Grundofen

05.07.2005



Wir ließen uns von einem Ofenbauer einen Grundofen setzen. Trotz einer Abbrandtemperatur von 930 Grad und einem zweistündigem Abbrand, wir eine Teil des in L-Form erstellten Ofens nur handwarm (obere Zug noch nicht einmal!). Der Zug der unmittelbar an den Feuerraum grenzt, wird hingegen so heiß, dass man sich an den Kacheln verbrennt. Muss ein Grundofen mit ca 6 m Zügen, nach dem Abbrand nicht komplett warm sein? Was ist die Ursache für den ungewöhnlichen Temperaturunterschied? Wiekann der Mangel behoben werden? Vielen Dank für die Hinweise.



Grundofen



Habt Ihr vielleicht eine Klappe am Ofen, die beim Anzünden direkt in den Schornstein leitet und erst beim Umlegen in die Züge?
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



...kommt Zeit, kommt Wärme!



Hallo erstmal,

sollte es sich bei Ihrem Ofen um einen gemauerten Speichergrundofen handeln, sollten Sie dem Ofen auch die Zeit geben, die Speichermasse mit der Wärme des Rauchgases zu laden; bei 6m Rauchzuglänge wird dies wesentlich mehr als 2 Stunden dauern! Bei einem neu gesetzten Ofen kann dies schon mal bis zu 3-4 Tage dauern!

Vielleicht hat bisher eine solide Einweisung in die Betriebsweise eines Grundofens gefehlt?! Der Vorteil der großen Speichermasse liegt doch darin, daß sie die Wärme auch noch in den Raum abgibt, wenn kein Feuer mehr im Brennraum ist; der eigentliche Abbrand dauert ca. 50-70 min. Die Wärmeabgabe in den Raum kann bei einem gut 'eingefahrenen' Grundofen bis zu 24 und auch mehr Stunden dauern.

Bei ihrem Ofen wird wohl noch reichlich Feuchtigkeit (bei einem neu gesetzten Ofen bis zu 150 Litern Wasser) im Ofenkorpus stecken; diese muß dezent und stetig herausgeheizt werden. Erst wenn der Ofen richtig trocken ist (nach ca. 3-4 Wochen einschließlich der Trockenheizzeit), kann man ihm es so richtig geben...Dann sollten Sie auch am letzten Ende des Rauchgaszuges die erhoffte Oberflächenwärme spüren!

Aber vielleicht ist es ja auch nur ein 'gewöhnlicher' Kachelofen, dann kann der Teufel schon mal im Detail liegen und einen technischen Mangel bedeuten...?!

Mit Grüßen

Uwe Berghammer



Vielen Dank für die nette Antwort



Der Kachelofen ist kein Ofen von der Stange. Es ist ein Brunner Sk 20 der mit einer Solaranlage kombieniert ist (Warmwasserleistung ist beeindruckend!). Der Ofen hat einen aufgesetzten Wärmetauscher, dessen Rauchgase in zwei Kamine geleitet wird. Der Grundofenteilgeht über zwei Stockwerke. Die Rauchgasverteilung kann durch eine Klappe geregelt werden. Züge von OG etwa 3,5 m und UG ca. 6,5 m gehen in seperate Kamine. Der Ofen verfügt über eine Anheizklappe. Bei geöffneter Anheizklappe wird ein Backfach umspült, bevordieRauchgase in den Kamin eintreten. Ich hoffe nach der von Ihnen beschriebenen Trockenphase, bringt auch der Grundofen im letzten Zug entsprechende Leistung.
MfG M.Kowoll



grundofen wird nicht warm



beim lesen der technischen details, ofen mit überlangen rauchgaszügen, "ofenmonster" über zwei etagen... bin ich nachdenklich geworden. es ist doch hier nur der ofenbauer glücklich, weil er wider besseres wissen einen physikalischen unsinn gebastelt hat.

ulrich scheller



Grundofen



Kannst Du vielleicht eine Zeichnung über den Verlauf der Züge ins Forum Stellen? Vielleicht liegt es an der Zugführung.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Das ist alle bloß kein Grundofen



Ihre Ofenkonstruktion hat nichts mit einem Grundofen zu tun.
Sie haben einen Warmluft-Kombiofen mit Kesselteil.
Ein Grundofen ist etwas ganz anderes.