Dachpappe oder teer an innenwand

30.03.2012



Guten Morgen liebe Fachwerker,

hab doch gesagt, dass ich Mitglied auf Lebenszeit werde.

Nach dem wir in unserem Bauernhaus Bj. 1810 die Tapete von den Wänden entfernt hatten, fing es an, furchtbar nach Teer zu stinken. Die Vorbesitzer sagte mir daraufhin, dass wegen feuchter Wände Dachpeppe an die Innenwand geklebt wurde. So etwas ähnliches habe ich schon einmal mit Bitumenanstrich gesehen. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen,sind die Sorben wirklich so saudäml...(zensiert)so etwas an die Innenwand eines Hauses zu bringen? Hab noch nicht den Putz abgeschlagen. Falls es sich wirklich nicht um Pappe sondern um Anstrich handelt, wie bekomme ich das Zeug denn runter?

Kann mir jemand helfen?????

Schubi





Hab öfter schonmal gesehen das sich "unter" dem Putz eine Teerpappe befand, eben aus den besagten Gründen.

ob es 1810 schon einen Bitumenanstrich o.ä. gab, bezweifle ich mal. Möglich das sich die Pappe im laufe der Jahre verdünnisiert hat.



Kann



doch locker von einer Renovierung stammen. Sowohl Pappe als auch Anstrich habe ich schon in vielfacher Ausführung gesehen, zum Beispiel in einer ehemaligen Tischlerei im Souterrain und auch in einer Kirche.

In so richtig nassen Gegenden wurden Horizontalsperren, Vertikalabdichtungen usw. übrigens in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts vorgeschrieben, im vereinigten Königreich zum Beispiel soweit ich weiß 1875.