Wärmedämmung Okal-Haus E130

28.08.2005


Hallo,
wir wollen uns ein OKAL E130, Bj.1978 mit ca. 150qm kaufen.
Kann mir jemand Auskunft über die Wärmedämmung geben.
Ich habe gehört, daß das Haus schnell warm, dafür aber genau so schnell wieder auskühlen soll. Ist das richtig.
Auf was muß ich im besonderen achten, für Hilfestellungen bin ich sehr dankbar.

Gruß Erich



nochmals okal



hallo,
wir haben die letzte Zeit sehr viele Beiträge über Okal-häuser gehabt. Über Dämmung ist schwer etwas zu sagen, wenn man das Haus nicht vor Augen hat, oder zumindest Pläne.
MfG.
J.E.Hamesse



Wärmedämmung und anderes



In den Häusern ist meist Mineralwolle in 4 bis 6 cm Stärke eingebaut. In Zeiten der steigenden Energiekosten sollten Sie sich wirklich Gedanken über eine zusätzliche Wärmedämmung machen. Fragen Sie bei Ihrem Energieversorger die Verbrauchswerte der letzten Jahre ab!

Entscheidender für Ihr weiteres Wohlbefinden dürfte aber wohl in der recht großen Wahrscheinlichkeit einer Holzschutzmittelbelastung (vor allem PCP in Spanplatten, Balken und Ständern, PCP ist ein starkes Nervengift und krebserzeugend) und einer Formaldehydbelastung (Spanplatten) liegen, über die Sie sich noch vor dem Kauf Gewissheit verschaffen sollten.

Fällt Ihnen beim Betreten des Hauses ein sehr starker Geruch auf, den Sie nach wenigen Minuten kaum noch wahrnehmen?





Hallo Herr Schmidt,
wir haben selbst ein Massa-Haus gebaut,wozu auch OKAL gehört. Ich selbst bin zertifzierter Energiefachmann und befasse mich mit dem Thema Dämmung täglich. Häuser wie OKAl haben in der Regel einen U-Wert von 0,20 W/m²K. Dies entspricht einem sogenannten Niedrigenergiehaus. Das Haus ist somit sehr gut gedämmt. Der Nachteil von Häuseren die nicht gemauert sind, ist das das Mauerwerk die Wärme nicht speichert (Kachelofenprinzip). Da das Mauerwerk jedoch zum Speichern erst aufgeheizt werden muß, dauert dies in diesem Fall auch länger, um die gleiche Temperatur wie in einem Fertighaus zu erreichen.Von einer schnellen Auskühlung kann hier sicherlich nicht gesprochen werden.
Wir wohnen nun seit fast 2 Jahren in unserem Haus und snd sehr zufrieden. Vor 10 Jahren war ich ncoh ein absoluter Verfechter von Fertighäusern.



Wärmedämmung,Schadstoffe Okal



Schönen guten Tag,
Die Wärmedämmung der Fertighäuser aus den 70ern ist in der Regel schon ganz o.k.Leider sind es oft Mängel bei der Fertigung die zu Schwachstellen führen:
A.oft sind die zuschnitte der Dämmung nicht korrekt,es gibt lücken.
B.die Dampfbremse ist lückenhaft,z.B.sind Versorgungsleitungen,Steckdosen,Rohre nicht sauber angeschlossen.Es "Zieht" regelrecht.
C.Übergänge z.B.im Wand-Dachbereich sind mangelhaft ausgeführt, es fehlen anschlüsse.
D.Die Rolladenkästen haben keinerlei Dämmung!
E.Es wurden belastete Materialien eingesetzt wodurch die Dämmung kontaminiert ist.
Zu den Schadstoffen: Es ist leider so,bis in die 90er wurden teilweise nach heutiger Sicht belastete und schadstoffhaltige Baumaterialien verwendet. D.h. es kann eine Belastung vorliegen,muß aber nicht.Dies kann und sollte meiner Meinung nach vom Fachmann ermittelt werden.
Der heutige Bestand an Fertighäusern liegt bei ca.500.000 in Worten -fünfhunderttausend-.Und die sind gewiss nicht alle schlecht!



Fertighäuser



Das die Fertighäuser nicht alle schlecht sind habe ich auch lange geglaubt.....
Bei den 70er-Jahre Fertighäusern ist mir bislang keines ohne eine massive PCP-Belastung untergekommen. Es mag sie ja geben die Häuser ohne Holzschutzmittelbelastung, aber man muss sie suchen.

Zur Wärmedämmung: 4 bis 6 cm Wärmedämmung (in Ausnahmen bis zu 12 cm) halte ich heutzutage nicht mehr für ausreichend. Wenn man sich die Energieverbrauchswerte der meisten Fertighäuser der 70er ansieht wird man das schnell bestätigt finden (die Luftundichtigkeiten tragen ihren Teil dazu bei). Verlangen Sie vom jetzigen Besitzer die Aushändigung der Abrechnungen mit dem Energieversorger (sofern es Gas ist).



"Glauben" sollte man an Gott



Bauwerke und deren Materialien lassen sich nach klaren und messbaren Kriterien beurteilen! Erst dann ist ein Werteurteil möglich.Dies wäre:
1.Schadstoffmessung
2.Thermofotos
3.Material- und Luftprobenanalyse
4.Ermittlung des Gebäudezeitwertes
5.Eventuelle Sanierungskosten
Es ergeben sich hieraus wirtschaftliche sowie gesundheitliche Aspekte die eine Entscheidung wesentlich erleichtern!
Viele Grüße aus der Eifel




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