Heizeinsatz austauschen?

16.10.2008



Hallo,

wir haben einen Kachelofen, der laut Schornsteinfeger noch funktioniert. Jedoch sind die Schamottesteine lose und zum Teil eingerissen. Diese empfiehlt er auszutauschen. Mehrere Kachelofenbauer meinen nun das lohnt sich nicht, man sollte doch gleich den gesamten Heizeinsatz austauschen.
Außerdem habe ich hinter dem "Ofentürrahmen" graue Dichtungsschnüre entdeckt, die wahrscheinlich aus Asbest sind. Ist damit der gesamte Ofen jetzt kontaminiert, oder kann man nach Austausch der Dichtungen den alten Heizeinsatz gefahrlos benutzen?
Eigentlich bin ich für die Erhaltung von alten
Bauteilen nicht nur aus finanziellen Gründen ...
Würde in diesem Fall also eine neue Schamottierung und neue Dichtungen ausreichen oder muss es gleich ein neuer Heizeinsatz sein?

Vielen Dank im Voraus,
Evi



bei mir ist es ähnlich gelagert....



Hallo Evi,
wir haben auch einen alten Kachelofen und befeuern diesen mit 25er Holzscheiten (ist eigentlich ein Koksofen).Fast jedesmal beim "einwerfen" eines neuen Scheits bekommt der gegenüberliegende Schamott eines auf die "Mütze". Dadurch hat dieser nach Jahren der "Prügel" ebenfalls mehr oder weniger Starke Risse bekommen, diese sind auf jeden Fall nicht soweit ausgeprägt das man das darunter liegende Metall sehen kann. Unser Ofensetzer war vor ein paar Monaten zur Reinigung des Ofens da und eigentlich sollte er diesen "Schaden" beheben, jedenfalls meinte er das wir damit noch eine ganze Weile heizen können. Dein Schornsteinfeger spricht ja auch "nur" eine Empfehlung aus, hat unser auch gemacht, tröste Dich !? Wenn es schlimmer wäre, würde er schon ausdrücklich darauf hinweisen oder sogar den Ofen stilllegen (unser Feger auf jeden Fall).
Ich würde mir an Deiner Stelle mal Angebote einholen was eine Ofenüberholung bzw.ein neuer Einsatz überhaupt kostet. Wenn der Ofen noch tadellos ausschaut würde ich eher den Alten überholen lassen als einen neuen Einsatz kaufen, wie Du schon in Deinem letzten Satz geschrieben hast (und bei einer Überholung würden Dein Ofen auch gleich dekontaminiert werden).
Grüße Peter



Danke Peter,



für die beruhigenden Worte.
Das darunter liegende Metall sieht man auch bei uns nicht, jedoch sind die Schamottesteine zum Teil lose,
so dass wir wenigstens das wahrscheinlich richten lassen müssten.
Wie wird eine Ofenreinigung eigentlich durchgeführt?
Und gibt es eigentlich noch mehr Orte wo Asbest im Ofen versteckt werden könnte?(Außer in der Tür)

Viele Grüße
Evi



Hallo Evi,



an so einer Reinigung ist eigentlich nicht viel dran. Wir haben einen Kachelofen mit einem Nachheizkasten. Hier sind aussen sogenannte Kehrdeckel eingelassen (das sind quasi runde Löcher die einen Zugang zu dem Nachheizkasten ermöglichen). Diese "Deckel" (eine runde Kachel die konisch zuläuft) werden vorsichtig ausgebaut (das lasse ich lieber machen) um den Nachheizkasten reinigen zu können. Anschliessend werden die Kehrdeckel mit Lehm oder Schamotte wieder eingesetzt. Dichtungen werden überprüft und gegebenenfalls durch neue ersetzt.Für die komplette Reinigung haben wir keine 80 Euro bezahlt.
An den Kaminrohranschlüssen kann sich unter Umständen noch Dichtungsmaterial aus Asbest befinden. Solange keiner daran wackelt und/oder keine Fasern freigesetzt werden, kann man Asbest als relativ unkritisch betrachten.
Die in Deinem Fall losen Schamottsteine würde ich auch befestigen lassen und, wie schon gesagt, mal Angebote bzgl.einer Ofenüberholung einholen.
Gruß Peter



Hallo Peter,



danke für Deine kompetente Antwort.
Dann versuchen wir mal einen guten Ofenbauer hier in der Gegend zu finden.

Viele Grüße,
Evi