specksteinofen oder kachelgrundofen

05.03.2005



hallo
möchte die unterre etage ca80m² mit einem Ofen heizen.
wo sind die unterschiede bei beiden öfen ?
danke für die antworten
gruss jupp



Speichermasse



Ich sehe den größten Unterschied in der Wärmespeichermasse und im Aufwand für den Aufbau. Die Specksteinofen, die ich kenne, bestehen aus Gusseisen oder Stahl und haben an den Seitenwänden Specksteine. Die Specksteine dienen der Wärmespeicherung und -abgabe. Der Kachelgrundofen wird gemauert und hat eine wesentlich größere Speichermasse. Er gibt also wesentlich später als der Specksteinofen die erste Wärme ab, ist aber dafür auch wesentlich länger warm, da er mehr Wärme speichern kann. Wird der Kachelofen mit Lüftungsgittern versehen, so liefert er auch Konvektionswärme, was das Zimmer schneller erwärmt.

Kachelöfen (allerdings für Braunkohle) hatte ich noch bis vor 10 Jahren. Ich finde sie wesentlich angenehmer, da sie größer sind als die Specksteinöfen und man wunderbar an ihnen rumlümmeln, Wäsche trocknen und vieles mehr kann. Die Specksteinöfen sind dafür zu heiß.

Viele Grüße
Stephan Schöne



speichermasse



hallo
ich meine die grossen specksteinöfen
ab 1200kg z.b.von tulikivi
gruss jupp



in jedem falle grundofen



durch die starke dichte des specksteines ist eine feuchtigkeitsaufnahme aus dem Rauch nur begrenzt möglich. deshalb ist die versottungsgefahr bei einem specksteinofen sehr gross. ein in lehm- oder ziegelbauweise errichteter grundofenbausatz hat in der regel das doppelte gewicht eines specksteinofens gleicher grösse. dies ermöglicht heizintervalle von bis zu 24 stunden. herzliche grüsse von hans-peter lieb, www.grundofenmanufaktur.de schloss küsserow-hof
e-mail: info@grundofenmanufaktur.de



DANKE



danke für die antwort !
kommt die Versottung nicht durch zu nasses Holz ?
dann wäre die gefahr ja bei allen öfen gleich !
GRUSS JUPP





ich würde dir zu einem massiv specksteinofen raten von nunnauuni, erstens hast du viel mehr Speichermasse auf kleinerem raum (brauch nicht soviel platz wie eine grundofen, bei 80m² braucht ihr ca. 2000kg bis 2400kg ist bestimmt schwerer wie ein grundofen, das mit dem versotten is müll, da mußt du schon einiges falsch machen, die vorteile liegen klar auf der hand das eine original specksteinofen besser ist als ein grundofen, erstens heitzt du die masse schneller auf mit weniger holz und der ofen kann die wärme auch viel länger speichern, geht am besten zu einen nunnauuni ofenfachgeschäft und lasst euch dort richtig beraten, ich selber habe auch zwei specksteinöfen, das wo oben ganannt ist ist eine blechtrommel mit specksteinverkleidung und hat mit einen richtigen specksteinofen nichts zu tun, also lasst euch bitte nicht so eine trommel andrehen (warmluftkiste) kauft euch einen nunnauuni keien tulikivi specksteinofen

mfg
schauer



fachwerk.de-forum als unqualifizierte Werbeveranstaltung?so wars nicht gedacht!



Ich bin schon erstaunt, wie unqualifiziert hier argumentiert wird.Für 80qm zu beheizende Wohnfläche muß ein guter Grundofen oder ein Lehmgrundofen keinesfalls ein Gewicht von 2-2,4 to haben. Dazu reichen 1,5 to gut aus. Die Sache mit der höheren Versottungsgefahr bei Specksteinöfen wischt Herr Schauer ohne Gegenargument salopp einfach mit "Blödsinn" weg. Es ist rein physikalisch logisch,daß ein absolut dichter Stein keine Kondensfeuchte aufnehmen kann,während das spezielle Schamotteprodukte,die von qualitätsbewußten Grundofenbauern verwendet werden eine hohe Kondensabsorption aufweisen.
herzliche Grüße
Klaus Schillberg, www.texbis.de



UNTERSCHIED



warum nunnauuni und keinen tulikivi ? sind doch beide in etwa baugleich ?
DANKE JUPP



Werbung?!



