Kann man einen alten Gußofen einölen?

02.01.2008



Hallo, ich habe mir einen alten Gußofen gekauft und ihn jetzt mit Hilfe eines Bohrmaschinenaufsatzes vom Rost befreit, wie gehts denn jetzt weiter? Kann man den Ofen einölen?
Vielen Dank für Infos
Stefan



Es gibt...



...solche schwarzen Pasten, die auch für das farbliche Auffrischen von Herdplatten (die schwarzen, nicht Ceran) geeignet ist. Das wird ähnlich wie Schuhcreme mit Bürste und Lappen aufgetragen. Ich habe das mal an einem alten Gußofen gemacht (auch zuvor gebürstet, sah nachher toll aus), weiß aber nicht mehr, woher ich die Paste hatte (schon 13 Jahre her). Aber mit der Herdplatteninfo kannst du vielleicht mal googeln.

Gruß Patrick.



die schwarze paste



gibts in jedem drogeriemarkt, allerdings in eher kleinen tuben...



Erst Öl,



dann anfeuern. Hei, das wird stinken.

Also eigendlich rostet ein Ofen im Wohnraum doch nicht, oder?

Wenn's denn sein muß, ein Mittel mit viel Graphit verwenden.

Grüße

Thomas



Mit dem Ölen



und warm machen habe ich von alten Eisenpfannen gehört. Soll ein hervorragender Rostschutz sein. Habe aber keine eigenen Erfahrungen damit. Ob man einen ganzen Ofen aber ausreichend heis bekommt? Frage doch mal einen Ofenbauer!

Gruß

Marko



Die schwarze Paste....



gibt es übrigens (Aversion hin oder her) auch in jedem Baumarkt.
Oder man frage mal in einem solcher "Kaminofenläden" die ja seit einiger Zeit häufig aus dem Boden sprießen.

Mit dem Klarlack aus der KFZ-Branche hätte ich persönlich dann doch meine Probleme. Ob diese Lacke für den Innenbereich eines Hauses geeignet sind, wage ich vorsichtig zu bezweifeln. Ein Auto steht für gewöhnlich draußen!

Das einölen von Gußgeschirr mache ich auch gelegentlich. Funktioniert prima. Die Pfanne (oder was auch immer) sollte aber dann schon regelmäßig benutzt werden!
Ein mit Speiseöl eingeriebener Ofen könnte zu Beginn der Heizperiode aber etwas streng (oder ranzig) riechen, gelle?

Ich würde dann doch wohl eine Graphitpaste bevorzugen.

Gruß
Martin



Die Klarlackidee solltet Ihr besser fallenlassen.



Wird der Ofen angeheizt, wird sich der Lack zersetzen und höchstwahrscheinlich Schadstoffe freisetzen.

Grüße

Thomas



die gussplatten



der küchenöfen hat meine oma früher gar mit speckschwarte eingerieben (und danach dann dunkles brot darauf geröstet - lecker!): dabei und auch beim speiseöl hätte ich aber heute wirklich bedenken, dass das ganze entflammt...



Habe nochmal etwas gesucht.



Auf der Seite Traumofen.de nehmen die Restaurierer Stellung zu den Schwarzpasten. Sie verwenden sie nicht mehr. Die gasen bei Erhitzen aus (gut, klar, kann ja nicht anders sein) und der verbleibende Rest der Paste sei wohl nicht sonderlich dauerhaft und der Ofen kann wieder oxidieren. Bei der Restaurierung verwenden sie einen Lack, der bis über 1000° stabil sein soll.
Das ganze steht unter Frage 64. Sie sagen aber auch, daß es vor hundert Jahren natürlich mit Pasten gelöst wurde, so gesehen nicht ganz originalgetreu.
Sie nennen aber auch die Produkte mit Namen, die sie nicht mehr verwenden, den Lack nicht.
Schau rein und mach dir ein Bild.

Gruß Patrick.



Ofenlack



Hallo !

Der besagte Lack wird Senotherm von Weilburger Coatings sein. Gibt´s zum selbermachen als Spray in verschiedenen Schwarz- und Grautönen. Auch käufliche Ofenrohre sind mit Senotherm beschichtet, das Zeug hält wirklich gut, bildet eine dünne Schicht und die Oberfläche sieht "blankem" Guss recht ähnlich.
Wie immer beim Lackieren wird aber die Vorarbeit das wichtigste sein. Also wirklich komplett entrosten, entfetten und dann erst lackieren. Vielleicht den Ofen erst mal draußen befeuern, damit der Lack ausgasen kann.

Karsten



die Ofenpasten...



...wurden seit vielen Jahren benutzt, warum nun ein Lack unbedingt besser sein soll, erschließt sich mir jeden falls nicht- Auch finde ich es sehr merkwürdig, dass traumofen.de die Marke des verwendeten Ofensprays /Farbe nicht benennt und gleichzeitig alle anderen Produkte schwer kristisiert. Hier scheint doch auch ein wirtschaftliches Interesse vorzuliegen. Über Ofenschwärze gibt es wohl auch einen TÜV Bericht, der die Unbedenklichkeit geprüft hat, habe ihn unter://www.antiker-gussofen.de/ofen-gussofen/restaurierung-ofen-gussofen.html gefunde. Amn sollte allerdings der Auftraggeber noch einmal fragen, unter welchen Bedingungen nun tatsächlich geprüft wurde und wie das Produkt heißt (Löve aus Denmark?)



Löve Ofenschwärze...



...nehmen 95% aller deutschen Ofenrestauratoren und Sammler!

Es gibt nicht nur einen!

Löve Ofenschwärze ist in Sachen Verarbeitung,Umweltverträglichkeit und Ergebnis das mit Abstand beste Mittel zur Pflege antiker Gußöfen.
Sicher gibt es Sprayfarben die weit Hitzebeständiger sind.
Jedoch kommen diese nie dem Glanz und dem Charme von Grafit auf einem antiken Gußofen nahe.