Okal Haus: Asbestbelastung?

10.04.2008



Wir haben uns gestern ein Okal-Haus (Baujahr 1977) angeschaut, das uns gut gefällt und würden es eventuell kaufen. Im Archiv von Fachwerk.de habe ich aber nun gelesen, dass Okal-Häuser bis 1977 nach dem Prinzip "diffusionsoffene Wand mit hinterbelüftetem Regenschutz (Asbestplatte)" gebaut wurden. Wie kann ich nun erfahren, ob dieses Haus noch nach diesem Prinzip errichtet wurde?





Hallo Herr Jacob,

wenn man Haus-Typ und Erstellungsdatum herausbekommt sollte man bei Okal eigentlich in etwa eine Auskunft bekommen. Möglicherweise ist es ja ein Haustyp, der mit neuem Material usw. eine neue Nummer bekommen hat.

Trotzdem würde ich mal untersuchen/messen lassen ob es Belastungen gibt. Nur was man selbst überprüft hat ...
Ohne etwas böses zu unterstellen: Wer weis schon, ob auch bei neuer Konstruktion alte Materialien weiter benutzt wurden bis diese aufgebraucht waren? Da denke ich gerade an den Holzschutz.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Hallo Herr Kornmayer,
danke für den Tipp! Habe zwischenzeitlich erfahren, dass Okal noch "bis in die 80er Jahre hinein" Asbestplatten verwendet hat. Wer nimmt eigentlich Schadstoffmessungen vor und was kostet das?





Hallo Herr Jacob,

wo steht denn das Haus? Kann ja mal in meiner Liste nachsehen ob ich jemanden in Ihrer Nähe finde.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Asbestplatten sind um 1980 stark gebundener Asbest und deswegen erst ein Problem bei der Bearbeiteung (Sägen, Bohren, Schleifen, reinigen etc.). Also nicht das Kardinalproblem.
Ich würde mich vielmehr auf
- Lindan
- Formaldehyd
- PCP und Metaboliten
konzentrieren.
Chloranisole riecht man sogar (muffig). 1977 war die Hochzeit der Schdstoffverarbeitung, weil 1976 und 77 in der BRD(alt) die Jahre mit der höchsten Wohnungsproduktion waren.
Ein solches Haus heute zu verkaufen und in den Kaufvertrag zu schreiben "Schäden sind dem Verkäufer nicht bekannt" halte ich angesichts der heute verfügbaren Informationen für glatten Schwindel.
Mein Rat: Finger weg ! Solche Häuser sind ein Fall für die Entsorgung in der Hochtemperaturverbrennung.

Grüße vom Niederrhein