OSB auf Holzbalkendecke




Hallo,
Meine Balken liegen im Abstand von 60 cm.Ich habe vor an jedem Balken rechts und links Latten anzuschrauben um eine gerade Oberfläche zu bekommen. Würden da normale Dachlatten reichen? Und wie verlegt man am besten die OSB Platten um durchhängen und knarren zu vermeiden? Ich dachte schwimmend Verlegen oder vielleicht an die Dachlatten anschrauben?
Der bisherige Dielenboden von 1935 kommt raus da er knarrt und die Dielen nur 2 cm stark sind.



Es gibt schnellere Varianten



Ich würde ihnen hier die Produktvarianten von der Fa. Hufer Holztechnik empfehlen wollen.
Ein viel schnelleres arbeiten und dazu noch ein wenig soziales Arrangement.

http://daemmraum.de/produkte/bauteile/balkenlage.html

...und nachher einfach nur einen Rauhspund



Wie hoch



ist denn der Höhenausgleich?
Oft reichen Dielen die einseitig angelascht werden, aus um den Höhenausgleich zu Schaffen.

Dann können entweder OSB oder vorzugweise Rauhspundbretter verlegt werden.



Höhe



Was spricht gegen OSB? Die Höhe weiß ich noch nicht,da die Dielen noch drin sind.
Man könnte ja auch Trocken Schüttung machen zwischen die. Balken und dann Trockenestrichplatten drauf. Meine Frage ist welche Lösung am besten Schwingungen verhindert.



Erfahrungen?



Bitte ich bin 25 und würde sehr gern eine Antwort bekommen von jemanden, der vor dem selben Problem stand und gute Erfahrungen gesammelt hat.
Ich möchte nur eine Lösung, die das Knarren minimiert und keine Gläser im Schrank wackeln, wenn man nur durch den Raum läuft.



Deckensanierung



So einfach ist es eben nicht.
Wie Ihre Decke genau aussieht weiß keiner, deshalb sind nur allgemeine Lösungsvorschläge wie:
das Anschrauben von Bohlen oder Brettern an die Balkenflanken,
eine Schüttung und Trockenestrich,
15 mm ESB auf die Dielung schrauben,
alte Dielen raus neue rein,
Dielen nachschrauben usw. möglich.
Ob und wie eine der Lösungen funktioniert hängt eben von den speziellen Bedingungen vor Ort ab.
Da Sie nicht wissen können was für Informationen wichtig sind hier ein Fragekatalog:
"Meine Balken..." gehört Ihnen das Haus, sind Sie Eigentümer?
Balkenabstand ist 60 cm, gut. Wie ist die Spannweite, die Höhe und die Breite der Balken?
Ist das die Decke zum Dachgeschoss?
Was liegt auf dem Deckeneinschub, also unter der Dielung?
Gibt es noch Platz nach oben (Zwangspunkte sind die Türen)
Wie soll der Raum genutzt werden?



Fußbodensanierung



Ja ich bin der Eigentümer von dem Haus.
Der Raum soll eine Küche werden, darunter ist auch eine Küche, darüber Dachgeschoss.
Die Dielen sind nur 2 cm stark und das soll am besten auch so bleiben, also nicht höher kommen.
Die Balken liegen vorne und hinten auf der Mauer auf und sind 3,60 lang. Im Einschub ist vermutluich Dreck(Glas, vielleicht auch Schlacke).Zwischen den Dielen im Dachgeschoss ist Zeitungspapier reingelegt worden. Ich wollte den Boden noch nicht öffnen, da ich noch nicht sicher bin, ob nachschrauben der Dielen schon reichen könnte um das knarren zu beseitigen.



Fußbodenaufbau



Wenn es Küche werden soll, welcher Belag soll rein?
Vynyl, Kautschuk, Linoleum?
Wenn Sie sich nicht sicher sind ob nachschrauben hilft- dann machen Sie es. You consider the blancmange by eating.
Also die Balken sind 3,60 m lang. Fehlt noch Breite und Höhe.



Fußbodensanierung



Es soll ein Vynylboden rein. Die Balken sind 12cm breit und 10 cm hoch.



Deckensanierung



Mit der Balkendimensionierung stimmt etwas nicht. 12/10 würde kein Mensch so verbauen. Auch bei 10/12 wäre die Decke unterdimensioniert.
Die üblichen Dimensionen bei der Spannweite und dem Abstand wären 8/18 oder 10/18 cm. Bei 12 Zentimeter Breite wäre ein Balken mindestens 20 Zentimeter hoch und völlig überdimensioniert. Messen Sie noch mal nach.
Wenn! die zum Zeitpunkt der Errichtung geltenden Regeln der Technik eingehalten wurden ist die Decke ausreichend dimensioniert. Wenn die Schüttung drinbleibt sollten sich die Schwingungen im normalen Rahmen bewegen. Sie reduzieren sich noch wenn die Decke Auflast (Küchenmöbel) erhält.

