Kachelofen - Schamottsteine innen lose

11.10.2008



Ich wohne zwar nicht in einem Fachwerkhaus, aber in einem Altbau von 1890 und zwar zur Miete.

Ich habe einen Kachelofen im Wohnzimmer, Typ "Berliner Grundofen alter Bauart" (siehe http://amor.rz.hu-berlin.de/~neumanse/ofen/kachelofen_reinigen.gif - obere Abbildung).

Der Ofen wurde das letzte Mal im Jahr meines Einzugs (vor zwei Jahren) gewartet, und zwar weil der Schornsteinfeger die Wartung sämtlicher Öfen zur Bedingung gemacht hatte.

Da ich letztes Jahr sowieso nur moderat geheizt hatte, ging das vermutlich auch noch in Ordnung. (In absoluten Zahlen: Von 430 Kilo Kohlen blieben noch 190 Kilo übrig.)

Dieses Jahr wollte ich vor der Heizsaison dann doch mal reinigen, und zwar nach der Anleitung unter http://amor.rz.hu-berlin.de/~neumanse/ofen/

Von der Hausverwaltung ist nicht viel zu erwarten, das Haus soll seit längerem verkauft werden und es wird nur das Allernötigste gemacht. Einige der alten Kachelöfen aus den Nachbarwohnungen fanden sich schon als trostlose Häufchen auf dem Hof wieder.

Ich bin also bei Punkt 2 angekommen, oberere Reinigungsöffnung raus, erforsche vorsichtig das Innenleben - da liegen doch glatt nicht nur mehrere Zentimeter Ruß, sondern auch diverse Schamottplatten Kreuz & quer durcheinander!

Bei der Wartung vor zwei Jahren hatte man die oberste Ofen-Schicht abgetragen und innen alles gründlich gereinigt. Ich weiß nicht, ob man sich damals nicht um die Schamottplatten gekümmert hatte oder einfach nichts Dauerhaftes abgeliefert hatte.

Die Hausverwaltung kann ich mit der Sache nicht betrauen, sonst habe ich schwupps einen häßlichen Allesbrenner da stehen.

Jetzt meine Frage an die Fachkundigen hier im Forum: Kann man das auch selbst machen, wenn man keine zwei allzu linken Hände hat? Wie es geht habe ich vor zwei Jahren beobachtet, Aufbauskizze habe ich auch. (Weitere Lektüre ließe sich über die Bibliothek und/oder das Netz besorgen.) Ich habs halt einfach noch nie gemacht...

Geld ist übrigens gar keins vorhanden, insofern hilft der Rat "Profi ranlassen" nicht wirklich weiter.

Danke schon mal für die Antworten!

Viele Grüße aus Berlin

Maria





Hallo,
ich weiß um die Probleme und stehe vor einem ähnlichen!
Habe schon viele dieser Öfen abgerissen, manche gut und manche schlechter-d.h. für die Wiederverwertung. Mache dies jetzt auch für mich, aber trotz einigem handw. Geschick werde ich das Neusetzen einem Profi überlassen. Wissen allein nützt nicht viel man muss in vielen Sachen ganz einfach Training haben und Tricks/Kniffe erlernt man leider fast nur beim Arbeiten.



War ja kein komplettes Neusetzen



Nun ist ja schon eine Weile vergangen seit meiner Anfrage und es hat sich ein bißchen was getan.

Ich habe mir etwas Lektüre besorgt, nur einen Teil der obersten Schicht abgedeckt und dann alles wieder zusammengepuzzelt.

Es kam übrigens gar gruseliges Frickelwerk zu Tage, das ich so gut es ging begradigt habe.

Dann 14 Tage trocknen lassen wegen Schamotte-Mörtel, Test gemacht ob undicht (Ofenrohr mit Zeitungspapier zugestopft und unten ein klein wenig was verfeuert - wenn es irgendwo undicht gewesen wäre, hätte es dann dort rausgequalmt).

Der Ofen zieht und wird pflichtgemäß warm.

Komplettes Ofensetzen hätte ich mir auf keinen Fall selbst zugetraut und ich würde es auch nicht unbedingt jemand anderem empfehlen, selbst Hand anzulegen.