OSB mit Trittschalldämmplatten, Problem

16.04.2021 Steffeng306


Hallo,
ich habe nun schon einiges gelesen über den möglichen Aufbau eines Trockenestrichs auf Holzdecke, aber woher mein Problem stammt und wie ich es beheben kann bleibt mir verborgen.
Ich habe eine Holzbalkendecke die mit OSB Platten belegt (genagelt) ist.
Darauf liegen ca. 40mm Styropor und darauf dann 23mm OSB mit Nut und Feder (sehr große Platten).
Läuft man darüber, dann knarzt es. Das hört man sogar in der Etage darunter.
Das Knarzen wird definitiv von dem Styropor verursacht. Nur, warum?
Meine Idee: Das Styropor drückt sich beim Betreten zusammen und versucht sich auszudehnen, dadurch reibt es an den OSB Platten. Kann das sein?
Wenn ja, was tun? Eine Folie dazwischenlegen? Verkleben? (Dann wäre es ja aber kein schwimmender Estrich mehr).
Ich verstehe es nicht und verzweifle langsam wie ich dieses nervige geknarze beseitigen kann.
Ich bin durchaus bereit den schwimmenden Estrich neu aufzubauen, wenn mir jemand eine glaubwürdige Lösung präsentiert.
Meine Idee war Isover Acoustic Steinwolledämmplatten statt Styropor zu nehmen. Aber warum ausgerechnet bei mir das Styropor so einen "Lärm" macht, ist mir schleiferhaft.

Ich hoffe auf ein wenig Input dazu.

Vielen Dank.



OSB Geräusche



quietscht es oder knarzt es? Zwischen welchen Geschossen befindet sich dieser Fußbodenaufbau und was ist als Endbelag geplant?
Ich habe die genagelten OSB in Verdacht.



Knarzen ..



.. kann beides , quietschen auch ;-(

Vorschlag :
OSB hochnehmen, Styro weg ,
Holzweichfaser mit Fugenlatten verlegen
Fußboden draufschrauben , besser Dielen oä.
dann hat die Seele ruh ...



Ergänzung



Ich habe es vorhin mal ausprobiert an einer Stelle an den vorhandenen schwimmenden Estrich herausgenommen habe (weil Heizkörperrohre verlegt werden müssen).
Trete ich dort auf die genagelten OSB Patten gibt es eher knackende Geräusche. Die hört man unten auch (Wohnzimmer im EG).
Das Geräusch vom Styropor würde ich eher als Knistern bezeichnen. Vielleicht ist es das gar nicht was man unten hört, sondern nur das Knacken der genagelten Platten... hmmm....
Im EG ist das Wohnzimmer, im OG unter anderem das Schlafzimmer.
Als Bodenbelag soll im Schlafzimmer Vinyl drauf.
Ziel soll sein, dass man zum einen nicht jedes Wort im OG hört, zum anderen im EG nicht jeden Schritt von oben hört (Trittschall ist nicht das Problem, es geht um das geknarze und geknacke.

Ich spiele mit dem Gedanken die OSB Platten auf der Holzbalkendecke zusätzlich zu verschrauben.
Dann Steinwolletrittschalldämmplatten drauf, dann wieder OSB.
Habe nur keine Lust die Zeit und das Geld zu investieren um hinterher kein besseres Ergebnis zu haben.



Geräusche



Knarzen und/oder Knacken kommt meistens davon dass die Bodendielen, in deinem Fall die OSB-Platten nicht mehr richtig fest aufgenagelt sind, weil sic die Nägel im Laufe der Ziet aus dem Holz ziehen und/oder das Holz nachträglich geschrumpft ist. Das Quietschen oder Knistern kommt eher vom Styropor, das am Untergrund oder der Unterseite des Belags reibt.
Deine Idee, die untere Lage OSB-Platten zusätzlich auf den Deckenbalken zu verschrauben ist genau die Lösung. Im Gegensatz zu Nägel ziehen sich die Schrauben nicht aus dem Holz.

Aber je nachdem wie schwer/massiv die Decke insgesamt ist, wirst du Laufgeräusche wahrscheinlich trotzdem im EG noch hören. Denn Trittschall (=Körperschall) kann man nur mit Masse unterdrücken (Näheres bitte selbst googeln).
Alte Holzbalkendecken, evtl. auch noch mit Strohlehmausfachungen sind aber von Natur aus relativ leicht. Deshalb zur Körperschallminimierung schlecht geeignet.
Etwas reduzieren lässt es sich durch die Trittschalldämmplatten, aber nicht garantiert ausschließen.
Dazu müsstest du mehr Masse (= Gewicht) auf die Decke bringen. Was wiederum ein statisches Problem werden könnte.
Auf jeden Fall darfst du die zweite Lage OSB-Platten, auf der Trittschalldämmung nur frei schwimmend verlegen. Auf keinen Fall mit dem Untergrund verschrauben und an den Wänden anstoßen. Sonst hast du wieder eine Schallbrücke gebaut.