Jetzt haben wir auf dieser Seite 5 mal das Wort "nunnauuni". Das dürfte für Suchmaschinen reichen;-)

Ansonsten finde ich Lehm schöner, aber das ist Geschmackssache.

Viele Grüße



WERBUNG



WERBUNG NEIN
WISSEN TANKEN !
trotzdem danke
jupp





Versotten ?
Meiner Meinung nach tritt das Versotten doch eigentlich nur bei einem Schornstein auf. Feutigkeit dringt durch das Schornsteinmauerwerk und tritt auf der Wohnraumseite aus.
Bei einem neuen Systemschornstein mit Innenrohr, Dämmung und Mantelstein ausgeschlossen.

Kann mir daher nicht vorstellen, das bei einem Ofen, ( da wo die Temperaturen über 100 ° C liegen) noch Feuchtigkeit in den Stein ( egal ob Speckstein oder Schamotte )eindringt und dann auf der Wohnraumseite austritt.

Falls ich mich getäuscht habe, bitte ich um Nachricht.

Viele Grüße
Henning





Hallo ,wir besitzen seit kurzem einen Specksteinofen der besagten Firma !Der Ofen steht in einem einfachen ,zur Zeit recht zugigen Ferienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von etwa 80qm und wiegt 2100kg !

Der Ofen wird etwa 2-3 Stunden geheizt ,dabei benötigt er etwa 20-25kg Holz,dann wird die Luftzufuhr geschlossen und der Ofen beginnt zu "wirken",er ist etwa 22-24 Stunden warm ,davon etwa 16-20 Stunden effektiv !Beispiel :Zur Zeit ist es hier 6,5 C° und es pustet durch die Sparren ein wenig ins Haus!Der Ofen wurde heute morgen geheizt und seit 12 Stunden aus ,im Haus ist es 20,4 C warm ,am Ende des Raumes gemessen,der Ofen steht etwa 7m vom Messpunkt entfernt !Ich empfinde die Wärme als sehr angenehm und ich denke wenn ich die Decke wieder zu habe und es nicht mehr zieht wird es auch im Winter angenehm warm !

Gruss Günter



versottung



versottung ist vom prinzip her das kondensieren der wasserbestandteile des rauchgas an kalten oberflächen.
bei abkühlung des rauchgas.

ist die rauchgastemperatur hoch genug, findet kondensation und somit keine versottung statt

beispiel für einer gewollten kondensation ist der brennwertkessel, der die bei der kondensation freiwerdende kondensationswärme (die frei wird beim übergang von dampfförmig zu flüssig ) als zusätzliche heizenergie nutzt

tritt nun kondensation bereits im brennraum auf, so kann dies zur ursache haben:

-zu wenig brennstoff
-zu viel primäre oder sekundäre verbrennungsluft

tritt sie im Kamin bei normalbetrieb des ofens auf, so stimmen in der regel nicht die querschnitte des schornsteins
(zu gross)

gruss aus münster





es muss natürlich heissen:

"ist die rauchgastemperatur hoch genug, findet KEINE kondensation und somit keine versottung statt"



Stimmt. Aber nur, wenn die hochtemperierten Rauchgase



auf ausreichend warme Flächen stoßen. Streichen sie dagegen über kühle Flächen - wie schon o.g. - kondensierts und versottets.

Einen versottenen Ofen unter üblichen Betriebsweisen kann ich mir kaum vorstellen, egal aus welchem Stein der nun sein mag, wenn nur die Steine ausreichend warm sind. Problem ist eher das Anheizen nach langer Betriebspause. Dann haben die Ofenwände Feuchte aufgenommen, die bei zu scharfem Anheizen zu schnell rauswill - die dafür typischen Risse auseinandergetriebener Ofenwände entstehen.

