hausbockalarm




so, guten tag erstmal aus der lausitz. bin neu in dem forum, fand es gut und hätte gleich mal ne frage.auf meinem hof steht seit ca. 1925 eine geklinkerte scheune,die vor einigen tagen fraßmehlspuren unter den Balken zeigte. das mehlsieht frisch aus und zerfällt bei berührung zu feinstaub. ich fand dann die beschriebenen ovalen löcher und brauch nun mal nen tipp zur bekämpfung, am besten neben der din, da ich die schon durch habe und als zu teuer empfinde. freu mich auf antwort, bleib auch vorm pc da es draußen viel zu heiß ist.





Hallo,

woher kommt die Sicherheit das es ein Hausbock Befall ist?

Grüße aus Schönebeck



Wahrscheinlich



wegen der "beschriebenen ovalen Löcher" - und das ja nicht ganz abwegig.

1. Mal in die Balken reinstechen, ob sie noch ausreichend Resttragfähigkeit haben, oder annähernd kompletto durch sind.

2. Oft beschränkt sich der Befall auf den nährstoffreichen Splintbereich, das Kernholz bleibt dabei ausreichend tragfähig stehen.

3. Dann wäre alles nicht ganz so schlimm. Muß halt abgewogen werden, was zu tun ist. Und die Normenabscheu teile ich auch in diesem Fall. Wer will schon eine teuer sanierte Restmüllkonstruktion rumstehen haben? Ein paar bockbefallene Splintholzzentimeter tun vielleicht weniger weh.

Viel Glück!

Konrad Fischer
Normenzweifler



Na, Na, Na,



Die Norm räumt ausdrücklich ein, das durchaus das Abbeilen des vermummten Holzes ausreichen kann.
Die DIN fordert auch, möglichst auf chemischen Holzschutz zu verzichten.

Wie die Zeiten sich doch ändern :-)

Grüße aus Schönebeck



Wir sind uns doch einig, Meister Struve!



Wenn alle Holzschutzsachverständige und Holzschutzbetriebe nur genauso dächten. Danke für den ergänzenden Hinweis.

Konrad Fischer
Lebenslänglicher Lehrling



nun einen dank für die antworten,



also das Holz ist noch tragfähig und weit weg von der beschriebenen "papieroberfläche",aber ich bin da lieber ein wenig zu "ängstlich" als zu lässig, wäre schade um die scheune. hab mal ein wenig in den löchern gebohrt und, jedenfalls in den proben, nix gefunden. habe auch von der theorie gelesen das sich "hausbockfresser" Zugang verschaffen und dabeu diese spuren hinterlassen.wäre ja mein wunschkonzert...und wenn doch der Bock die Scheune rockt, bin ich gegen dosiertes gift nicht, da es ja kein direkter humanoider lebensraum ist. und sicher werden nicht gleich hektoliterweise nervengifte auf in eins dieser ovalen locher gesprizt,oder? die menge macht das gift.

nochmals danke und bis später, vielleicht nach einem gewitter...

kai,