seltsamer Pilzbefall im Dachgeschoss




Hallo.

Ich weiß, dass es sehr schwierig ist Pilze an Hand von Fotos zu bestimmen, aber vielleicht hat ja dennoch hier jemand eine Idee, welcher Pilz dies sein könnte:

Bei dem Pilz handelt es sich um ein etwa 10 cm (im Durchmesser) großes organisches Gebilde mit einer sehr lockeren und bröseligen Konsistenz. Es erinnert ein wenig an "Grießbrei" nur trockener, loser und natürlich nicht so klebrig und pappig wie Grießbrei ...!!! Myzelstränge konnte ich nicht finden, unmittelbar in der Nähe hatte sich auch eine Maus "eingerichtet", deren Überreste ich dort gefunden habe (vielleicht ist dies ja ein weiteres wichtiges Indiz !?!).

Gefunden habe ich den Pilz im nicht ausgebauten Dachboden unseres jüngst erworbenen Ferienhauses in Mecklenburg zwischen einem Schwellholz und der Giebelwand (Südseite), in einer unverputzten Fuge an der Außenwand hinter dem Schwellholz. Von dieser Fuge ist der Pilz dann offensichtlich auf die Holzschwelle "herauf gewachsen". Schädigungen am Holz selbst sind allerdings (noch) nicht zu erkennen. Die Giebelwand ist zumindest im Erdgeschoss zweischalig ausgeführt, im Raum unter dem Befall, im Erdgeschoss, ist an der Außenwand vom Vorbesitzer eine Innendämmung aus 4cm EPS und 1,25 cm GK angebracht worden. Dieser Raum wird nur mit einem Holzofen beheizt (seit diesem Winter durchschnittlich alle zwei Wochen / das Gebäude war vorher ein paar Jahre unbewohnt). Die Holzbalkendecke ist mit einer Lehmfüllung ausgefacht und bisher nicht weiter gedämmt. Außerdem grenzt unmittelbar an den betroffenen Bereich die Dachbodenkammer an, welche aber bisher noch unbeheizt blieb (Innenwände der Kammer als Holzfachwerk auf Holzschwelle, ausgefacht mit Ziegeln, ca. 12,5 cm stark).

Wo die Feuchtigkeit für den Pilz herkommt ist mir bisher noch nicht ganz klar geworden.

Möglich wären ggf. folgende Ursachen: direkt über der betroffenen Stelle wird das Elektro - Kabel der Freilandleitung eingeführt, darüber befindet sich der Krüppelwalm mit einem lediglich vermörtelten Ortgangabschluss. Der Krüppelwalm weist übrigens einen leichten (hoffentlich inaktiven ?) Hausbockbefall auf. Das Dach ist allerdings so weit dicht, die Betondachsteine liegen ca. 25 Jahre darauf und sind aber schon etwas porös. Das Dach ist natürlich nicht gedämmt und hat auch keine Unterspannbahn sondern ist mittels Mörtelverstrich abgedichtet.

Könnte es sich eventuell aber auch um ein Kondensat - Problem, ausgehend von dem darunter liegenden Raum (zweischaliges, zusätzlich innengedämmtes Mauerwerk) handeln? Beim Kauf vor wenigen Monaten ist mir der Pilz jedenfalls noch nicht aufgefallen, vielleicht habe ich ihn aber auch nur glatt übersehen.

Da gilt es sicherlich noch einiges zu "erforschen". Ein Tipp zum Pilz und ggf. ein paar Tipps zum weiteren Vorgehen wären aber sicherlich schon ein guter Anfang ...!


Vielen Dank und liebe Grüße aus Berlin.

Stefan Scharf

p.s.: auf dem Foto habe ich die ungefähre Stelle des Pilzfundes von außen blau markiert, der Schnitt guckt sich die Außenwand mit der betreffenden Stelle von innen an. (Mann muss auf das Bild klicken und sich dann zu den anderen eingestellten Fotos weiter vor arbeiten!)



Moin Stefan,



das auf dem Foto sieht für mich eher wie ein liegengelassener Salzhaufen aus....Geschmacksprobe gemacht?

Gruss, Boris

P.S. Falls du nicht ewig weiterforschen magst, mach dat Zeug wech und reib' die entsprechenden Stellen gründlich mit Alkohol ab und behalts im Auge.