Kachelofen neigt sich bedenklich

23.03.2005



Hallo,
brauche dringend einen Rat. Wir bewohnen eine Altbauwohnung im 1. Stock mit einem wunderschönen und befeuerbaren Kachelofen. Problem: Der Ofen hat sich auf einer länge von 2 Metern um ca. 6 cm geneigt. Insgesamt ist der Kamin ca. 2, 80 m hoch und durch eine "Krone" ziemlich kopflastig. Wenn man/frau sich vor den Ofen stellt und sich schnell auf die Zehenspitzen stellt, beginnt der Ofen zu Schwanken. Dies geschieht selbst dann, wenn dies mein Tochter tut, und die wiegt gerade mal 27 Kilo.
Ein Architekt im Haus fand dies bedenklich und empfahl mir einen Kaminofenbauer zu befragen. Gesagt getan: Er meinte, der Ofen müsse abgetragen werden, da die Gefahr bestünde, dass, aufgrund eines wahrscheinlich maroden Bodenbalkens, der Kamin kippen oder durch den Boden brechen könnte. Er schätzt das Gewicht des Kamins auf 1 bis 1,5 Tonnen. Kosten ca. 1000-1500 €. Einer Verankerung an der kamin-rückseitig zugewandten Wand gab der Kaminbauer keine Chance, genausowenig der Verstärkung des Bodenbalkens.
Hat jemand vielleicht einen Guten Rat für mich?
Vielen Dank
Martin Vogt



stellen sie ihre frage



doh mal dort

http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?fid=&forum=2&uebersicht=1#bottom

hier werden sie vermutlich nicht viele leute mit fbh finden. hier sind mehr die leute den holzfußböden und die sind der natürliche feind der fbh.
was mich interessieren würde, ist ob sie den ganzen aufwand tatsächlich nur für ein bad betreiben? da gäbe es billigere alternativen: filzschuhe oder ein anderer Bodenbelag (holz)mit Fliesen nur im spritzwasserbereich.
ob die decken einen Estrich tragen, kann ihnen ein Statiker sagen - nur haben sie dann ja auch eine gewisse aufbauhöhe und wie verträgt sich das mit den anderen räumen? und wenn sie estrich als alternative in betracht ziehen, müssen sie bei einem reinen trockenbausystem dann doch nicht zwischen die Holzbalken verlegen?



@Bettina



Schöne Antwort, falsche Frage ;-).



tja,



so isses am frühen morgen.

sorry an herrn vogt.





Hallo Martin Vogt,
eigentlich hätten die Aussagen des Architekten und des Ofenbauers identisch sein müssen. Ihr großer Ofen ist sicher ganz in Ordnung und auch unbedingt erhaltenswert. Der Schaden liegt mit Sicherheit in der darunterliegenden Decke. Doch um dort ranzukommen muß wohl der Ofen abgebaut werden. Hoffentlich so, daß die Kacheln alle wiederverwendungsfähig bleiben.
Vielleicht kann man auch die Dielung erst einmal an einer Stelle öffnen und mit einer Sonde versuchen, einen Schaden oder Mangel zu finden.
Eine brauchbare Lösung wünscht
D.Fr.



Ich rate dringend



einen Statiker an die Baustelle zu holen. Es könnte hier tatsächlich ein Risko für Leib und Leben bestehen, so dass die betroffenen Räume gesperrt werden müssen.