Parkett riecht modrig / schwarzer Rand (Bild)

02.11.2017 Lothar58



Hallo an alle,

ich hoffe das ich hier ein wenig Aufschluss über mein Problem bekomme.
Seit einiger Zeit ist unser Parkett (Eiche / nicht verklebt) an einer Zimmerecke unten schwarz angelaufen. Außerdem riecht es da muffig was sich manchmal auch im Zimmer verteilt. Ich habe schon mal genauer hingeschaut und die Leiste nach oben gemacht, konnte aber so keinen Schimmel feststellen. Nass oder feucht scheint es auch nicht sonderlich zu sein. Habe weder was gespürt. Zudem habe ich mal etwas Zeitungspapier in die Dehnungsfuge gelegt. Das war nach ein paar Wochen ebenfalls nicht nass. höchsten minimal klamm.
Ist dieser schwarze Bereich dann überhaupt von Wasser ausgelöst und / oder was ist das?
Danke erst mal soweit.
lg, Lothar





Also wenn von dort intensiver Modergeruch hervorquillt, ist das vielleicht ein Hinweis auf die mannigfaltige Vielfalt von holzzerstörenden Pilzen im Fussbodenaufbau.

Da sollten die genauen Umstände sondiert werden.





Hallo,
aus meiner Erfahrung sollte man Feuchtigkeit im Zusammenhang mit Holz nicht unterschätzen.
Ohne Angst machen zu wollen. Der Hausschwamm mag es zum Beispiel nicht Nass sondern lieber nur etwas feucht. Also auch ein "höchstens minimal klammes" Zeitungspapier kann ein Indiz für Feuchtigkeitsschäden sein. (wobie ich hier die Messmethode nicht beurteilen möchte :-)

Handelt es sich um eine Außenwand? Ist unter der Etage ein Keller? Wohin gehen die Heizungsrohre?

Gruß
Sebastian





Es ist eine Außenwand (Nordseite) und Hochpaterre. Der Fußboden wurde vor ne guten halben / 3/4 Jahr verlegt, ist also komplett neu und von uns auch Erstbezug/Benutzung.
Das Haus selbst ist aus den 50gern.
Die Heizungsrohre gehen in den Keller.

PS: Ich mach später noch mal ein Bild mit erhöhter Leiste.
Leider kann man die aufgrund des Heizkörpers nicht ganz so einfach entfernen.



Mietwohnung



oder Eigenheim?





Eigentumswohnung



Wenn Feuchte dann Ursache klären



Wenn die Befürchtung von Feuchte in der Wand oder im Boden besteht sollt dies auf jeden Fall mit richtigen Messmethoden nachgeprüft werden.
Da man entsprechende Messgeräte nicht zu Hause hat, kommt man wenn man auf Nummer sicher gehen will um einen Sachverständigen nicht drum rum.

Ich würde ja bei einer Ecke in der Außenwand auf Kondensationsfeuchte tippen.
Man kann die rel. Luftfeuchtigkeit im Raum messen und mit einem IR-Thermometer die Oberflächentemperatur an der Wand und über entsprechende Formeln den Taupunkt ausrechnen. Wenn dies der Fall ist Hilft nur ordentlich Heizen und Lüften.

Aber die Gründe können vielfältig sein (defekte Heizungsrohre, Feuchtigkeit von Außen, ...)

Gruß
Sebastian



Fußbodenaufbau



"Der Fußboden wurde vor ne guten halben / 3/4 Jahr verlegt, ist also komplett neu "
Was wurde denn genau gemacht?





Danke, Sebastian

Der alte Boden wurde entfernt und neuer Boden (Parkett Eiche) verlegt. Was da nun ganz genau drunter liegt kann ich aber nicht beurteilen. An anderer Stelle habe ich aber mal was grünes blitzen sehen. Soll sicher Trittschall sein.



Feuchtigkeit im Fußboden



Hochparterre heißt dann wohl, dass sich darunter mindestens ein Kriechkeller befindet?
Wird der belüftet?
Bestand der frühere Bodenaufbau aus Holzdielen und wurde auf diesen Boden das Parkett schwimmend verlegt?

Gibt's eine Feuchtigkeitsabdichtung im Keller oder zB nur Erdboden oder Beton darauf?

Wurden abgesehen von der Parkettverlegung weitere Änderungen vorgenommen?

