Holzfenster streichen mit Osmo, auf Leinölfirnis / Leinölkitt

13.10.2008



Hallo, ich habe vor ca 3 Wochen 2 Fenster neu verkittet, vorher den Falz mit Leinölfirnis gestrichen, und dabei auch das Holz (Rahmen) mit dem Firnis gestrichen.
Jetzt habe ich Osmo Landhausfarbe empfohlen bekommen, und möchte gern die Fenster damit streichen.
Frage:
1)Kann ich das mit Leinölfirnis vorbehandelte Holz mit Osmo überstreichen?

2)Kann ich die alten Farbreste (Acrylbasis, nicht defekt, gut angeschliffen) mit Osmo überstreichen?

3)Nutzt es, den Fensterkitt nach der Trocknungszeit nochmal mit Firnis zu streichen?

4)Der Kitt lässt sich noch eindrücken, ist jetzt 3 Wochen drin, wie fest muss er sein?

Ich weiss, das sind eine Menge Fragen auf einmal, aber ich möchte sichergehen, daß ich nicht alle 2 Jahre die Fenster neu Kitten / Streichen muß. (War bisher der Fall, allerdings habe ich damals den Kitt direkt aufs unbehandelte Holz aufgetragen... schön dumm.)

Es gibt ja einige positive Berichte zu Osmo, man hat aber natürlich immer solche speziellen Problemchen...



Also,



ich halte nicht so viel von OSMO, es gibt ja auch Naturfarbenhersteller. Mit Naturfarben können firnisgrundierte Hölzer überstrichen werden. Ob das mit Osmo geht, weiß ich nicht.

Unabhängig davon, die Farbreste müssen runter.

Der Kitt wird nicht gleich fest, aber das ist nicht so wichtig. Beim ersten Überholungsantrich würde ich ihn mit streichen.

Grüße

Thomas



Vielleicht findet sich ja noch ein ...



OSMO-Ratgeber ;-)

Sorry, aber alles was ich da schreiben würde wäre äußerst subjektiv.

Das mit den Acrylfarbresten "nicht defekt, gut angeschliffen" wird Dir Probleme bereiten.

Überleg mal, wie die Schichten aussahen, die Du runtergeputzt hast - ein paar Jahre später werden die Stellen, wo Du die Acrylfarbreste läßt, ähnlich aussehen.

Holz arbeitet immer ein wenig, es kommt zu feinsten Rissen und Wasser unterminiert die Lackstellen. Das Holz gammelt und die Farbe beginnt abzublättern.

Ölhaltige Anstriche werden auf der Acryl-Oberfläche nur gering haften und können dort nicht in die Holzfaser eindringen. Das Holz wird also unterschiedlich anfeuern und an den Acrylstellen fehlt dann der Tiefenschutz in der Holzfaser.

Deshalb ist es besser, die ganze Altfarbe abzuschleifen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Na, dann habe ich ja noch was zu tun...



Vielen Dank für die Antworten, ich dachte Osmo ist auf natürlicher Basis hergestellt.

Das die Altfarbe doch komplett runter muss habe ich mir fast gedacht... war ne kleine Hoffnung, daß jemand das Gegenteil behaupten würde...

Ich war von Osmo deshalb begeistert, weil auf der Dose steht: blättert nicht, reißt nicht, schuppt nicht ab.
Das ist nämlich genau das, was die Acrylfarbe gemacht hat.

Das nervige ist ja, daß ich die Stellen, die Regen und Sonne besonders abbekommen, fast alle 2 - 3 Jahre erneuern muss.
Deshalb suche ich eine Alternativ-Farbe, die länger hält.
Kunststoffenster sind ja nun gar keine Alternative...

Ich werde wohl noch mal ein paar Infos sammeln müssen.

Nochmals Danke für die raschen Antworten
Tschau und schönen Abend sagt Susanne



Die nervige Sonnenwetterseite...



Hallo Susanne,

Du schreibst "Das nervige ist ja, daß ich die Stellen, die Regen und Sonne besonders abbekommen, fast alle 2 - 3 Jahre erneuern muss. Deshalb suche ich eine Alternativ-Farbe, die länger hält."

Bei einer extremen Bewitterung und Sonneneinstrahlung wirst Du kaum eine Farbe finden, die Dir einen langjährigen Zeitraum garantiert. Wenn lange Zeiten versprochen werden, dann geht das meist auf geschlossenen Film hinaus und darunter modert dann das Holz. Sieht länger schön aus - aber es rächt sich später um so mehr.

Der entscheidende Vorteil bei den Naturfarben ist, dass die Naturharze wesentlich feiner sind als die Kunstarze und das Öl einen Tiefenschutz bringt. Die Farbe blättert nicht ab - sie wittert (staubt) eher ab und sie lässt sich problemlos ohne Anschliff überstreichen.

So ist die Nachpflege - und die wird immer nötig sein - wesentlich einfacher.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de