Perimeterdämmung an einem gewölbtem Fundament

06.04.2019 Trala-la



Moin Zusammen,

ich sanieren ein Siedlungshaus Baujahr '38 und bin aktuell dabei eine Perimeterdämung einzubauen. Als Vorbereitung habe ich ein Stück der Giebelseite ausgeschachtet (um eine Betonstufe zu entfernen). Dabei habe ich gesehen, dass das Fundament des Hauses Bögen hat, ähnlich wir einem Gewölbekeller, mit der Besonderheit, dass ich keinen Keller habe. Unter dem Bogen ist nur Erde. Zwischen den Bögen geht das Fundament tiefer.

Erste Frage... Was ist das für eine Fundament-Art? Google zeigt mir keine passenden Trefffer...

Ich frage mich nur, wenn die Bögen nicht besonders Tief sind und drunter nur Erde ist, wie wird hier die Dämmung angebracht?
Soll die Erde entfernt werden, die Bögen untermauert und darauf die Dämmplatten angebracht werden?
Oder Kann man die Bogen "hohl" lassen und die Platten einfach so drüber kleben?

und zuletzt... Könnte man Probleme kriegen, wenn ich die Fundamente des ganzen Haus ausschachtet?
Bei herkömliche Fundamente sollte es kein Problem sein. Aber bei diesem gewölbten Fundament?

Danke schön!

Tralala



Fundamentbögen



ich verstehe Ihre Beschreibung nicht. Sind die Bögen senkrecht oder waagerecht. Desweiteren verstehe ich den Zweck einer Perimeterdämmung nicht, wenn es gar keinen Keller gibt. Die macht doch nur bei Kellerräumen Sinn.



Falcher Begriff >> Fundamentdämmung



Hallo Pope,

Danke für deine Antwort. Ich habe ein Bild mit der Stelle hochgeladen. Siehe bitte den ersten Post.
Du hast natürlich recht. Wenn kein Keller, keine Perimeterdämmung. Was ich meine ist eher eine Fundamentdämmung. Aber vielleicht erkläre ich etwas das Vorhaben.

Hintergrund der Frage.
Das Haus (Bj 38) hat einen Flachdach-Anbau (Bj 68, mit 3 Außenmauer, also sehr kalt), den ich komplett dämmen will. Dach, Wand und Fundament. Da ich ein genereller Problem mit Feuchtigkeit um das Haus habe, dachte ich mit, nutze ich die Gelegenheit und dichte das Fundament um das komplette Haus (Bj 38) ab. Und wenn ich schon das ganze Haus ausgeschachtet und das Fundament abgedichtet habe, könnte ich gleich etwas Dämmung kleben. Die FBH freut sich aus ;)

Jetzt stehe ich vor dem Problem, wie ich mit den Bögen und die Fundamentdämmung umgehen soll.
Müssen die Bögen unterfuttert werden, um dann drauf die Dämmplatten kleben?
oder kann ich die Bögen so lassen und die Platten "nur" an den vorhendenen Steine kleben?
Sollte es nicht klar sein, siehe Bild oben.

Danke euch!

Tralala



Fundamentbögen



also zu dieser Konstruktionsweise kann ich nichts sagen, kann mir auch nicht erklären, warum so gemauert wurde. Ich habe den Verdacht, dass vielleicht ein Keller mal geplant war. Aber um solche bögen zu mauern, musste ja auch eine Schalung gebaut werden- naja, vielleicht weiß jemand Anderes Rat. Ich würde mal an einem der Bögen weiter nach unten schachten, nur ein schmales Stück, um einen Grundbruch zu vermeiden. Dann mal sehen, was weiter unten kommt.
Zur Dämmung: eigentlich werden Fundamente nicht gedämmt. Fußbodenheizung wird darunter gedämmt, zum Rand, also zum Mauerwerk hin werden Dämmstreifen eingelegt. Wichtiger wäre, einen guten Sockelverputz bis ca. 50cm unter und über Geländeoberkante zu ziehen.



Bogenfundamente wegen Gleye-Schicht?



Hallo Pope,

Danke für deine Antwort!

Ich habe weiter en der Stelle gegraben. Unter den Bögen ist tatsächlich nur Erde. Zwischen den Bogen fand ich etwas tiefer einen echten Fundament. Der ist aber NUR an den Stellen zwischen den Bögen. Für mich wirkt wir ein Pfeilerfundament aus. ich habe nicht weiter gebuddelt, also weiß ich nicht wie tief der ist.

Da es sich um ein Siedlungshaus handelt, habe ich die Nachbarn angesprochen, ob Ihnen das bei deren Sanierungen aufgefallen war. Bis auf einer wusste keiner davon. Einer wusste davon, er vermuttet, dass es daran liegt, dass der Boden eine Gleye (Kleie) -Schicht hat und dass der Grundwasser hier relativ Nah an der Oberfläche liegt (1,90m-1,50m).

Nun habe ich 3 Fragen:
1.- Können die Bögen etwas mit dieser Gleye-Schicht zu tun haben?

2.- Wenn ich Schritt für Schritt das Haus ausschachte (zB 4m auf einmal), verputze, abdichte, dämme und dicht mache. Dann sollte es kein Probleme mit absacken geben.... oder sind die Bögen doch ein Zeichen für "lieber Finger weg davon lassen"?

3.- Beim Dämmen... Muss ich die Stellen unter den Bögen unterfuttern oder kann ich die XPS Platten einfach davor kleben?

Danke schön,

Tralala



Gleye-Boden



ok, den kannte ich bislang nicht. Aber wenn ich die Infos dazu so lese, kann ich mir vorstellen, dass die Bögen dazu dienen, Grundwasser, welches zwischen den Streifenfundamenten zeitweise auftreten kann zu entwässern um so einen Druckausgleich zu gewährleisten. Falls dies so sein sollte, haben die Bögen eine Funktion ( und umsonst hat man sich die Arbeit nicht gemacht), die durch einen Verschluß nicht mehr gewährleistet ist. Außerdem, wie ich weiter oben schon schrieb, ist es unsinnig, Fundamente zu dämmen. Dein vorgeschlagenes Aufgraben der Fundament ist daher nicht nur rausgeschmissenes Geld, sondern wegen der Grundbruchgefahr, vor allem in wechselnder Grundwasserhöhe, auch äußerst gefährlich. Also Finger weg von so`ner Aktion, zumal in Eigenleistung.