Heizung und Energieform

11.12.2007



Hallo alle zusammen,

vor kurzem habe ich ein Fachwerkhaus erstanden das nun bald Ausgebaut und saniert werden soll. Neben vielen anderen Dingen beschäftigt mich vor allem die Frage der richtigen Energie. In den letzten 5 Jahren haben wir alle erlebt, dass alles teurer wird und nichts sicher ist. Sowohl Holz, Gas, Bioöle und alle anderen Energieträger sind mehr oder wenigeran den Ölpreis gebunden. Was also tun?

Erst mal die Gunddaten:
Das Gebäude (Bj. 1356, kein Tippfehler!) steht mitten in der Innenstadt, eine Sichtfasade, eine Fasade zu einem Graben hin, 20 mittelgroße 60er Jahre Fenster sind bisher verbaut. Erdgeschoss Ladengeschäf mit ca. 100m², 1.OG und 2.OG jeweils eine Wohnung mit ca. 110m². Der Dachstuhl ist bis jetzt leer, die zwei Dachgeschosse sollen zu einer Maisonette mit etwa 150m² ausgebaut werden. Es gibt im Gewölbekeller (Betonboden) eine Ölzentralheizung die schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, Leistung 17KW.

Es gibt keinen Lagerplatz für Holz, Pellets oder Holzschnitzel scheiden wegen der mechanischen Anfälligkeit der bisher verfügbaren Anlagen aus. Bleibt also Gas oder Öl. Beides könnte man auch aus Bioquellen bekommen. Welche Anlage soll ich aber damit füttern? BHKW, Gas Zentral mit Wärmepumpe, Öl Zentral, Gasetagenthermen ... ?

Sehr wahrscheinlich werden mir 17KW mit 4 Parteien im Haus auch nicht reichen. Hat jemand schon Erfahrungen, Tipps oder Anregungen? Würde mich über Antworten freuen.



Stimme für BHKW



Bei den Daten würde ich mir mal ein BHKW durchrechnen lassen. Mit den Förderungen für die Stromerzeugung und die Einsparungen durch Wegfall der Öko-Steuer auf das Heizöl könnte sich das gut rechnen.

Ich hatte auch schon mal mit einer Dachsanlage von Senertec geliebäugelt. Vielleicht gibt es mittlerweile auch was besseres.



Senertec



scheint mir sehr überlegenswert zu sein. Hat schon mal jemand daran gedacht, mit dem überschüssigen Strom Elektroautos aufzuladen ?

Grüße vom Niederrhein



Frage: Abwärme



Erst mal Danke für die schnellen Antworten!

Ich habe mir ein BHKW auch schon als gute Möglichkeit ausgerechnet. Was mir aber bisher niemand sagen konnte ist

1.: Was braucht so eine Anlage pro Jahr, denn sie sollte ja wohl durchlaufen um die Stromförderungen zu bekommen, oder?
2.: Wie ist das im Sommer mit der nicht verwendeten Wärme? Brauche ich einen Abwärmeausblasschacht?



Elektroauto



Zum Thema Elektroauto:

Mein Architekt benutzt ein Elektroauto im Stadtverker für kleinere Strecken und für ihn rechnet sich das mit dem Strom aus der Steckdose.
Den Strom des BHKW sollte man wegen des guten Preises, denke ich, lieber ins Netz speisen, oder?

Da ich neu bin in der Thematik und das Forum auch eben erst entdeckt habe stauen sich bei mir die Fragen. Hoffentlich bin ich nicht zu nervig.

An wen kann man sich denn bezüglich einer solchen Heizanlage wenden? Direkt an Senetec (interessante Zahlen auf de Homepage) oder lieber mit dem Heizungsbauer meiner Wahl aus der Gegend verhandeln?

Gruß,
Markus



Heizung und Energieform



Wo eine Ölheizung war ,passt zu 99 % eine Pelletheizung.Bei unserem Fabrikat Guntamatic brauchen Sie keinen Pufferspeicher,d.h.Kessel ohne Mischer ohne Rücklaufanhebung,nur ein Boiler noch für Warmwasser,ein Pelletslager als Sacksilo verstellbar für Raumhöhen von 1,80 bis 2,50 mtr. und das wars.Allerdings würde ich die KW zahl noch einmal überprüfen.Ich schätze eher bei ca. 470 m2 40 KW Leistung .Der Biocom von Guntamatic hat eine Leistung von 9 -40 KW.Pelletsverbrauch bei 40 KW ca.16 Tonnen.Eine Solaranlage ist nicht erforderlich ,zu hohe Kosten.



E-Auto und Verbrauch



Da die wenigsten Heizungsanlagenbauer mit dem Dachs Erfahrung haben dürften, würde ich mal direkt bei Senertec nachfragen.
Stromertrag müßte mit Benzinpreisen verglichen werden.
(Methode: Endwertvergleich über die Dauer des wirtschaftlichen Nutzungszeitraumes bei verschiedenen Szenarien bezüglich Preisentwicklung).
Vielleicht lassen Sie Ihren Archi dann günstig tanken.

Grüße vom Niederrhein



Fan von BHKW



Ich bin ein Fan von BHKWs. Jedoch macht der Einsatz von einem Blockheizkraftwerk nur Sinn wenn man die Wärme komplett nutzen kann. D.h. Sie müssten bei 40KW Leistung ca. 25 bis 30KW Wärme verwenden können. Im Winter ist das O.k. Was ist jedoch im Sommer? Im Sommer würde das BHKW nur wenig oder selten laufen da Sie nur Wärme für die Warmwasserbereitung benötigen. Das macht keinen Sinn, denn bei dem hohen Anschaffungspreis muss das BHKW am besten das ganze Jahr laufen (www.sunmachine.com).
Wenn Sie keine Holz-Biomasseheizung (Pellets) mögen so würde ich mal Ausschau nach einer Biomasse Heizung im Bezug auf Pflanzenöl oder Biogas halten.