Problem der neuen EnEv ist deswegen, daß geringere Abgasverluste = Abgastemperaturen gefordert werden, die bei Umsetzung dem alten Kamin nicht genug erwärmen und dann Kondensat und Versottung bis zur Zerfrostung des Kaminkopfs bedingen. Also muß eine Kaminsanierung her. Nach unseren Wirtschaftlichkeitsberechnungen wirds dann kritisch - die Kosten sind allzuhoch - der Spareffekt (Senkung Abgasverluste z.B. von ca. 11 auf 6-8%) zu gering.

Folge: Begründete Ausnahme von EnEV - die gute alte Heizung bleibt drin.

Wobei die Abgasverluste dermaßen fiktiv und absurd sind, daß man sich so einiges fragen könnte. Wo geht denn die Abgaswärme vorrangig hin? Richtig - sie heizt den Kamin, der heizt die daran anliegenden Räume und senkt dort energiesparend den Zuheizbedarf mittel Heizsystem.



Kachelgrundofen oder Speckstein



Toll wie hier ein potentieller Kunde "informiert" wird... Wir hatten gerade die gleiche Fragestellung und sind deshalb zum Fachgeschäft. Klares Ergebniss der Specksteinofen gewinnt mit Abstand !
1. Nunnauuni verwendet ein weltweit einzigartiges Specksteinvorkommen mit konkurrenzloser Wärmespeicherfähigkeit. Ein gutes Fachgeschäft demonstriert dies an einem Ausstellungsstück. Nach mehr als 15 Stunden (erlöschen des Feuer`s) ist der Speckstein noch so heiß, dass man ihn nicht anfassen kann.
2. Verteilt der Specksteinofen die Wärme viel komfortabler und gleichmäßiger und vor allem lääääääääänger !
3. Benötigt ein Specksteinofen der z.B Wärmeklasse 2, 12kg Holz und heizt damit bis zu 24 Stunden !
4. Verbrennt er mit 1200°C in der Spitze und man kann sogar trockenes Nadelholz, ohne Schaden für den Zug, verfeuern.
5. Für Nunnauuni Öfen gibt es einen einzigartigen Pallett Einsatz (Aurum), mit dem sich kostengünstige Pallett`s verfeuern lassen.
Unser Ofen kostete rund 8900,- Euro mit Sockel, Fliesen und Einbau, kein Pappenstiel. Bei den derzeitigen und zu erwartenden Ölpreisen mit Sicherheit aber gut angelegt. Wir heizen mit dem Leila 1 (1600kg mit Sockel) 160qm und in den weitest entfernten Räumen drehen wir die Regelventile der Heizkörper auf 2.
Das Ergebnis wohlige Wärme in der ganzen Wohnung!



Meine Meinung zu Specksteinöfen ist eine andere...



1. ist mit Speckstein nur eine Oberfläche möglich,entweder mag man es oder nicht.
2. habe ich jetzt bei mehreren Specksteinöfen die Feuerräume gesehen wenn sie einige Jahre im Betrieb waren,
die Feuerraumsteine werden gelblich, dann weiss- und anschliessend zerbröseln sie wie Kreide. Bei Schamotte passiert das nicht.
3. Ein gut gebauter Grundofen kann es mit der Speicherkapazität und Speicherlänge locker mit einem Specksteinofen aufnehmen, bei nahezu unbegrenzten gestalterischen Möglichkeiten.
4.Nadelholz ist in einen Grundofen ebenfalls ohne Probleme verfeuerbar, denn er kommt aus einer Gegend in dem es diesen Brennstoff fast ausschliesslich gibt.
5. Alle Specksteine weisen mehr oder weniger eine radioaktive Strahlung auf, desweiteren enthält er Asbestfasern.
6. Der spezielle Pellets Einsatz ( nicht " Pallets") ist wirtschaftlich gesehen absoluter Blödsinn. Scheitholz ist in jeder Ecke von Deutschland deutlich günstiger erhältlich als Pellets.
Eines muss man der Specksteinindustrie jedoch lassen:
Sie haben ihr Zeuch gut vermarktet, bei Taschentüchern denken viele auch gleich an Tempo. Aus diesem Grunde sind sie halt auch teurer, obwohl ein handwerklicher und individueller vor Ort gesetzter Schamottegrundofen den Specksteinöfen um Längen voraus ist.