen. Die Frage ist nur, ob man ganz normale Eichedielen nimmt und diese Ölt, oder z.B. die von der Fa. Chapel, welche mit einem Kieselsäure verstärktem Hartwachsöl behandelt sind. Macht dies überhaupt einen Unterschie, und wenn ja, wie äußert sich das in Bezug auf Haltbarkeit und Pflege der Oberfläche im Bad? Vielen Dank.



Wie züchte ich mir Pilze....



Hallo,
wenn die Holzbalkendecke nicht abgeklebt ist (Wasserschutz), dann ist die Art der Eichendielen völlig egal. Eindringendes Wasser verbleibt in der Fehlbodenschüttung und bringt dann einige Probleme mit sich. Ich bin Spezialist für Holz schädigende Pilze, vielleicht sollten Sie sich meine Daten mal merken....
Ich hoffe, Ihnen fällt für Ihr Bad noch was anderes ein.
Gruß Joachim Wießner



Holzdielen im Bad



Bei uns liegen die Holzdielen (Lärche) jetzt schon ein Jahr im Bad, ohne Probleme. Wir haben nur geölt. Da Wachs ne schwarze Straße ergibt. In den Fußleisten haben wir Lüftungslöcher. Als Blindbodenschüttung verwendeten wir Blähton. Die Dusche hat keinen Styroporwannenträger sondern Stellfüße, damit man immer mal drunter schauen kann. Wenn man das Bad nicht überflutet gibt es keine Probleme. Wassertropfen gleich mit dem Handtuch wegwischen.



Lieber keine Eiche



Hallo !

Geölte Eiche bekommt dunkle Flecken wenn dicke Wasserttropfen länger darauf stehen bleiben. Ich finde auch die Lärche im Bad als ideal, naja nach dem Teakholz ;-)Die machanische Beanspruchung des Bodens ist ein einem Bad ja auch deutlich geringer als in anderen Bereichen.
Zum Thema Wasserschutz, das man ein Bad mit Holzboden nicht mit dem Schlauch ausspritzen soll dürfte doch jedem klar sein. Auch alle Anschlußfugen im Nassbereich sollte man noch sorgfältiger ausführen als im "Beton-Neubau".

Karsten



Holzboden im Bad



Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber was sagt den die Gebäudeversicherung dazu, wenn im Bad ein Holzboden ist und die Deckenbalken logischerweise mehr gefährdet sind als bei einem Bodenaufbau nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik? Bei Leitungswasserschäden sind mittlerweile Hausschwammschäden ausgeschlossen, in den meisten Versicherungen sind auch Schimmelpilzschäden ausgeschlossen.
Selbst aufpassen ist gut, nur klappt das auch so, wie geplant. Wasser sucht sich seinen Weg, Luftfeuchte auch. Kondensat entsteht somit auch. Bei einer sachgerechten Abdichtung kein Problem.....
Ich kenne halt immer nur Schäden...... berufsmäßig......
Gruß Joachim Wießner



wie züchte ich mir pilze?



Zum Thema Bodenaufbau würde mich noch interessieren? Welche alternativen habe ich denn? Wenn ich eine Spanplatte verlege und darauf Fliese, kann auch Wasser in den Fehlboden eindringen. Dann kann das Wasser aber auch nicht mehr heraus diffundieren. Würde mich also mal interessieren was die Fachleute denn für einen Bodenaufbau empfehlen? Badewann soll keine hineing. Nur eine Dusche.



Bodenabdichtung



Nach dem heutigen Stand der Technik wird eine Holzbalkendecke mit einer Bitumenbahn abgeklebt. Die Bahn wird auch an der Wand bis zur oberen Höhe des Fliesenspiegels durchgeklebt.
Durch Fugen zwischen den Fliesen dringt immer Wasser. Die elastischen Fugen sind alle 2 Jahre zu erneuern.
Alternativ gibt es diese Abdichtung auch zum Streichen. Persönliche Erfahrungen mit diesem Material liegen aber nicht vor.
Spanplatten, OSB-Platten o.ä. Holzwerkstoffe sind für einen Badezimmerboden nicht geeignet, wenn Fliesen aufgebracht werden.
Gruß Joachim Wießner



Eiche



ist eines der dauerhaftesten Hölzer und benötigt nicht mehr als ein gutes Bodenhartöl. Wachse sind Schmutzbinder. Kieselsäüre macht das Holz etwas härter (was bei der harten Eiche kein Mensch braucht) und wird das Holz durch eine möglicherweise basische Reaktion der Kieselsäure (Wasserglas) vielleicht etwas vergrauen.

Dunkle Flecke bekommt Eiche durch stärker basische oder eisenhaltige Lösungen. Im normalen Badebetrieb taucht so etwas nicht auf.

Holzböden können mehr Wasser aufnehmen, das ist richtig. Sie können das Wasser aber, im Gegensatz zu 105% dichten folien- und sperrschichtreichen Böden (die nur solange dicht sind, bis sich eine Fuge öffnet etc.) auch wieder abgeben, wenn ihre Oberfläche nicht mit Lack oder Wachs versiegelt wurde. Insofern befürchte ich Schäden eher bei Böden, bei denen der Versuch, den "Stand der Technik" zu bauen, mißlang oder wo im Laufe der Zeit, z.B. durch das Arbeiten der Balkenlage, Undichtigkeiten entstehen.

Grüße

Thomas



@thomas



Hallo Thomas, schon mal vielen Dank.
Der Hersteller des Bodens wirbt damit, das er nur mit Wasser gepflegt werden muß und das nachölen wegfällt. Es gefallen uns 2 Böden halt gut. Beide sind auch preislich gleich. Bei diesem wirbt der Hersteller halt, das keine Nachbehandlung erforderlich ist und auch die Unterhaltspflege nur mit Wasser und Seife durchgeführt werden muß. Wir scheuen auch nicht die Pflege. Die Frage ist nur, ist das wirklich ein Vorteil?

Kannst Du vieleicht auch noch was zum Bodenaufbau sagen, verstehe ich dich richtig, das Du keine Abdichtung machen würdest? Kann ich die Schlacke drinn lassen, oder muß ich die austauschen?

Vielen Dank.



Die Behauptung,



wegen ein wenig Kieselsäure müsse der Boden nie nachgeölt werden, ist Unsinn. Die Ölschicht im Holz wird durch den Alltagsbetrieb angegriffen und bedarf ab und an einer Auffrischung, mit oder ohne spurenhaft eingelagerten Silikaten. Die empfohlene Seife schädigt ihrer basischen Reaktion wegen die Fläche sowieso je nach Konzentration.

Auf die Abdichtung würde ich tatsächlich verzichten, als Fehlbodenfüllung aber auch ein Material wählen, das möglichst gar kein Wasser speichert. Da ich nicht hinreichend kundig bin, wie das bei Schlacke aussieht (sollte eigentlich wenig aufnehmen), würde ich diese durch ungebrochenes Liapor oder noch besser Liaver (Schaumglasschotter) ersetzen).

Grüße

Thomas




Schon gelesen?

Fachwerk-Aussendämmung