Gruß T. Bucher



Einen Vorteil von Gasetagenthermen



nicht außer acht lassen. Die ganze Ablesung und Berechnung der Heiz- und Warmwasserkosten für die einzelnen Mietparteien entfällt. Damit auch ein häufiger Streitpunkt. Dafür hat man höhere Kosten für Wartung und Prüfung der X-Thermen. Die Grundgebühr kommt für den Mieter auch noch hinzu. Trotzdem empfinde ich es als angenehm dieses Ärgernis nicht zu haben.

Gruß Marko



Es wäre interessant zu wissen, ---



--- ob es auch Pellet- Etagenheizungen gibt. --- Meiner Ansicht nach, wäre das doch technisch sicherlich machbar.
- Vielleicht kann Bruno Müller hierzu Auskünfte geben. -
Gruß -- A. Milling



Heizlast



Pellets-Etagenheizung - hat dann auch jeder Mieter sein eigenes Pellets-Lager? Dafür geht auch schon mal ein Zimmer drauf. Und wie kriegt man die in den 2. Stock? Meines Wissens lohnt sich Pelletsfeuerung erst ab einer gewissen Leistung, wäre also etagenweise nicht sinnvoll.

Generell ist eine grössere Anlage billiger als viele kleine Anlagen. Aber zunächst sollte man eine Heizlastberechnung haben, eventuell auch mit Prognose des Heizbedarfs nach dem Umbau (da wird doch bestimmt gedämmt, oder ?), bevor man weitere Pläne macht, denke ich.

stt



Pelletsheizung



Wir bauen nur Pelletskessel ein.Ob es sinnvoll wäre evtl. Öfen in jede Wohnung zu stellen kann ich mir nicht so einfach vostellen.Lagerung ,Befüllung,Warmwasser,Abgase,Reinigung usw



Nochmal zu Pellets ...



Nochmal danke für die vielen Antworten.

Ich habe mich nochmal mit Pellets beschäftigt und bin jetzt nicht mehr ganz abgeneigt. Zwei Grundprobleme habe ich aber noch damit und ich würde gerne lesen was die community davon hält.

Zuerst die Förderer. Aus vielen Quellen habe ich gehört, dass die Pelletförderer öfter verklemmen oder sonst den Dienst versagen. Stimmt das? Wie ist das mit der Garantie und wer übernimmt die Haftung für eventuelle Mietminderungen und Extrakosten wenn das öfter passiert?
Als zweites der Preis. Diese Jahr ist der Preis wieder sehr interessant, letztes Jahr sah das aber anders aus. Gibt es Hinweise oder Indizien wie sich das weiterentwickelt? Gibt es bei Pellets eine Ölpreisbindung? Wieviele Anbieter gibt es (Frage Monopolpreise). Wie verhält sich der Anschaffungspreis inklusive Tank und Förderer im Vergleich zu einer Ölanlage mit gleicher Leistung?

Übrigens habt ihr mir mit euren Beiträgen schön ganz schön Bammel gemacht. So etwa: "Oh Gott, worauf habe ich mich da bloss eingelassen" :). Nein, im Ernst: es gab ja auch viele Aussagen, dass es sich wirklich lohnt. Ich habe mich nicht zuletzt in den Kasten verliebt weil er 650 Jahre Geschichte mitbringt, die sich eben auch an der Substanz niederschlagen können.

Wahrscheinlich bis sehr bald,

Markus



Pelletsheizung



Wir haben bis zum jetzigen Zeitpunkt 15 kleine sprich bis 23 KW Guntamatic Pelletskessel eingebaut.Diese Anlagen laufen den 3.Winter und wir haben bis zum heutigen Tag null Probleme damit .Bei einer 40 KW Anlage hatten wir einmal ein Problem mit der Zündung.Dies passierte an einem Samstagmorgen.Gerade 3 Tage vorher hatten wir alle Ersatzteile in das Werk geschickt.Der Endkunde hatte nur 2 Stunden einen Heizungsausfall.Unsere Kessel laufen auch im Notbetrieb weiter.Unser Kundendienst hat die Anlage mit einem Lötbrenner wieder in Betrieb gesetzt und der Kunde bekam am Diestag ein neues Zündgebläse ohne Kosten.Die Garantie beträgt bei Inbetriebnahme der Anlage durch den Werkskundendienst 2 Jahre.Bei uns in der Gegend gibt es fast in jedem Ort einen Pelletslieferanten.Es entstehen dauernd neue Werke.Zwar kann niemand die Tendenz der Preise voraus sagen ,aber so wie es aussieht wird der Preis für Pellets die nächsten Jahre konstant bleiben.Bei Pellets beträgt der Mwst.Satz nur 7% gegenüber 19 % bei Öl und Gas.Eine Pelletsanlage ist ca.40 - 50 % teurer als eine Öl -oder Gasanlage.Vielleicht erhöht sich auch nächstes Jahr die Förderung von z.Z. 1500 Euro und auch ein KFW Kredit ist günstiger wie von der Hausbank.Wir erwarten im Jahr 2008 eine grosse Nachfrage an Pellets -und Getreidekesseln.Gruss aus Bad Nauheim Bruno Müller