Wenn die Decke einigermaßen eben liegt:
- Dielung nachschrauben
- 15 mm ESB oder OSB flächig aufschrauben (bis in die Balken)
- Vinylboden.

Wenn die Balkenoberfläche sehr uneben ist:
- Dielung ausbauen,
- beidseitig Dachlatten ausnivellieren (25 mm unter Oberkante Balken)und an die Balkenflanken schrauben,
- 25 mm OSB quer zur Faser oder ESB zuschneiden und einbauen,
Vertiefungen auf den Balkenoberseiten bei Bedarf ausspachteln,
- 15 mm OSB, Trittschallmatte, Vinyl
oder
- Trockenestrich mit integriertem Trittschallschutz, Vinyl.

Das sind nur Vorschläge die auf den wenigen Angaben Ihrerseits basieren. Eine fundierte Entscheidung über die Verfahrensweise kann man nur vor Ort treffen.



Danke



OK das hilft mir schon mal. Kann ich da die Schüttung knapp über die Balken bringen und somit ist kein Anschuhen mehr notwendig,da ja dann eine ebene Oberfläche entsteht? Die Dielung werde ich wohl doch entfernen schon um mal nach den Balkenköpfen in der Außenwand zu schauen



Deckensanierung



Die Einschübe dürfen nicht belastet werden. Von Schüttung habe ich in meinem letzten Beitrag übrigens nicht geschrieben.
Außerdem wollen Sie keinen Höhenzuwachs ("Die Dielen sind nur 2 cm stark und das soll am besten auch so bleiben, also nicht höher kommen.")
Die minimale Schütthöhe über der abgesenkten Variante beträgt 15-20 mm, dazu kommt noch der Trockenestrich mit ca. 25 mm. Da können die Dielen auch drinbleiben.
Den Zustand eines Balkenkopfes kann man mit ein oder zwei Bohrungen überprüfen.



Bohrung



OK danke ich werde ihren Vorschlag mit Dachlatten umsetzen. Welchen Spachtel nehme ich für Vertiefungen?und wie Bohren in den Balkenkopf?Also bestimmt schräg von oben und wenn DS Loch nicht ausfranzt ist alles in Ordnung oder?Sorry ich möchte das in allen Zimmern oben machen und so wenig Ärger wie möglich haben die nächsten Jahrzehnte deswegen viele Fragen...



Deckensanierung



Für Dielung gibt es spezielle bewehrte Spachtelmassen.
Zum Bohren lange, möglichst dünne Bohrer nehmen und schräg von oben bohren. Das Bohrgut (Farbe, Geruch) sagt etwas über den Zustand des Balkenkopfes aus.
Warum sind Sie so versessen darauf die Dielung auszubauen?



Holzboden



Jeder der vorgesehenen Aufbauten kommt höher als ein direkt verschraubter Dielenboden.
Breite Dielen können ggf von oben verschraubt und anschließend ausgewachst werden-das hält am besten und ist nachschraubbar.
Bei entsprechender Befestigung, Untergrundebenheit und Holzqualität/- Feuchte knarrt nichts.

Eiche, Esche oä ist auch für Küchenböden stabil genug-
im Normalfall tuts auch Kiefer oder Lärche.

Höhenausgleich soweit wie notwendig vornehmen, um die Dielen verschrauben zu können.

Verspachteln der alten Dielen, Kunststoffboden verkleben etc ist schadensträchtig- Dielen Verlegen sieht viel schöner aus, hat keine Ausdünstungen, ist leichter reparierbar
Ich habe vor Jahren auch im vermieteten Haus auf mehreren hundert qm Dielen verlegt- ohne Probleme.

Andreas Teich



Fußbodensanierung



Ich möchte die Dielen raus haben, da ich glaube das Schwingen kommt davon, dass die Dielem zu einmal dünn sind und die Fugen weisen auch Spalte auf. Sie ist von 1935 und ist außerdem mit rotbrauner Farbe lackiert.
Ein weiterer Grund wäre die leicht zu verlegenden Elektrokabek im Boden.



Fußbodenaufbau



"...da ich glaube..."
Das können Sie in der Kirche machen aber nicht darauf ein Sanierungskonzept aufbauen.
Das mit den Kabeln kann, sollte und muß man anders lösen.
Nochmal: Mit einer Aufdoppplung sind die Probleme wie alte Farbe, Dielenritzen, Schwingungen, Knarren die Sie haben alle vom Tisch.
Sie können natürlich die Dielen ausbauen, die Balkenoberseiten entnageln, bei Bedarf mit passend geschnittenen Federn einen Höhenausgleich schaffen und dann als neuen Träger 25 mm OSB aufbringen.
Das ist dann aber mehr Arbeit; die Betonung liegt auf mehr.

