Watte Pilz? in Weinkeller




Hallo Zusammen,

habe letzten August ein Haus erworben. Im Weinkeller sind vor ca. 2 Monaten plötzlich watteähnliche Gebilde entstanden. Ist Geruchslos und läst sich zusammendrücken wie Watte. Entsteht bislang nur auf einer Wand aus roten Ziegeln. Diese grenzt an eine Felswand welche im Sommer sehr feucht werden kann. Im Sommer wars im Keller ca. 17°C und 80%frel. Jetzt im Winter so knapp unter 10°C und ca. 60 - 70%.
Um was für ein Pilz könnte es sich handeln und gibt es eine einfache Behandlung?

Bin über Hinweise und Tipps dankbar.



Pilz?



Ich denke das es sich um eine Salzausblühung handelt.Die durch die Feuchte der Wand entsteht.





Hallo Chris Egli,
ich denke auch, daß dies kein Pilz ist, sondern ausblühende Salze. Vermutlich Salpeter. Unter einem Mikroskop könnte man es genau sehen. Es scheint einen starken Wassertransport innerhalb der Mauer zu geben, vorwiegend in der Fuge.
Das muß abgeklärt werden.



Salze,...



vielen dank für die Antworten die mich doch sehr beruhigen.
Durch Eure antworten hab ich mich getraut die 'Watte' anzufassen und zu kosten.
Ist tatsächlich sehr salzig.

Was könnte man dagegen tun?
Klar, Wassertransport versuchen zu stoppen,... Ist von der Konstruktion her nur sehr schwierig machbar.
Damit leben und Salz zum salzen vom Vorplatz verwenden im Winter (gibt im Moment ja einen Salzmangel)
Gibt es was anderes?





Hallo Chris,
so viel Salz, daß man es anderweitig nutzen kann, wird hoffentlich in Eurem Keller nicht anfallen. Salz ist auch nicht gleich Salz. Ich weiß nicht, ob dieses geeignet ist, den Gefrierpunkt des Wassers herabzusetzen, wie das beim Streusalz für draußen zutrifft. Salze haben grundsätzlich nichts an der Nähe von Hauswänden zu suchen, weil sie im Zusammenspiel mit Wasser Bauschäden stark beschleunigen können.
Nachdenkliche Grüße
Dietmar



kein Pilz


Nasses Ziegelmauerwerk

Diese wattigen Gebilde sind zweifelsfrei Salzausblühungen, die auf Feuchtebewegungen in der Wand schließen lassen.Die Ähnlichkeit zum Frühstadium des Echten Hausschwamms ist allerdings sehr groß.
Meine Empfehlung:Messung der Mauerwerksfeuchte und falls nutzungsbedingt nötig - Mauerwerkstrockenlegung. Falls keine höherwertige Nutzung vorgesehen ist und es beim Weinkeller bleibt würde ich eine einfache Imprägnierung vornehmen, die diffusionsoffen ist.
Das Bild zeigt eine Wand, die entsprechend imprägniert und vollflächig mit Salzen bedeckt ist.Die Imprägnierung reagiert mit Wasser und den Mauerwerkssalzen.Danach ist die Wand oberflächentrocken ( bis zu 30 mm )und bleibt wasserdampfdurchlässig.

Für eventuelle Fragen stehe ich gern zur Verfügung


Mit freundlichen Grüßen aus Berlin


Werner Gensky