Mittelpfette renovieren

25.11.2008



Hallo,

das Bild zeigt die Mittelpfette im EG die schon ein wenig durchhängt. Ich wollte zur Abstützung jeweils links und rechts ein Balken senkrecht darunter stellen.
Ein Bekannter sagt das würde nichts bringen. Sinnvoller wäre es ein U-Stahl Profil an die Pfette zu schrauben.

Wie soll das genau funktionieren und welche Anforderungen muss das Profil entsprechen?


Paul



Unterzug



Natürlich würde es helfen, zwei Stützen unterzusetzen.
Die Stützweite wird so verringert und es entsteht ein Durchlaufträger.
Das funktioniert aber nur, wenn die neuen Stützen auch auf einem tragfähigen Fundament stehen.
Eine Ertüchtigung des Unterzuges durch Verstärkung ist auch machbar, es geht sowohl mit passenden Stahlprofilen als auch mit Holz durch Beinageln oder -dübeln.
Hier ist zu beachten, ob die Auflager mit den neuen Profilen klarkommen.
Bei beiden Varianten gibt es eine Änderung der Ansicht.

Zur Entscheidung sollte auf jeden Fall ein Statiker einbezogen werden, der im ersten Schritt prüfen wird, ob diese Verstärkung überhaupt erforderlich ist.

Viele Grüße





prinzipiell schließe ich mich Herrn Böttcher an, bin jedoch der Meinung, dass "links- und rechtsdruntergestellt" so gut wie nichts bringt, mittig drunter schon - aber wie sieht das dann aus ...

Vorschlag => Statiker holen und austauschen, so schlimm ist das ganze nicht und allemal besser als irgendwelche Stahlprofile daran. => Denkmalschutz beachten?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Also,



das Bild zeigt keine Mittelpfette, sondern einen Unterzug, der leicht "durchhängt". Bei diesem Unterzug sind keine Bruchrisse zu sehen, man könnte also mit dieser Durchbiegung leben, wenn im Zimmer darüber der Fußboden eben ist, und er beim Begehen nicht schwingt.
Wenn man einen Statiker diese Decke berechnen lässt, kommt nichts Gutes dabei heraus.
Ich würde es so belassen. Eine Verstärkung des Unterzuges mit Holzlaschen beidseitig wäre möglich, wenn der Unterzug nachher verkleidet wird, von Stahl würde ich abraten.





Ferndiagnosen sind immer der falsche Weg, deswegen bitte einen Statiker einschalten. Wenn man das gesamte Bild betrachtet, sind im ganzen Bereich (vielleicht am ganzen Haus) wohl größere Arbeiten im Gange. Dann sollten Sie besser nicht Freunde und Bekannte fragen. Es gibt halt solche und solche Statiker, wie es solche und solche Banker (Citibank oder GLS)gibt usw. Er sollte jedenfalls ausreichend Erfahrung im FW-Bau haben. Die vorgenannten Instandsetzungsmöglichkeiten sind doch schon einmal eine Besprechungsgrundlage.
Viel Erfolg wünscht,
Bernd Kibies



Eine Ferndiagnose



wollte ich nicht abgeben. Ich wollte damit nur sagen, dass es auch ein in der Denkmalpflege versierter Zimmerer beurteilen kann, welche Verstärkungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Zumal muss dieser auch für seine Ausführung haften, und nicht der Statiker, der diese berechnet hat.



Auch der Statiker haftet



Ich kann mich Gerhard nicht anschließen. Natürlich ist ein durchgebogener Balken häufig eher ein ästhetisches Problem. Auf diesem Bild aber will ich erkennen, das der Balken doch schon leicht angegriffen ist. Ein Statiker, der sich im Holzbau auskennt kann und sollte hier eingeschaltet werden. Dann kann auch über eine Verstärkung oder zusätzliche Abstützungen entschieden werden. Und wenn Gerhard schlechte Erfahrungen mit Statikern hat- warum auch immer-, kann er sich ja raushalten.