Ofentausch

01.02.2007



Hallo,

Beim Stöbern hier fand ich Einträge in denen es um das Versotten von Kaminen auch bei Holzöfen ging.
Jetzt bin ich etwas verunsichert.

Vielleicht kann mir jemand erklären was zu beachten ist?
Mein Schornsteinfegermeister sagte zu mir bei Nachfragen nämlich nur "Da können sie bis zu drei Öfen dranhängen".
Momentan ist ein uralter Holz-Kohle-Ofen unbekannter Leistung und ein Beistellherd (4kW) angeschlossen (alter gemauerter Kamin-Aussenmaß ca 40x50cm).
Es soll der Holz-Kohle-Ofen durch einen 9Kw Kachelofen (Buderus Standard) ersetzt werden, der Beistellherd durch eine Küchenhexe und im OG soll ein normaler Holzofen dran.
Dier werden aber seltens alle drei gleichzeitig betrieben werden.

Alles kein Problem sagte man mir.......??????

Durch den Wärmetauscher des Kachelofens wird die Abluft ja auch kühler....aber wenn das Holz ausreichend trocken ist...

Ich kannte versottete Kamine nur von Häusern mit Öleinzelöfen.

Grüße

Andrea



Hallo Andrea



ich denke, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Nimm schön trockenes Holz, ein paar Kohlen und regelmäßig Heizen und alles wir gut.

Wußtes du eigentlich, dass Kohle auch ein nachwachsender Rohstoff ist? Dauert halt nur ein paar millionen Jahre. ...grins!

Gruß Marko



Ofentausch



Hallo Andrea,
der Brennstoff hat mit dem Versotten nur zum Teil etwas zu tun.
Entscheidend sind die Rauchgastemperatur, die Schornsteininnentemperatur, die Sauerstoffzufuhr und die Verteilung des Brennmaterials im Ofen.
Beim Anfeuern oder Nachlegen eines Holzofens entstehen immer Schwelprozesse. Wenn die entstehenden Schwelgase unvollständig verbrennen, können sie im Schornstein an zu kalten Wangen kondensieren, ölige Stoffe wie Terpene usw. dringen in den Schornstein. Das passiert also nicht nur beim Ölofen, wenn die Verbrennung nicht optimal läuft.

Viele Grüße
Georg



Holzfeuer



Herr Böttcher hat das leider nicht vollständig erläutert.

Andrea wusste schon ganz richtig, dass Holzfeuer aus dreijährigem Trockenholz bei richtiger Ofenbedienung den Schornstein nicht versotten.

Das setzt voraus, dass der Ofen ohne Kohlengitter und das Holzfeuer im Aschebett ist.

Dass ausserdem während des Abbrennprozesses nicht die Luft gedrosselt wird, da sonst unvollständige Verbrennung stattfindet.

Holzfeuer werden mit Holz gesteuert, nicht mit Luftabdrehen.
Dann gibt es auch keine Nachlege-Holzvergasung.

Die höheren Rauchgastemperaturen von Holzfeuern trocknen den Kamin ohnehin viel besser aus.

Sehen Sie sich dazu mal etwas von Herrn Eisenschink (www.sancal.de) an, den sollte auch Herr Böttcher kennen, der ist schon jahrzehntelang ein Spezialist für Holzfeuer.

Und nehmen Sie keine Kohlen dazu.

Alles Gute