Osb Stärken zwei lagig, Osb 3 oder 4?

02.07.2017 Wwo82



Hallo...
Habe schon die Suche bemüht aber leider nichts passendes gefunden:

Altbau ist komplett renoviert, fehlt nur noch der Fußbodenaufbau im Dachgeschoss welcher dann als Wohnraum genutzt wird.
Geplanter Aufbau von oben nach unten wie folgt:

Teppichboden
Osb schwimmend
Entkopplung in Form von Gummigranulat (damtec system oder ähnliches)
Osb verschraubt
Gummistreifen
Holzbalken (Abstand im Mittel 50cm)

Meine Frage wäre in welcher Stärke die beiden Osb Platten zu wählen sind? Raumhöhe ist auch begrenzt macht dann Osb 4 mehr Sinn wenn "nur" 10 Prozent teurer? Reicht die untere Osb Platte in dünner Stärke um die flächenlast auf die Balken zu verteilen?

Bitte keine Änderungsvorschläge, Verbesserungsvorschläge sind allerdings sehr erwünscht.

Danke, Gruß aus dem Westerwald!



Hmmm



Ihr letzter Satz wird die Kompetenz von antwortschreibenden Fachleute verringern, wenn nicht sogar ganz verweigern!

Ich finde jedenfalls ihren Aufbau kritisch und dazu ist er noch dampfdicht!!
Vieles kann man so leider nicht zu einer lösungsempfehlenden Antwort bringen, da weitere Informationen dazu notwendig wären!





Ok das sehe ich natürlich ein...
Ich ging eben davon aus das der Aufbau nicht grundlegend falsch ist sondern so gemacht werden kann.
Hatte mich ja schon mit einem Fachmann unterhalten...daher mein Standpunkt...

Was ist Ihrer Meinung nach falsch an diesem Aufbau?
Oder was würden Sie verändern ?

Danke



Deckenaufbau



In der Decke sollte eine schwere Füllung (Lehmschüttung, Liapor, Sand/Gehwegplatten bzw. Rechteckpflaster...) auf einem Einschub samt Rieselschutz vorhanden sein.
Darauf OSB 2, dann Trockenestrichplatten mit integriertem Trittschallschutz (z.B. von Fermacell), darauf Belag.
Nebenübertragungswege (Streichbalken, Türen, Kabelschächte, Installationen...) beachten!



Hmmm



Also zwischen den Balken ist die alte Schüttung bzw. Steine noch vorhanden und der Luftschall wird schon ohne Bodenaufbau perfekt nach unten gedämmt.
Fachgerecht getestet mit "Schreitest" :-)

Es geht nur noch darum den Körperschall bzw Trittschall in die unteren Räume stark einzuschränken.

Also es geht natürlich auch mit OSB2 und Fermacell usw.
Oder mit Rockwool Floorrock und Spanplatten
Oder mit jjrkjkflssrrlefj.......
Oder
Oder
Oder
Die Liste läßt sich endlos fortsetzen wenn man das Internet, Fachfirmen, Bauaustellungen usw. befragt?

Aber:
OSB, Entkopplung, OSB, Bodenbelag funktioniert sonst gäbe es ja auch nicht entsprechende Videos bei Youtube von Fachfirmen.

Mir wäre sehr geholfen mit einer konstruktiven Antwort zu diesem Aufbau.
Genauer gesagt habe ich nicht verstanden warum der am anfang beschriebene Aufbau dampfdicht ist.
Als Entkopplung wird natürlich Dampfdiffusionsoffenes Material verwendet. (Wenn Damtec dampfdicht sein sollte verwende ich einfache Gummigranulatmatten oder Floorrock)

Freue mich auf hilfreiche Anteilnahme!
Gruß Jung



Balkendecke



Wenn Sie von Ihrer Variante überzeugt sind warum fragen Sie dann noch?





Weil ich mir bzgl der Osb stärken nicht im Klaren bin...
Genügen bei diesem Aufbau zwei dünnere Platten damit die gesamtstärke stimmt oder benötigt man doch zwei dickere Platten?



Man kann auch...



...schwimmend mit einem Rauspund arbeiten.
Auf Filz gelegt und die Montage Leiste in den Feldebenen angeordnet.



Hmmm



Danke für Eure Antworten!
Grüße aus dem Westerwald.

Ps: Verstehe leider immer noch nicht warum OSB, Entkopplung, OSB dampfdicht sein soll???