Falls das Parkett nicht die Außenwände berührt vermute ich Feuchtigkeit aus dem Keller, die sich unter dem relativ diffusionsdichten Parkett staut-
Holzfeuchte an mehreren Stellen messen (dazu genügt ein billiges Meßgerät)
Luftfeuchtigkeit im Raum messen
Wand- und Bodentemperatur mit Infrarotthermometer messen-
es gibt auch welche mit integrierter Luftfeuchtemessung, die bei Taupunktunterschreitung einen Warnhinweis geben.

Andreas Teich





Ja, das Haus ist nicht unterkellert sondern dieser befindet sich ebenerdig. Hab noch mal geschaut was genau unter der Stelle ist: Da trifft ein Keller auf eine Garage. Viel gelüftet wird da glaube ich nicht, ist aber auch nicht luftdicht.
Holzdielen glaube ich nicht, weiß ich aber nicht genau. Das Parkett wurde schwimmend verlegt, ja.

"Gibt's eine Feuchtigkeitsabdichtung im Keller oder zB nur Erdboden oder Beton darauf?"
Kann ich leider nichts zu sagen, tippe aber schon. Der Keller macht nen sehr trockenen Eindruck. Mir sind auch im gesamten unteren komplex keine komischen Stellen aufgefallen die sehr feucht zu sein scheinen.

Weitere Änderungen: Ja, komplett saniert. Also auch zb Glattputz oder die Leisten.

Parkett liegt nicht an der Wand an an dieser Stelle.
Ziemlich große Dehnungsfuge, ca. fast 1 cm. Deswegen finde ich es komisch das es so aussieht das die Feuchtigkeit von der Wand in das Holz gelangt ist. Höchstens über die Fußleisten die an die Wand geklebt wurden und oben (wie links zu sehen ist) mit Silikon verschlossen wurden. Ist sicherlich Zirkulationsmäßig nicht das beste.



Bodenfeuchtigkeit



Am besten Hygrometer im Keller und Wohnraum aufstellen und als ersten Hinweis auf Feuchtigkeit zB auf Wand über der Fußleiste und den Boden eine dickere Plastikfolie ca 30/30 cm am Rand mit Klebeband befestigen und darauf achten, ob sich nach 1-2 Tagen Kondensat zeigt.

Wenn vorher dort keine Holzdielen lagen wird wohl Estrich liegen.

50 er Jahre Gebäude sind im allgemeinen bautechnisch sehr schlecht gebaut worden- funktionierende Feuchtigkeitssperren würde ich nicht erwarten.
Bei geringem Dämmwert der Außenwand kann hier Kondensat wegen Taupunktunterschreitung vorliegen.

Andreas Teich



Einfache Frage dazu..



..wie soll es denn an dieser Stelle warm werden?
Bei mir steigt die warme Luft immer nach oben.
Die kalte Luft fällt dagegen nach unten.





Man könnte die Warmluftführung an der Wand verbessern. Beispielsweise so wie es Großeschmidt empfiehlt.

http://www.temperierung.net/sites/default/files/Temperier-Effekte%20bei%20Heizkoerperheizung.pdf





Hallo an alle,
ich musste heute leider mehr oder weniger feststellen, dass das Problem sich "ausgeweitet" hat.
Im Raum daneben haben wir ebenfalls das Problem.
Als erstes habe ich nur gesehen, das die Fußleiste von der wand absteht und diese auch ne dicke Beule hatte. Die Wand ist die Trennwand zu einem anderen Haus.
Danach habe ich die Leiste mal entfernt und das gleiche entdeckt wie an dem Stück zu vor . Kann man an den Bildern gut sehen. Komisch nur , dass es irgendwann plötzlich aufhört, zu mal da ebenfalls noch das Bett stand. Auch geht der Schaden bis in die Ecke und ich denke auch noch um die Ecke rum, habe ich noch nicht geöffnet.
Die Leisten wurden auch an die Wand geklebt und oben mit Silikon verschlossen. Vielleicht ist das auch ein Problem.

Wie sollte ich weiter vorgehen? Bausachverständigen einschalten? Auf jeden Fall werde ich den Verkäufer (Baufirma) mit dem Schaden konfrontieren. Mal sehen was er dazu sagt.

PS: riecht auch wieder leicht modrig an den Stellen. Schimmel seh ich keinen. Feucht / Klamm kann es wohl ein bisschen sein, hab kein Messgerät, nur so ein Gefühl. Irgendwo her muss der Schaden ja auch rühren, auch mit der Wand / Putz.

Hier noch weitere Bilder:
www.sebastianreuschel.de/2017-11/01.jpg
www.sebastianreuschel.de/2017-11/02.jpg
www.sebastianreuschel.de/2017-11/03.jpg
www.sebastianreuschel.de/2017-11/04.jpg





noch ein Bild





Das sieht aber mehr danach aus, dass die Feuchtigkeit aus der Wand kommt.
Das Eichenparkett ist ja auch schon schwarz durch die Wasseraufnahme.

