OKAL 1975, kaufen oder nicht ?

17.08.2006



17.08.06 - Hallo, bin durch eine Empfehlung auf diese Adresse aufmerksam gemacht worden. Wir wollen uns evtl. ein OKAL-Haus von 1975 kaufen (ersteigern), können aber (noch) nicht ins Objekt. Durch Recherchen bin ich hierher gekommen und habe leider noch nicht viel Gutes über OKAL (erst ab 1983 Formaldehydfrei)gelesen (aber warum sollten sich auch "nicht OKAL-Geschädigte" hier zu Wort melden? Oder gibt es die gar nicht?
Habe von Modergeruch über Formaldehyd und Lindandämpfen gelesen und es macht mich nun doch sehr unsicher.
Kann mir jemand weiterhelfen oder Tips geben, z.B. eine Adresse in Niedersachsen von Leuten die die Luft analysieren können?
Vielen Dank im voraus
F. Frehe



Lieber nochmal überdenken



Da gab es hier schon mal Meinungen, ich unterstelle einfach dass Okal nicht viel anders funktioniert als Streif-Neckermann (weiß ich allerdings nicht genau, kenne nur letztere - leider... )
hier z.B: ein Forenbeitrag:

Forumeintrag-Eintrag

---Forenreferenz-----------
Wärmedämmung und Haltbarkeit Streif-Fertighaus 1980 -
Hallo! Ich bin interessiert an einem Streif-Fertighaus aus dem Jahre 1980 mit 14,7cm Wandstärke.EG 100qm, OG 85qm, vollunterkellert. Kann mir jemand sagen, ob diese Wände damals schon einigermaßen gut waren und ob solch ein Haus noch eine Weile hält? Kann man nachträglich eine Wärmedämmung von außen auftragen? mehr ...
----------------------------------




- dem ich nichts hinzuzufügen hätte!
Gruß aus Mainz



Bevor das Kind in den Brunnen fällt,



lieber vorher informieren,

bei der "Schutzgemeinschaft streitbarer Fertighausbauherren e.V."

Ein neues Haus bekommen Sie vom Zimmerermeister.

Beste Grüße.



Nicht ohne



baubiologische Untersuchung. Auch ich gehe davon aus, dass es keinen großen Unterschied zwischen den verschiedenen Herstellern dieser Zeit gibt. Ich möchte auf eine Pressemittelung des VDB (Berufsverband deutscher Baubiologen, Internetseite www.baubiologie.net unter Pressemitteilungen) zu diesem Thema hinweisen.





Ich wollt zwar kein Fertighaus, aber das ist ja Ansichtssache.

Die Nachbarn von gegenüber haben eins von Okal (wie ein andrer Nachbar immer hervorhebt) und die wohnen da schon seit glaub ich 30 Jahren.

Und die leben "noch" ;o), sind Rentner und beide sehr alt und rüstig.

Ist Formaldehyd denn nach 30 Jahren nicht "ausgedampft"? ;o) - gut ist doch zumindest, dass das Haus noch "steht" - dann sind zumindest keine großartigen Baumängel dran, will ich jetzt behaupten... Wenn man manchmal so Zeugs im Fernsehen sieht, dass da die Neubauten voller Schimmel sind, dann gruselts einen echt...

Und wenn man ein Haus, egal, welche "Marke" man weiß ja nie, was da verbaut wurde - es kann einem mit jedem Haus "treffen"...

Grüße Annette



Mehrmals darüber schlafen,...



...sonst vielleicht ewig schlaflose Nächte.
Keinem Hersteller der Fertighäuser etwas unterstellen zu wollen, doch die mittlerweile auftretenden und nachgewiesenen gravierenden Baumängel an diesen Gebäudesystemen (auch im Massivbau, wo vielleicht alles über Bauträger ging!), nehmen enorm zu, da erst durch anstehende Renovierungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen diese Fehler zu Tage treten.
Just letzte Woche erst hatten wir ein am Boden zerstörtes Ehepaar kennengelernt, was ein STREIF-Haus käuflich erwarb, in dem es bereits seit seiner Erstellung 1995 wohnte.
Unglaubliche Mängel, Schäden und Erstellungsfehler, die sich nun zu einer Odyssee gestalten, was bis hin zum Weiterverkauf sich gestaltet.
Fehlende Dampfsperrenverklebungen, fehlerhafte Unterspannbahnen und deren Detailausbildungen, Ausbaupfusch in Größenordnungen, was Sanitärabflüsse, Fußbodenaufbauten und Trennwandkonstruktionen betrifft.
Konnten uns dazu ein kongretes vor-Ort-Bild machen und dazu auch einige Fotos.

Grüße Udo



Okalhaus 1975



Hallo F.Frehe,
Ich selbst bin 1975 im zarten Alter von 15 Jahren mit dem Umzug in ein Okal-Haus konfrontiert worden. Gott sei Dank, ich lebe noch! Nach meinen Erfahrungen, und denen meiner Eltern, sind extreme Schadstoffbelastungen durch Formalin, PCP und Lindan nur kurzfristig nachweisbar gewesen. Wenn das Haus 30 Jahre alt ist, würde ich mir wegen der Schadstoffbelastung keine Gedanken machen, eher wegen der miserablen Wandstärken = Wärmeverluste.



Wir haben



schon in über 30 Jahre alten Fertighäusern erhöhte Formaldehydwerte gemessen. In anderen allerdings wegen der schlecht verarbeiteten Dampfbremsen (luftdichte Ebene) so einiges an Schimmel gefunden und nicht nur die etwas harmloseren.

Ich möchte keine Panikm verbreiten, aber zu Vorsicht und Aufmerksamkeit anhalten.



Gerade



in älteren Fertighäusern werden erhöhte bis sehr hohe Formaldehydwerte gemessen. Erst ab ca. 1980 gab es hinsichtlich der Formaldehydemissionen Beschränkungen.
Demgegenüber liegen die Transmissionswärmeverluste, insbesondere von Holz-Fertighäusern, eher unter denen ihrer massiven Kollegen gleichen Baujahres!
Schimmel&Co beschränken sich nicht auf Massiv-, Holz-, Fertig-, oder nicht Fertighaus, entscheidend ist u.a. die Ausführung.
Z.B. in Hannover gibt es ein Institut welches Raumluftmessungen durchführt. Der Name fällt mir momentan nicht ein.



Diese Messungen



führt jeder baubiologische Messtechniker durch. Afressen gibt es unter www.baubiologie.de





Es ist immer die Frage:
Was bekomme ich für wieviel Euro!
Welche Ansprüche habe ich!
Wie hoch sind die Sanierungskosten!
Nicht zu vergessen die Grundstückskosten um einen realistischen Wiederverkaufswert zu ermitteln. Und das ohne "Milchmädchenrechnung einer Bank oder Vermittler"
Gruß aus der Eifel

Eine Fertighaussanierung mit baubiologischen Produkten nach bauphysikalischen Grundlagen:
Modergeruch, Asbestfassade, muffige Mineralwolle und Plastikfolie kann man loswerden!

http://feldmann-klinker.de/refs/referenzen.html


Grau treuer Freund ist alle Theorie, Grün des Lebens goldner Baum.

Schorch
www.feldmann-klinker.de