Zuletzt noch ein paar Bemerkungen zu Ihrem ursprünglichen Vorhaben:
Dachlatten als Höhenausgleich zu setzen funktioniert nicht, es gibt zuwenig Platz um die Latten zweireihig an die Balken zu schrauben. Schwimmend Verlegen geht nur auf einer Schüttung und die braucht eine feste, einermaßen ebene Fläche (Dielung, OSB...). Die andere Variante wäre Dielung bzw. OSB und darauf Trockenestrichelemente mit integrierter Trittschalldämmung. Der Schüttung bzw. dem Trockenestrich ist es dabei egal welche Farbe die Dielung darunter hat.
Haben Sie inzwischen mal ein paar Dielen nachgeschraubt um zu sehen wie sich das Knarren und das Schwingen danach verhält?
Was ist mit der Balkenhöhe? Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter, hier geht es um die Tragfähigkeit der Decke!



Danke



für die Lösungsvorschläge.
Nein ich muss erst Vollgewindeschrauben besorgen um nachzuschrauben.
Ich dachte nur, dass Trockenschüttung die Last verteielt und kein Ausgleich mehr nötig ist wenn man die Dielen entfernen würde aber dem ist wohl nicht so.
Ich werde ersteinmal versuchen nachzuschrauben und wenn das nix hilft Dielen raus und OSB rein.
Nur zum Anschuhen von Dachlatten wäre doch schon Platz links und rechts am Balken. Ich verstehe nicht warum es zu eng sein sollte.



Bodenbelag



Vollgewindeschrauben nur verwenden wenn vorgebohrt wird- ansonsten Teilgewindeschrauben nehmen.
Beim Verschrauben auf das jeweilige Brett stellen um es herunter zu drücken.

Wenn nur sehr geringer Höhenausgleich notwendig ist können dickere Dachlatten verwendet werden, jeweils abwechselnd unten und oben verschrauben.
Die normalen 24/48 mm Latten sind zu klein und bieten auch nicht genug Schraubmöglichkeit für den Belag.
Bei der seitlichen Verschraubung sollte immer vorgebohrt werden

Andreas Teich



Fußbodenaufbau


Fußbodenaufbau

Das sich so eine läppische Sache so ausweiten kann...
Ich versuchs mal zu erklären:
Denken Sie sich eine Dachlatte 60/40. Vergessen Sie irgendwelche dünne Leistchen, die gehen schon gar nicht. Denken Sie sich auch das Sie in einer Odyssee durch die Baumärkte nach dem Durchsuchen vieler Lattenstapel mit Glück ein paar gerade Latten finden werden.
Die 60 mm lange Seite soll an die Balkenflanke (das ist die senkrechte Seite) angeschraubt werden um die Balkenoberfläche zu nivellieren (ob das überhaupt erforderlich ist nehmen wir mal an). Sagen wir an einer Stelle muß die Latte 15 mm überstehen um eine Senke zu nivellieren.
Bleiben noch 45 mm zum Anschrauben. Die Schrauben sollten mindestens 20, besser 30 mm Platz zum Rand haben damit das Holz nicht gespalten wird. Da haben Sie schon das Problem wie zwei Reihe Schrauben setzen zu können. Die müssen das Holz der Latten möglichst fest auf die Balkenflanken pressen. Die sind aber nicht gerade eben, oft fehl- oder rundkantig da für solche Balken nicht die besten Sortierklassen verwendet wurden. Das heißt: Eine obere Reihe Schrauben passt nicht, höchstens schräg in den Balken. Bei nur einer Schraubebene (und mehr kriegen Sie nicht rein) wackelt und kippelt die Latte da die Schrauben sich verbiegen können was mit einer zweiten Schraubebene nicht passiert, falls der Abstand groß genug ist. Sie haben aber nur max.20 mm. Das ist nichts.
Da wird also die untere Reihe auf Druck und die obere auf Zug belastet und nicht auf Biegung. Wie machen das die anderen normalerweise: Die nehmen keine Dachlatten sondern breitere Bohlen. Die verstärken, ein ordentliches Schraubenbild vorausgesetzt, auch gleich die Tragfähigkeit der Deckenbalken.
Schrauben Sie erst einmal nach, dann melden Sie sich wieder ehe hier weiter fröhlich fabuliert wird.
Sie brauchen weder Dachlatten noch Bohlen.



jetzt reichts :-)



also wenn der alte Boden drin bleiben soll, kann man ihn mit Teilgewindeschrauben an der Balkenlage in Form bringen,
somit entstehen unter Umständen zwar Unebenheiten aber sei's drum. So abgeschraubt, kann man mit Vollgewindeschrauben nach schrauben und mit Spachtelmasse ausgleichen.

Ein seitliches auflaschen funktioniert nur dann, wenn die Auflaschung grössere Dimensionen hat als eine Dachlatte mit 30/48 oder ein 4/6 Rahmen hat. Hierfür werden minimum 40/120 oder mehr, je nach Höhenausgleich benötigt.

Alles andere macht keinen Sinn! Wenn eine Maßnahme gemacht werden soll dann richtig und nicht halblebig.

wie sagte Herr Diepken so schön, ich zitiere

Wir sind in einer Situation, wo wir zum Bau einer Villa länger brauchen als im Mittelalter für den Bau einer Ritterburg. Zitat: Eberhard Diepken