Dachgaube mit nur 6°DN - Dimension obere Pfette - Leimbinderpflicht ?

15.06.2007



Hallo,
mein Handwerker hat mir meine 6,5m lange Schleppgaube (Südseite) mit einen normalen 10/14 Balken als obere Pfette gesetzt mit Sparrenabstand ca. 65cm. Diese hat nur eine Dachneigung von ca. 6°, muß also mit einen hohen Schneegewicht rechnen (wohne in Schneelastzone 2, Oberbayern)
Die untere Pfette ist ein 20x15er Balken, der dürfte ausreichen.


Diese Pfette wurde ausserdem liegend verlegt, also 10cm hoch, die 14cm Breitseite liegend verlegt !Mein Handwerker wollte wohl ein größeres DN erzeugen....

Außen liegt es auf ca. 1m langen 10/12 Säulen, auch mittig, also ca. nach 2m stehen noch 2 Säulen (10/12er)


FRAGEN:

0.) Muß ich mir wirklich keine Gedanken über die Statik machen...? Reicht es aus, den Balken hochkant zu setzten ?

1.) Falls ich ihn ersetzen sollte, dann gleich gegen einen Leimbinder, damit die Fenster keinen Schaden bei möglichen Verzug nehmen, oder reicht ein normal trocken gelagerter Holzbalken aus?

2.) Am liebsten würde ich mittig gar keine Säule rumstehen haben,
da dann die Fenster gleichmäßig ausgerichtet werden könnten, dachte auch an eine Festverglasung - Stichwort Lichtband.

Ausserdem möchte ich sehr viel Glasfläche haben, damit ich einen möglichst ungehinderten Durchblick habe. Wenn man die Säule + Rahmen + Flügel rechnet, geht einiges wieder an Glasfläche verloren.

Falls ich einen Leimbinder ohne Säule setzte, welche Maße bräuchte ich. Dachte an 24cm/20cm Leimbinder, hochkant gesetzt?
Oder gehts auch kleiner, da Leimbinder belastbarer sind ?


Welche ca. Maße bräuchte ich, wenn ich nur eine Säule mittig setzen würde ?

Vielen Dank an das tolle Forum



Vielleicht?!



Vielleicht reichts, vielleicht auch nicht . . .
Um beurteilen zu können, ob die Balkenabmessungen reichen, bedarf es der Kenntnis des statischen Systems dem Hauptdaches und der rechnerischen Überprüfung der baulichen Veränderung.
Sowas schütteln wir Statiker nicht so pauschal aus dem Ärmel, obwohl die statische Bemessung dann wohl mit überschaubarem Zeitaufwand erfolgen kann. Der meiste Aufwand liegt hier in der Bestandserfassung (altes Dach, Querschnittsabmessungen, Anschlußtragfähigkeiten, etc.).
Wenn Sie es genau wissen wollen, dann müssen Sie ein Paar Euro in die Hand nehmen, mit einem Statiker am besten einen Ortstermin vereinbaren und ihm etwas Bürozeit zugestehen zur Berechnung.
Sicherlich sollte es dann möglich sein, die Stützen auf eine mittige zu reduzieren, aber welche Balkenabmessungen nötig sein werden, wird erst die Berechnung zeigen. Maßgebend werden hier wohl die Durchbiegungsnachweise, da die Fenster keine Druckspannungen abkriegen sollen.
Schöne Grüsse.