Grundofen - Die Tür macht Probleme - ?



Grundofen - Die Tür macht Probleme - ?

Guten Abend,

ich habe eine Frage zum Ofenbau an das Forum. In mein Haus habe ich mir einen Grundofen einbauen lassen – FOTO -. Ich bin grundsätzlich von der Art des Ofens wie auch von seinen Eigenschaften schwer begeistert. Meine Frage zielt auf die Errichtung ab. Nach der Fertigstellung zeigten sich kleinere Haarrisse auf der Lehmputzoberfläche. Das Unternehmen, welche den Ofen Verputz hatte empfahl mit an dieser Stelle: Lehmfeinputz leicht vornässen und Schwammen, Riss ist weg! So weit so gut und auch wunderbar richtig.
Im Bereich der Tür zeigt sich eine Rissbildung, die jedoch mit dieser Technik nicht in den Griff zu bekommen ist. Der Riss geht durch den Fein- und Grundputz und stellt gleichzeitig die Fuge des Schamottesteines dar , sowohl oben wie unten. Also beide Lagerfugen des Steines. Näher betrachtet ergibt sich für mich das Problem, dass sich die Rissbildung von der Ofentür aus ausbreitet. Die Tür wurde zwischenzeitlich durch den Errichter des Ofens mehrmals befestigt, da sie locker und undicht wurde. Letztlich mit Dübeln im Schamottestein, was ihm selbst zu wider war, weil „Ofentüren eigentlich immer“ ohne Dübel im Ofen halten. Recht hatte er, ich konnte die Dübel sehr zeitnah mit den Fingern herausziehen, da sie locker wurden. Hier lieg nun meine eigentlich Frage. Die Tür wird sich immer mehr ausdehnen aus der Ofenkörper. Der Riss, den ich nicht in den Griff bekomme, hat seine Gründe hier - nehme ich an. Nun habe ich die Tür komplett ausgebaut, den Mörtel, also die starre Verbindung zw. Tür und Ofernkörper - etc. um den Bereich des Rahmens entfernt und den Ofenbauer gebeten, sich den Spaß anzusehen. Ich selber möchte aber auch verstehen was er tut. Also muss zwischen Tür und Stein ein Dichtband, dass im gesamten Bereich des Türrahmens einen Dehnungsausgleich schafft? Das Band wäre aber dann ca. 8 cm breit(weil die Tür so stark ist) und wenn ja, wie stark 3 mm - reicht das schon für die Ausdehnung? Oder liege ich völlig falsch? Wäre nett, wenn ein Mitglied eine Antwort wüsste , oder jemand kennt, der sie wüsste?
Vielen Dank für eure Unterstützung. Viele Grüße aus Sachsen! Ray



frag mal



da nach, vielleicht können die helfen...
http://www.kachelofen-profis.de/kachelofen-forum/index.php
Gruß Harry





Kann sein, dass eine Schamotteplatte im Feuerraum schiebt, weil sie keinen Platz zum Dehnen hat.
Ohne detaillierte Bilder des Schadens, auch von innen, wird Ihnen nur jemand vor Ort weiterhelfen können.
Vielleicht hilft ein Fachbuch zum Thema Holzofenbau, z.B.
Pfestorf, Kachelöfen und Kamine, Huss-Verlag Bauwesen, Berlin 2002
Hier sind viele Details zum Thema Dehnungsfugen im Ofenbau drin - aber das sollte in jedem Buch stehen, das den Anspruch hat, ein Fachbuch für Ofenbau zu sein. Insofern soll das keine Werbung für genau dieses Buch sein.



kenn ich



Ja, ja das leidige Problem mit der Ofentür, kenn ich zu gut. Diesen Zustand hatte ich auch, obwohl mir klar war das das Ausdehnungsverhalten von zwei verschiedenen Werkstoffen auch folgen hat hab ich die Tür noch einmal herausgenommen mit viel Aufwand die Halterungsklammern verlängert um sie weiter in Schamotte zu verankern. Da ich den Ofen selbst gebaut habe gab es für mich nur eins, zu probieren was hilf. Jetzt ist die Tür zwar nicht ganz dich aber sie ist nicht mehr lose.
Das mit den Feinrissen ist auch normal ich habe mich damit abgefunden das mein heizverhalten ausschlaggebend ist und ich diese Kleinigkeiten nicht mehr so viel Achtung schenke, weil der Effekt den ich erreichen wollte, angenehmes Wärme diese Dinge in den Schatten stellt. Falls du noch Fragen haben solltest ruf mich einfach an vielleicht kann ich dir weiter helfen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Uckermark
Die Lehmschwalbe
Ralf Pawlik