Dampfsperre



So weit ich weiß ist Gummigranulat aus Autoreifen oder ähnlichem zusammengebacken. Das sollte also weitgehend dicht sein. Es wird als Recyclingprodukt beschrieben. Wikipedia meint dazu: "Gummigranulate sind Granulate aus Kunstkautschuk, z.B. geschredderten Altreifen oder EPDM ..."

Das Datenblatt nennt die Anwendung auch für innen und auch der Wert für die Trittschalldämmung ist vergleichbar mit entsprechenden HWF oder Mineralwolle Platten. Ich würde es nicht nehmen aber ich habe auch kein Sandwich mit OSB Platten, die ja auch als Dampfsperre verwendet werden können.



Hamm



Ja könnte man denken....aber ich habe gestern mit dem Vertreter von damtec gesprochen und dieser hat mir versichert das die Matten absolut dampfoffen sind.
Besser gesagt sind diese Matten wohl mit denen im Baumarkt für z.b. Waschmaschinen vergleichbar...
Das Gummi selbst ist natürlich zu 100% wasserdicht, aber die gummigranulate bilden keine komplett geschlossene Struktur sodass auch flüssiges Wasser ungehindert durchlaufen könnte.
Also dampfoffener geht nicht.

Zu den Osb Platten habe ich mir auch schon Gedanken gemacht wegen dampfbremsfunktion, aber ich sage mir einfach das es auch mit Osb funktioniert eben weil Osb so viel Verwendung findet.
So viele Firmen können da nicht falsch liegen...

Denke ich werde die Osb stärken doch etwas stabiler wählen. Dann ist man auf der sicheren Seite.
Oben wie unten 22er sollten reichen für normalen Wohnraum.

Grüße!



Viel Glück...



...wenn es halt so viele Firmen nehmen und man damit eine Anwendungsbestätigung für sich definiert.

Wieso nehmen die Bauschäden so dramatisch zu, wenn angeblich alle Firmen alles richtig machen und Materialien ohne großes Murren stetig und fast überall einsetzen?

OSB ist zwar ein optisch gutes Material, aber hat eben auch seine Tücken.
Es ist als fast dampfdicht deklariert.



Augen zu und durch!



Wird schon klappen. Ich nehm die Matten auch wenn ich unterm Auto schraube, schön warm und gemütlich, bin sogar mal drunter eingeschlafen...



Spaß beiseite



Ich sehe fast täglich Fälle, wo Osb falsch eingesetzt wird!



Ok



Das sind alles gute Einwände...
Wie schon gesagt bin ich natürlich nicht auf Osb fixiert...
Die untere Lage könnte ich mit rauspund ersetzen...
Was für dampfoffene Materialien könnte ich für den oberen Belag verwenden....
Drauf kommt Teppich oder teppichfliesen beides lose verlegt, evtl mit Doppelseitigem Klebeband.



Diffusion



"diffusionsoffen", "damit die Wand atmen kann"...
Langsam wird das zur Manie und zum Glaubensbekenntnis bei einigen Leuten.
Zwischen zwei Wohngeschossen spielt die Diffusionsfähigkeit von Deckenbauteilen keine Rolle.



Danke



Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare...
Die Diskussion hat mich weitergebracht...

Grüße aus dem Westerwald!



Deckenaufbau



Wie schon bemerkt wurde spielt Diffusionsoffenheit zwischen zwei Wohngeschossen keine Rolle, da kein Temperaturgefälle mit möglicher Kondensation besteht.

Wenn es nur auf Trittschalldämmung ankommt und Masse genug vorhanden ist, genügt es, Kokosfaserstreifen auf die Balken zu legen und
entweder darauf schwimmend in den Fugen verleimte OSB-Platten zu verlegen-
oder Begleitlatten neben die Balken legen und die Holzdielen mit diesen verschrauben.
Die Dielen liegen dann nur auf den Kokosfaserstreifen auf.
Dies ergibt dann die geringste Aufbauhöhe.

Wenn die größere Aufbauhöhe nicht stört können natürlich auch zB 4/6 cm Latten auf die Kokosfaserstreifen (auf den Balken) gelegt werden.

Andere Möglichkeit:

Auf die Deckenbalken Bretter schrauben (egal was- nur tragfähig genug und eben- auch mit kleinen Lücken dazwischen möglich),
darauf Holzweichfaserplatten und darauf zB Creaton-Trockenestrichplatten oder Fermacell-Trockenestrichplatten oä. (die können auch mit versetzt verklebten,verschraubten einzelnen Fermacellplatten hergestellt werden).

Bodenbelag dann beliebig

Andreas Teich



Ok



Vielen Dank....
Die Antwort bringt mich auch weiter....