Perfekter Sonnenschutz für die eigenen vier Wände

Wenn in Deutschland sommerliche Temperaturen vorherrschen, blühen die Menschen hierzulande so richtig auf. Auch wenn der Klimawandel dazu beigetragen hat, dass die Winter in einigen Regionen wesentlich milder verlaufen als noch vor einigen Jahren, sehnen sich die meisten danach, ein wenig Zeit in der freien Natur zu verbringen, wenn das Wetter schön ist. Badeseen und städtische Bäder werden frequentiert und am Abend lockt der Grill auf der eigenen Terrasse oder ein nahegelegener Biergarten. Die Kehrseite: Leider heizt sich durch die Sonne auch der eigene Wohnbereich stark auf. Doch dagegen lässt sich etwas unternehmen.

Pixabay.com © GloriaLynn CCO Public Domain
Innenjalousien sind zwar eine Möglichkeit, um sich vor der Hitze zu schützen, wesentlich effizienter sind jedoch Produkte, bei denen die Sonnenstrahlen gar nicht erst in die Innenräume gelangen können.


Was ist ein Massivhaus?

Vorneweg: Es gibt keine einheitliche Definition oder eine gesetzliche Regelung, was ein Massivhaus ist. Dennoch sind sich die meisten Experten darüber einig, dass es sich dabei um ein Haus handelt, welches nach klassischem Muster mit Mörtel und Steinen erbaut wurde.

Lange Zeit waren für Massivhäuser vor allem dicke Ziegel für die Außenwände charakteristisch, da diese für eine gute Wärmedämmung sorgten. Diese Arbeit übernehmen in der heutigen Zeit jedoch unterschiedliche Verbundstoffe, die die dicken Ziegel somit obsolet machen.

Die vor 20 Jahren noch eindeutigen Unterschiede zu Fertighäusern verschwimmen dabei zusehends. Selbst Branchen-Insider haben manchmal ihre Schwierigkeiten, ein Haus einer der beiden Gattungen eindeutig zuzuordnen. Im direkten Vergleich unterscheiden sich diese beiden Varianten eigentlich nur noch durch die eingesetzten Baumaterialien.

Die höhere Qualität bei den Massivhäusern führt in weiterer Folge auch zu einer wesentlich höheren Haltbarkeit des Hauses. Wer nicht nur für sich baut, sondern auch für seine Kinder und Enkelkinder, sollte sich deshalb für diese Bauweise entscheiden, denn ein Massivhaus hält für mehrere Generationen.


Die Sonne aufhalten, bevor sie in die Innenräume gelangt

Der beste Tipp, um sich im Sommer gegen die Hitze in der Wohnung zu schützen ist es, das Sonnenlicht gar nicht erst in das Innere des Gebäudes eindringen zu lassen. Vorhänge, Plissees und Jalousien sind zumeist an der Innenseite des Fensters montiert. Doch in diesem Fall hat sich die Sonne bereits ihren Weg in die Wohnung gebahnt.

Viel effektiver sind deshalb außen liegende Sonnenschutzsysteme. Besonders wirksam sind vor allem Außenrollos, mit denen die Innenräume komplett verdunkelt werden können. Ganz im Trend liegen aktuell die sogenannten Raffstores. Diese bestehen aus einzelnen Lamellen, die untereinander mit Bändchen verbunden sind. Dadurch ist es besonders einfach möglich, den Sonnenschutz flexibel und variabel je nach Außentemperatur einzustellen. Der Raffstore kann das Fenster wahlweise komplett verschatten oder eine kleine Dosis des Sonnenlichts durchscheinen lassen.

Die Möglichkeiten für den Sonnenschutz von außen sind sehr vielfältig. Bevor die Wahl für ein bestimmtes Produkt fällt, empfiehlt es sich deshalb, Rat vom kompetenten Fachhändler für Außenjalousien einzuholen.

Doch auch wer aktuell dafür nicht das erforderliche Budget zur Verfügung hat oder von seinem Vermieter keine Erlaubnis zur Anbringung erhält, kann sich mit einem kleinen Workaround über den Sommer helfen. Denn um die Hitze abzuhalten, reicht es an besonders heißen Tagen bereits aus, ein helles Tuch an der Außenseite des Fensters anzubringen. Im einfachsten Fall wird das Tuch am geöffneten Fenster angebracht und dann eingeklemmt.


Beim Neubau nicht an der falschen Stelle sparen

Bewohner eines älteren Hauses beziehungsweise einer Wohnung, die schon vor längerer Zeit erbaut oder das letzte Mal saniert wurde, müssen zumeist mit den Gegebenheiten vor Ort leben. Wer jedoch aktuell gerade neu baut, hat die Möglichkeit, die zukünftige Wohnqualität maßgeblich zu beeinflussen. Das betrifft auch den Schutz vor der Sonne. Deshalb sollte hier nicht an der falschen Stelle gespart, sondern in die richtigen Maßnahmen investiert werden.

