Perimeterdämmung bei Ziegelfundament sinnvoll?

12.02.2018 Axelino



Hallo,
unser Haus aus Vollziegel hat keinen Keller und ist innen mit Holzweichfaser gedämmt (in Verbindung mit Wandheizung).
Ringsum verläuft aussen ein Kiesbett. Nach Inspektion mit einer Wärmebildkamera wurde klar, dass über das Kiesbett Wärme entweicht, vermutlich durch den Fußboden und den Sockel nach aussen.
Macht es nun Sinn, an den Sockel aussen eine Perimeterdämmung aus Styrodur im Kiesbett anzubringen? Oder sind damit eher Feuchteschäden zu erwarten?
Grüße
Axelino



Wärmeflucht



Wie hoch liegt denn die Oberkante Fußboden innen über der OK Kiesbett außen ? Wer hat die Aufnahme mit der WBK um welche Uhrzeit gemacht und auch ausgewertet? Wieweit wurde die Innendämmung nach unten gezogen und ist der Fußboden gedämmt?



Seltsam



wenn die Innendämmung bis unter den Estrich auf die FB-Dämmung eingebaut wurde, sollte eigentlich keine Wärmebrücke entstehen. Zudem müßte, falls Deine Vermutung stimmt, auch der 15cm hohe Streifen des Sockels wärmer sein als z.B. der Rest der Wand.Und dies um das gesamte Haus herum.
Folgendes könnte auch sein: Wenn die Aufnahme am nachmittag an der Südseite des Hauses gemacht wurde und es ein relativ sonniger Tag war, erwärmt sich die Kiesschicht. Dann spiegelt die Aufnahme "alternative Fakten" wieder, sie zeigt also nicht den Wärmeduchgang durch den Fußboden, sondern die erfolgte Erwärmung des Kiesbettes durch, möglicherlicherweise nur diffuses, Tageslicht. Der Kies ist so locker gelegt, ich bezweifle, dass er vom Fußboden aus dermaßen erwärmt wird.



Wärmebrücke



Ich halte von dieser Schlußfolgerung aus der Inspektion nichts. Wenn Wärmebilder von außen dann nachts bzw. vor Sonnenaufgang um den Faktor Sonneneinstrahlung auszuschließen.
Wärmebrücken erkennt man besser von innen.



@Gerorg Böttcher



...nicht nur!!
Luftdichtungsmessungen und Wärmebildaufnahmen werden auch größtenteils von außen gemacht!
War bereits mehrfach bei solchen Messungen mit dabei!
Und kenne selbst zwei sehr präzise arbeitende Fachleute in diesem Segment.

Trotzdem erschließt es sich mir noch nicht, wieso außen eine derartige Situation sichtbar wird, wenn innenseitig angeblich die Dämmsysteme homogen gegeneinander laufen bzw. ausgebildet zu sein scheinen.

Wurde diese Arbeit durch einen Fachbetrieb ausgeführt oder ist es in Eigenregie erfolgt.
Gab es dazu eine Detailplanungsausführung, wo genau erkennbar war, wie dieses Detail zur Ausführung kommen muß?



Wärmebrücke



Schon einmal bei einer Wärmebildmessung dabei gewesen zu sein heißt nicht das man damit schon einschätzen kann was HIER passiert und hier gemessen wurde.
Ich habe selber eine Wärmebildkamera und arbeite damit.
Das Feststellen von Temperaturunterschieden ist mit so einer Kamera einfach, wie man die Ergebnisse interpretiert- dazu braucht es Erfahrung und Verständnis aus dem bautechnischen Bereich.
Meine sagt mir das der Temperaturunterschied zwischen Kiesstreifen und- ja was, der Erde oder der Wand? auch auf andere Faktoren zurückgeführt werden kann.



@ Georg



...da gebe ich dir schon recht.
Ich sagte ja, ich war nur dabei, als dieses Fachunternehmen an einem Bau tätig war.
Und uns verbindet seit dem eine langjährige Baufreundschaft.

http://www.infrarot-messtechnik.de/

Hier kannst du dich selbst einmal kundig machen!

Und für den Fragesteller eine sehr gute Fachadresse zur Klärung seiner Problematik.



Das kann schon...



...problematisch werden.
Dies sollte sich wirklich ein kompetenter Handwerker vor Ort anschauen.