Dachgeschossausbau mit Pappdocken-Dach

14.11.2010



Mein 48-Grad-Dach ist unter den Hohlpfannen mit Pappdocken eingedeckt. Im Dach sind Lüfterpfannen eingebaut, sodaß hinter den Pappdocken Luft zirkulieren kann. Ich möchte jetzt eine Zwischensparrendämmung einbauen und hierbei 6 cm Luft in Richtung Pappdocken lassen, damit eintretende Feuchtigkeit abgeführt wird. Welches Dämmmaterial verwende ich da es ja mit Feuchtigkeit in Berührung kommen kann ? Baue ich innen eine Dampfsperre oder eine diffusionsoffene Sperre ein ?





am besten mit Hanfdämmung, der ist es quasi egal obs mal was feuchter wird.
Und das ganze OHNE Dampfsperre



Hanfdämmung



Vielen Dank für die Info. Hanf wäre mir sehr sympathisch. Verstehe ich das richtig, dass dann (bewusst) die sich über den Taupunkt ergebende Feuchtigkeit nach außen diffundieren kann? Das wäre dann ähnlich, wie bei meiner Wanddämmung aus Strohlehm, der auch die Feuchtigkeit nach Außen ins Fachwerk durchlässt. Ich müsste dann natürlich auf die Hanfdämmung ein diffusionsoffenes Material nach innen aufbringen. Was könnte das sein ?



Pappdocken



stellen eine ältere Verlegeform der Dachsteine dar, bei der auf den Mörtelverstrich verzichtet wird. Ebenso wie dieser ist das Dach damit als dicht gegen Spritzwasser und Flugschnee anzusehen. Heute wird das mit der Unterspannbahn erreicht. Ein zusätzlicher Schutz gegen Feuchtigkeit ist nicht erforderlich. Bei diffusionsoffenen Dämmstoffen wie Hanf oder Holzweichfaser ist eine Dampfsperre überflüssig.
MfG
dasMaurer



Dampfsperre



Danke für die Info mit der entfallenen Dampfsperre. Also noch nicht einmal zu Innenseite hin eine diffusionsoffene Plane ?





auch zur innenseite keine Folie,

z.B. folgender Aufbau:
-Hanfdämmung
-Holzfaserplatten
-Lehmputz

fertig

Gesünder kann man nicht bauen :-)



Hanfdämmung



Vielen Dank für die Infos. Genau so werde ich es machen. Schön, dass man hier eine präzise Antwort bekommt. Dieser Dämmungsaufbau passt genau in meine Bauphilosophie. Hat mich wirklich gefeut.