Kann da ein Wasserschaden vorliegen?





Soweit ich das beurteilen kann ist da das Treppenhaus des anderen Hauses, also eher unwahrscheinlich. Zu mal wie gesagt der Befund an der anderen Stelle gleich ist (Außenwand). Ich habe wie gesagt denn verdacht, das das Problem mit den Fußleisten zusammenhängt und sich darunter vielleicht wirklich Kondenswasser oder was auch immer feucht ist sammelt. Ist aber nur ne Laientheorie.

PS: Das Parkett ist relativ neu. Wurde neu verlegt und wir wohnen jetzt ca. ein halbes Jahr hier. Dehnungsfugen wurden aber hier und da wohl nicht eingehalten (weiteres Problem, Parkett hebt sich an bestimmten Stellen). Evtl. auch ein Grund, dass das Parkett da direkten Kontakt zur Wand bekommt. Baufusch?





Aber hinter die Randleiste kommt doch gar keine feuchte Luft.

Sind da irgendwo die Fallrohre der Dachentwässerung in der Nähe?





Sollten sie nicht. Hier mal ne Skizze wo bisher die Schäden aufgetreten sind.



Gewährleistung?



Hallo,

Vorabüberlegungen:
wer hat die Arbeiten ausgeführt, bzw. ist evt. in die Haftung zu nehmen?
Baufirma, Handwerker, Architekten usw.
Gibt es Klauseln im Kaufvertrag zu evt. Haftungsausschlüssen?

Mehr Infos bitte:
a. Können sie eine Hausansicht, bzw. eine Außenansicht vom schadhaften Bereich einstellen, auf der auch das Gelände zu sehen ist.
b. Wie ist der Wand und Deckenaufbau? Rohre unter dem Estrich oder dem Parkett verlegt?
c. Was ist das für ein Putz, bzw. Putzaufbau?
d. Auf einem Foto sieht man Abplatzungen einer Spachtelschicht, was ist das?
e. Wieviel cm Höhenunterschied liegt zwischen Oberkante Fußboden und Geländeoberkante draußen am Haus?
f. Reihenhaus oder Doppelhausbauweise mit eigener Grenzwand oder gemeinsamer Grenzwand?
g. Gibt es irgendwo eine horizontale Feuchtesperre? Wenn ja wo /Höhe? Wurde diese innen überputzt z.b. mit Gipsputz?
h. Liegen dort in der Nähe Wasser- Abwasserrohre oder Heizungsrohre? Wassernachfüllbedarf der Heizung vorhanden?

Kondensat scheint mir das nicht zu sein, eher scheint irgendwoher Feuchtigkeit in die Decke, bzw. Raumecke zu gelangen.

Gruß
Detlef



Nun ich tippe eher auf Tauwasser..



..dies weil es an diesen Stellen kalt bleibt.
Wenn darunter eine dampf-undurchlässige Schicht vorhanden ist kann die Feuchte nur über den Randbereich entweichen. Wenn dann auch noch die Boden-Wandbereiche un-beheizt sind kann Tauwasser diese Bereiche befeuchten.
Nun kommt dazu, dass Fugen-massen nicht Schimmelresistent sind. Ich weiß auch nicht für was man diese Sockelleisten damit Abdichten muss.
Mein Vorschlag ist, erst mal die Raumfeuchte und die Temperatur im Raum aber auch an der Sockelleiste genau zu messen.
Wenn Sie dann auf meiner Seite -
http://www.haus-schwamm.de/aktuelles/
beim Taupunktrechner im roten Bereich landen sollte klar sein woher Ihr Schimmelproblem stammt.
Könnte man hinter der Sockelleiste nicht eine Temperierung einbauen? Die Sockelleiste müsste halt hinten eine Öffnung für den Vorlauf der Heizung bekommen.





Hallo, das könnte passen.
An der aktuellen Leiste geht das Problem nur soweit, wie die Leiste unten Luft zum atmen hat weil der Boden etwas schief ist und somit einen Spalt zur Leiste lässt. Evtl. konnte da der Randbereich "atmen".
Die Idee mit der Temperierung ist gut, aber ich habe so ein Problem noch nie gesehen. Ich tippe wie gesagt eher, dass das Problem ist, das die Leisten zu eng und zu hermetisch mit der Wand verbunden sind und evtl. eine lockere Anbringung da schon Abhilfe schafft. Versteh wie gesagt nicht, wieso man die Leisten oben mit Silikon zu macht, aber das ist mir dann auch jetzt erst aufgefallen. Sieht halt nur gut aus ...