Bei der Wahl der Fenster empfiehlt es sich dabei beispielsweise, auf Modelle zu setzen, die mit einer Sonnenschutzverglasung ausgestattet sind. Der Schutz ist hier auf den ersten Blick gar nicht erkennbar, doch eine dünne metallische Schicht sorgt bei diesen Fenstern dafür, dass die Sonnenstrahlen gefiltert werden und die Wärme somit nicht die Innenräume des Hauses erreicht. Moderne Sonnenschutzverglasungen sind in der Lage, etwa 80 Prozent der Wärme abzuhalten.

Die Sorge, dass bei den Sonnenschutzfenstern generell weniger Helligkeit in die Innenräume gelangt, ist bei modernen Verglasungen unbegründet. Die Durchsicht unterscheidet sich kaum von Fenstern ohne Sonnenschutz.

Pixabay.com © 2211438 CCO Public Domain Wer ohnehin gerade neu baut, sollte dabei auch gleich an den Sonnenschutz denken, denn kälter wird es in den nächsten Jahrzehnten bestimmt nicht. Den besten Schutz bieten Fenster mit einer Sonnenschutzverglasung.


Sonnenschutzfolien bieten eine günstige Möglichkeit zur Nachrüstung

Wer keine Möglichkeit hat, seine aktuellen Fenster gegen Wärmeschutzfenster zu tauschen, kann sich mit Sonnenschutzfolien weiterhelfen.

Diese sind sehr günstig in der Anschaffung und können mit ein wenig Geschick einfach an den Fenstern angebracht werden. Damit bei der Anbringung keine Bläschen entstehen, sollte im Vorfeld die Rückseite mit durch Spülmittel verdünntem Wasser besprüht werden.

Die Sonnenschutzfolien haben allerdings einen entscheidenden Nachteil im Vergleich zur Sonnenschutzverglasung: Sie lassen generell nicht mehr so viel Licht in die Wohnung. Ist der Himmel bewölkt oder setzt die Dämmerung ein, ist dann rasch eine künstliche Beleuchtung erforderlich.

Sonnenschutzfolien können entweder innen oder außen am Fenster angebracht werden. Der Vorteil bei der Anbringung außen ist, dass der Schutz vor der Hitze dadurch größer ist. Durch die Witterung sind die Folien jedoch wesentlich kürzer haltbar als bei der Anbringung an der Innenseite des Fensters.

Vorsicht ist darüber hinaus bei Sonnenschutzfolien geboten, die mit Metall beschichtet sind. Denn sie können den Mobilfunkempfang in der Wohnung reduzieren. Wer also ohnehin bereits schlechten Empfang hat, sollte hier nicht noch einen zusätzlichen Verschlechterungsfaktor anbringen.


Markisen für die Terrasse und den Balkon

Wer sich auf der eigenen Terrasse oder dem Balkon vor der direkten Sonneneinstrahlung schützen und an besonders heißen Tagen etwas Schatten genießen möchte, kann dafür einfach einen Sonnenschirm aufspannen.

Wesentlich eleganter, effizienter und darüber hinaus auch noch platzsparender sind allerdings Markisen. Sie haben vor allem den Vorteil, dass sie nicht nur Schatten in den Außenbereich bringen, sondern auch die Sonneneinstrahlung in den dahinter liegenden Innenräumen deutlich reduzieren.

Eigentümer eines Hauses sind deshalb gut damit beraten, eine Markise auf ihrer Terrasse zu installieren. Am häufigsten zum Einsatz kommt dabei die sogenannte Gelenkarmmarkise. Bei dieser Produktvariante schwebt die Markise frei über der Terrasse und die zwei Gelenkarme ziehen das Tuch von der Tuchwelle weg.

Immer beliebter werden aber auch Kassettenmarkisen, weil sie im Vergleich zur Gelenkarmmarkise einen wesentlich besseren Schutz vor Schmutz, Wind und Regen bieten, da das Tuch beim Einfahren von einer Kassette umfasst wird.

Besonderen Luxus bieten Markisen mit Elektromotor und Funkfernbedienung. Diese können auch aus einer Entfernung von ein paar Metern ausgefahren und wieder eingezogen werden. Bei starkem Regen kann die Markise so beispielsweise gleich vom Wohnzimmer gesteuert werden.

Vorsicht bei der Anbringung einer Markise ist jedoch bei Mietwohnungen geboten. Denn da es sich dabei um eine bauliche Veränderung handelt, ist dafür grundsätzlich die Zustimmung des Vermieters erforderlich. Dieser darf die Anbringung allerdings auch nicht grundlos ablehnen, denn Vermieter haben ein Recht auf die vertragsgemäße Verwendung ihrer Wohnung und dazu gehört auch der Schutz vor der Sonne am Balkon.


Schon gelesen?

Nebenkosten beim Kauf