Frage zu Grundofen nach "Einfälle statt Abfälle" mit Ziegel, Lehm und Schamott

23.02.2008



Hallo zusammen,
mir ist neulich ein Heft der Reihe Einfälle statt Abfälle über den Weg gelaufen. Es beschreibt den Bau von Grundöfen mit recht einfachen Mitteln im Selbstbau. Die Öfen sind recht "leicht", so zwischen 300 und 900 Kg, können also keine Speicherwunder sein, aber mit 2x Heizen am Tag sollte man auch schon einiges hinbekommen.
Nun zur Frage, natürlich ist der Ofen nicht mit einem 1.5t Speicherofen zu vergleichen, aber besser als ein Luft- Kachelofen eines freundlichen Großhändlers mit O... Oder K... wird er schon sein. Die Optik finde ich auch ansprechend. Hat jemand schon einmal sowas gebaut? Sind irgendwelche Konstruktionsfehler in den Systemen drin, wenn ja welche? Welchen Ofen kann man Empfehlen aus der Reihe, er hat schon einige verschiedene dargestellt. Einfach nur sagen "die taugen nix sollte es nicht sein, wenn Kritik, dann bitte sachlich.
Danke schon mal für die Antworten.
Rudolf



Theorie und Praxis



Vor einem solchen Schritt, sich einen immobilen Gegenstand in die Wohnung zu wuchten, rate ich immer zu einem Lehrgang "Grundofenbau". Der wird verschiedentlich über ein Wochenende angeboten und dort kann man praktisch sehen, wie es von der Hand geht. Wichtig ist der fachliche Austausch, ein bisschen Luft an die eigenen Vision lassen. Einen missglückten Ofen wieder zurückbauen ist niemanden zu wünschen.



Auf jeden Fall



ist so ein Klotz statisch zu berücksichtigen, bezüglich Tragfähigkeit der Decke oder des Fussbodens. Und hinsichtlich der Ausführung rechtzeitig mit dem zuständigen Bezirkschornsteinfeger in Verbindung treten, der muss das Ding dann nämlich abnehmen. Besser, wenn er bereits im Vorfeld bei der Planung dabei ist.
MfG
dasMaurer



Hallo Rudolf



schließe mich Mario an, besuche mal ein Ofenbauseminar. Die gibt es auch im Hessenpark. Ist nicht soweit weg von dir.

Dann kann man sehen, ob man selbst für die Arbeit bereit ist. Die öfen aus dem Heft funktionieren. Kumpel hat einen.

Ich habe mich für einen Bausatz entscheiden, da ich mich an das Innenleben alleine nicht rangetraut habe.Ich habe das Ding dann ummauert und mit Lehm verputzt. Und vorallem mit dem Schorni vorher reden. Denn wenn der nicht mitspielt, darf das Ding nicht in Betrieb gehen.

Viele Grüße

Joachim Simon



Is ja interessannt



Hallo Joachim,
das im Hessenpark so was angeboten wird, wusste ich z.B. noch gar nicht, danke für den Tipp. Kannst du mir mal dien Kontakt zu deinem Kumpel herstellen? Es würde mich sehr interessieren wie er mit dem Ofen klar kommt. Ein Besuch und Besichtigung wäre schon toll, aber nicht sehr nötig.
Danke schon mal.
Rudolf



hallo Rudolf



das mit dem Ofenbau ist nicht so einfach. Man kann nicht mal eben so ein Tagesseminar machen und ist Ofenbauer. Ich weiß nicht was die Leute sich so vorstellen. Hier wird mit Feuer hantiert. Da ich gelernter Kachelofen u. Luftheizungsbauer bin
habe ich schon so manchen Ofen gesehen wo die Leute meinten ,,ach das geht schon`` du mußt schon wissen wie viel Zugkraft dein Schornstein hat, wie groß die Brennkammer seien muss, die Züge die im Ofen verbaut seien müsse, müssen auch einen bestimmten Qerschnitt haben. Ohne Berechnungsprogramm läuft da garnichts. Wenn der Ofen Undichtigkeiten hat und der Schornstein nicht genug Zugkraft hat kannst du dich auch vergiften. Ich empfehle dir, lass die Finger davon. Oder Kauf dir einen Bausatz, da bist du auf der sicheren Seite. Alles andere halte ich für Russisches-Roulett.



Und wenn es nur der Feststellung dient,



dass es besser ist, die Finger davon zu lassen. Mir ist schon klar, dass man sorgfältig arbeiten muss. Mir geht es um die Form mit den Backsteinen, die finde ich schöner, als glasierte Kacheln, oder Putz. Mit Bausatz habe ich mich noch nicht beschäftigt, ich habe nur mal einen Rohbausatz im Ebay gesehen, ohne weitere Erklärungen, war für mich nicht direkt vertrauenswürdig. Von den Großen "Händlern" mit K.. oder H... habe ich bis jetzt nix berauschendes gehört. Die Vertreter dieser beiden sind oft nebenberuflich tätig und die Beratung (war mal bei einem Gespräch dabei) nicht sehr von Fachkompetenz geprägt. Hast du mal in ein Heft reingesehen und irgendwelche Schwachstellen erkannt? Wäre schon hilfreich.
Rudolf



Es kommt darauf an



Hallo,
Ich baue schon seit Jahren solche Öfen. Allerdings nicht in einem Haus und ausgeführt als Backofen. Ich glaube auch nicht das das der Schornsteinfeger abnimmt, wäre aber ein versuch wert. Mein ältester Ofen steht bei mir Zuhause im Garten und funktioniert seit Jahren einwandfrei. Ich mache auch den Lehm selber, ist ganz einfach. Es ist nur verdammt mühsam! Bei Interesse einfach melden. Kostet nix. Komme aus dem Wetteraukreis.

Gruß
Tim