Ok, um das Rätselraten zu beenden werden wir wohl erst mal einen Gutachter drauf schauen lassen. Dann wissen wir mit fast 100%iger Gewissheit was los ist und für etwaige Regressansprüche wäre ein Gutachten sicher so oder so von Vorteil.



weitere Informationen



Hallo,
bitte informier uns dann auch über die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen.

Im übrigen ist das immer so eine Sache mit frisch renovierten Wohnungen. Man weiß nicht, ob schon vorher Probleme/Bauschäden vorhanden waren. Diese wurden möglicherweise nur überdeckt, aber die Gründe nicht behoben.

Gruß
Sebastian





Ja, leider.
Es ist zumindest erst mal ärgerlich, aber noch nicht der ganz große Schaden. Zum Glück relativ schnell entdeckt.
Wir haben jetzt erst mal den Verkäufer der gleichzeitig auch das Bauunternehmen war eine Frist von 14 Tagen gesetzt sich dem Problem anzunehmen. Makler sowie auch Gutachter sind sich da schon der Meinung das das unter Gewährleistung fallen muss, schließlich liegt der Fehler wohl nicht bei uns.
Der Sachverständige meinte ebenfalls, das der teilweise "wellige" Boden auch im Zusammenhang damit stehen kann (Feuchtigkeit). Deshalb sollte auch schon längst jemand bei uns gewesen sein um sich dem Problem (Dehnungsfuge vergrößern) anzunehmen. Zufall das noch niemand da war? Dann hätte man auf jedenfall den jetzigen Schaden auch gesehen.
Ist alles nicht lustig aber jetzt auch nicht mehr zu ändern. Werde berichten wenn es Neuigkeiten gibt. Danke schon mal für den tollen support hier.





Ja wenn du eine sanierte Wohnung gekauft hast, kannst du dich beim Verkäufer schadlos halten. Deswegen ist es auch wichtig ihm erstmal das Recht auf "Nachbesserung" einzuräumen.

Er muss auch die Mangelursache erforschen.





So, genau das, was Mario beschreibt wird jetzt auch getan.
Heute war jemand da, der sich den Schaden bzw. die Schäden angeschaut hat.
Die Stellen weißen tatsächlich eine sehr hohe Feuchte auf, es ist aber noch unklar wieso.
Auf jedenfall müssen sie den Boden auf machen und schauen was da drunter ist - und das bei nem nagelneuen Boden, na super.
Aber wie gesagt: Die Wand und der Boden an der Seite müssen so oder so gemacht werden + die Dehnungsfuge ist eigentlich in allen Räumen schrott bzw. muss nachgebessert werden. Ich würde mal sagen, da hat jemand mächtig gefuscht. Das bedeutet natürlich für uns auch unannahmlichkeiten und Chaos. Gibt es da irgendwelche Regelungen bzgl. Ausgleich / Schadensersatz?

Wenns Neuigkeiten gibt, dann meld ich mich wieder.Angeblich solls nächste Woche Dienstag bereits los gehen.





Oje, dass klingt ja nach einer größeren Sache.

Wenn der Unternehmer den Mangel beseitigt, ist man bei der Nachbesserung nach § 635 BGB.

Für zusätzliche Aufwendungen wie zum Beispiel Miet- oder Hotelkosten, kannst du "Schadenersatz neben der Leistung" nach § 280 Absatz 1 BGB geltend machen. Der hierfür notwendige Pflichtverstoß, dürfte schon dadurch begründet sein, dass der Unternehmer nicht gleich vertragsgemäß geleistet hat.

Da muss man jetzt warten woran es liegt, neben der fehlenden oder nicht ausreichenden Randfuge.





Danke für die Hinweise. Werde ich mal prüfen.
Ja, dass wird leider ne größere Sache. Aber nützt ja auch nichts, die Wohnung soll ja in Ordnung sein auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Und der Boden ist da sicherlich ein wichtiger Teil bei. Ich bin selber gespannt was die Ursache der Feuchtigkeit sein kann. Es ist wie gesagt jetzt mehr oder weniger in allen Räumen (teilweise halt nur schwer zu erkennen durch die festangebrachten Randleisten).
Es gibt auch ne Theorie, dass der Estrich (der angeblich nicht neu gemacht wurde) nicht ganz trocken war und daher die Feuchtigkeit kommt. Schauen wir mal.