Tag des offenen Denkmals in Lohr/Steinbach




mit rund 500 Besuchern hatte keiner gerechnet...

Rückblick auf den Tag des offenen Denkmals im Bauern- und Handwerkerhaus in Lohr/Steinbach am 12. September bei Familie Rüb mit punkt4 architekten.

Am Tag des offenen Denkmals in Stzeinabch staunten neugierige und interessierte Besucher über das rhythmische Flattern der Transmissionen, welche die alte Stemm- und Drehbank der Wagnerei in Bewegung setzte. Neben der Demonstration der funktionstüchtigen Maschine und der letzten dort gefertigten Wgenräder, naben und Speichen aus Holz, wurde Wissen und Geschichten über einen, seit über 50 Jahren mehr oder weniger ausgestorbenen Beruf vermittelt und ausgetauscht.
Neben der alten Wagnerwerkstatt, die nach wie vor noch im Zustand der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts gezeigt wurde, interessierten sich die Besucher für die handwerklichen Techniken und Materialen, Geschichten, raumaufteilung und Bedeutung des behutsam sanierten fränkischen Fachwerkhauses in Steinbach. Anektoden und Erinnerungen wurden von den Besuchern aus dem Ort zum Besten gegeben, aber auch Anerkennung und Respekt vor der erbrachten Leistung beteuert.
Es wurden Fachgespräche geführt und ein reger Austausch zwischen Fachwerkhausbesitzer fand statt. Desweiteren konnten Anregungen und sicher auch positive Anstösse für Denkmalbesitzer, welche vor der Entscheidung: "Abriss oder Erhalt", ähnlicher Gebäude stehen, gegeben werden. Die besucher konnten sich davon überzeugen, dass es sich durchaus lohnt, solche Gebäude zu erhalten, zeitgemässe Erneuerungen behutsam zu integrieren und dabei von den Qualitäten, wie Behaglichkeit und gesundem Raumklima zu profitieren. ...

Ich denke so ein Tag ist sowohl für die Eigentümer und Architekten wichtig, da hier eine öffentliche Resonanz erfahren werden kann (hier durchweg positiv) alsauch für die Öffentlichkeit, welche durch gute Beispiele zur Nachahmung animiert werden kann und nicht zuletzt für viele Denkmäler und Fachwerkhäuser, die ggf. durch solch einen Impuls eine denkmal- und materialgerechte Reaktivierung erfahren können.

Christian Bernard



Wir sollten das



nächstes Jahr prominenter auf Fachwerk.de promoten. Erinnert mich einer daran?

500 Leute, boah, voller Erfolg. Gratulation!





und..., mir kam es zu spät, für solche veranstaltungen ein schönes plakat für / von fachwerk.de zur verfügung stellen. wie auch immer...
(ggf. als pdf zum runterladen o.ä.??)



Ich habe nicht gewagt,



auf sowas hinzuweisen ;-).





...ich habe zwar in den gesprächen darauf hingewiesen, aber bei 500 besuchern..., also, das nächste mal. (schande über mich) aber wenn am tag davor noch extra für die besucher apfelsaft (süssmost) gepresst werden muss..., bleibt so manches auf der strecke %) es gab aber auch noch selbstgemachten apfelwein (most, äppler,...) aus dem sandsteingewöbekeller



Herzlichen Glückwunsch ...



... zu diesem tollen Erfolg.
Wir hatten uns am Sonntag auch eine motto-gemäße Memory-Tour gegönnt und eine alte Wassermühle besucht bei der mein Großvater (und ich) noch Korn mahlen ließen. Sie ist immer noch als Kornmühle in Betrieb (leider am Sonntag nicht wegen geringen Wasserstandes) und nebenbei wird Strom erzeugt für ca. 50 Haushalte. Ist irgendwie schon toll.

Der Wermutstropfen: Ich hatte mir dann das alte Fachwerkgebäude noch einmal näher angesehen. Die Gefache waren mit irgendeiner Dispersionsfarbe zugeklatscht und die Farbe blätterte richtig schön ab. Leider interessierte das aber keinen der Bewohner/Besitzer - irgendwie wird das einfach so hingenommen und bei vorsichtigem Herantasten an die Problematik zeigt sich dann doch wieder eine gewisse Beratungs-Resistenz.

Es gibt noch viel zu tun!

Anschließend ging's dann noch ins Landtechnik-Museum zur Fortsetzung der Memory-Tour. Habe einen gut erhaltenen LANZ Bulldog - Baujahr 49 - bewundert. Durfte aber leider keine Probefahrt machen.

Gruß aus BS

Bernd



Jugendarbeit



Wichtig zu diesem Thema erscheint mir auch eine gewisse Jugendarbeit zu leisten. Eine gute Idee dazu hatte m.E. meine ehemalige Heimatgemeinde Rumpenheim (kleiner Ort nähe Offenbach) mit einer Aktion anläßlich des Tags des offenen Denkmals. Dazu zitiere ich den daraufhin erschienenen Zeitungsartikel im Heimatblatt: "Um bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an Denkmälernn zu wecken, schrieb die Bürgerinitiative Rumpenheim einen Wettbewerb aus. Kindertagesstätten, Vorschulklassen und Schüler sollten sich mit dem Thema "Denkmal" auseinandersetzen und ihre Gedanken zeichnerisch oder im Modell sichtbar machen. Leider beteiligten sich nur zwei Kindertagesstätten sowie eine Schulklasse an dem Wettbewerb. Kinder im Alter ab 12, also die eigentliche Zielgruppe zeigten keinerlei Interesse...".
Nachdenklich...Andreas
P.S. Meine 5 jährige Tochter hat mit ihrer Zeichnung eines Tempels des Rumpenheimer Schloßparks einen Preis gewonnen.
(Das musste mein Vaterstolz jetzt unbedingt noch kundtun:-))