Nasse Kellerwand




Hallo wir wohnen in Rheinl.-Pfalz und haben vor 2 Jahren angefangen zu bauen und sind letztes Jahr eingezogen.
In der Bauphase und auch jetzt noch haben wir viel gelüftet.
Wir haben hier einen lehmigen Boden.
Isoliert wurde der Keller mit Dickbeschichtung ca. 4 mm und Styropor. Im Winter haben wir festgestellt, daß uns eineige Gegenstände im Keller schimmelten und daß die Luftfeuchigkeit bei ca. 75 - 80% lag.
Jetzt hat es im Juni 42 l /QM geregnet und das Wasser hat sich duch die Isolierung/Wände gedrückt. Das Wasser hat sich
an der Kellerausenwand aufgestaut.
Nachdem es getrocknet war hatten wir nach 14 Tagen nochmal das gleiche Problem. Das war vor einer Woche. Jetzt haben wir am Putz (Gipsputz nur gestrichen, nicht tapeziert) weiße Härchen entdeckt. Wer kann uns weiterhelfen?
Wurde hier evtl. eine fasche Isolierung gewählt?
Klaus



Gipsputz im nassen Keller,das klingt nicht gut.



ich befürchte,daß es sich da um einen bösen Pilzbefall handelt. Evtl. handelt es sich um einen Hausschwamm?
Machen Sie mal Fotos von den "weißen Häärchen" und stellen die mal hier ein.



Nasse Kellerwand



Hallo Klaus,

Neu-oder Altbau?

Grüße
Mladen



Nasser Keller - Pilzbefall - Lösungen



Hallo Klaus, nasse/ Feuchte Wände sind immer ein Problem, dem man sich schnell annehmen sollte. Ich gebe meinem Vorredner recht, dass es sich bei den weißem Häärchen mit großer Wahrscheinlichkeit um einen beginnenden Pilzbefall handelt. I
m Anfangsstadium wachsen alle Pilze, ob Echter Hauschwamm oder Schimmelpilze, mit weißen wattigem Myzel. Erst nach einiger Zeit kristallisiert sich der Schädling klar heraus.
Man kann allerdings anhand der äußeren Umstände (Luftfeuchte, Holzfeuchte, Temperatur) bestimmte Pilze ausschliessen. Bei hoher Feuchte kann der Echte Hausschwamm vorerst ausgeschlossen werden, da dieser Feuchten von 20-30 % benötigt.
Schimmelpilze wachsen ab 30 % Feuchte los. Eure Feuchten dürften über 40 % liegen, so daß hier Nassfäuleerreger wie der Braune Kellerschwamm am Werk sein dürfte.
Ich gebe zu, dass hört sich auch nicht besser an, aber diese Pilze müssen nur ausgerocknet werden und dann sterben Sie ab. Eine weitere Bekämpfung ist dann nicht notwendig. Beim Echtem Hausschwamm wird es etwas komplizierter.
Aber nun zu den Lösungen:
1. Schritt: Die eindringende Feuchtigkeit muss für alle Zeit abgestellt werden. Vielleicht nochmal ausschachten und eine ordentliche Wanne bauen oder eine geeignetes System zur Wasserableitung um das Haus bauen.
2. Schritt: Der Gipsputz muss runter, da hygroskopisch.
3. Schritt: Die Wände müssen ausgetrocknet werden: Dazu empfehle ich den Einsatz von Bau-Mikrowellengeräten.
Schritt 4: Ein neuer Innenputz auf Silikatbasis.
Schritt 5: Ständige Überwachung der Luftfeuchte, um sofort geeignete Massnahmen bei ansteigender Feuchtigkeit einleiten zu können.
Zu Informationen über Schimmelpilzen empfehle ich Dir unser Merkblatt Nr.1 unter: www.injektagepumpe.de/dokumente/1.pdf herunterzuladen.

Wenn neue Bilder zu dem Pilzbefall da sind, können wir vielleicht mehr zur Bekämpfung sagen.

Wir wünshcen viel Erfolg und hoffen, dass unsere Informationen weitergeholfen habe.





Hallo, vielen Dank für die Antworten hat mir schon supergut weitergeholfen. Es handelt sich hier um einen Neubau.
Bilder können wir leider keine anfertigen, da die eine Stelle ca. 10 x 20 cm nur groß ist und die Fläumchen kaum zu sehen sind. Nach ca 1 Woche sind sie wieder da, wenn wir sie abgewischt haben.
Ansonsten lassen wir das Haus ausschachten und schauen uns das Problem von außen an.
Welche Isolierung kann man da empfehlen bei dem lehmigen Boden, der Maurer lässt sich nicht auf eine Wanne ein?
Liebe Grüße und nochmals vielen Dank an alle.
Klaus



Bauwerksabdichtung



Hallo Klaus,

sprich für Deinen Fall eine Innungsfachbetrieb aus dem Dachdeckerhandwerk an, welcher auch im Bereich Bauwerksabdichtungen tätig ist. Maurer sind da nicht so die richtigen Ansprechpartner.

Mfg,
Alexander Müller.
Dachdecker- u. Spenglermeister.




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