Holzdielen ölen auch bei eisigen Temperaturen?

08.03.2006



Hallihallo!
Wir haben in unserem Haus, das seit letztem Sommer nicht mehr bewohnt ist die Holzdielen abgeschliffen und möchten sie jetzt gerne ölen. Da das Haus nicht über eine Zentralheizung verfügt und wir die Kohleöfen erst aufstellen können, wenn die Böden fertig sind, ist es im Haus derzeitig eisig kalt (zwischen 2°C und 7°C). Auf dem Öl der Firma Kreidezeit ist eine Mindest-Verarbeitungstemperatur von 10°C angegeben. Ich habe dort auch telefonisch nachgefragt, was passiert, wenn ich es trotzdem versuche und man sagte mir es würde nicht richtig trocknen. Hat jemand Erfahrung mit Öl in Kombination mit so lausigen Temperaturen gemacht?
Leider fehlt uns die Zeit auf wärmeres Wetter zu warten, da wir unsere Wohnung gekündigt haben und in 3Wochen in das Haus einziehen MÜSSEN. Wir würden nur ungerne auf die rohen Dielen einzeihen, alleine der Umzug wäre wahrscheinlich schon eine Katastrophe für das frische Holz...
Danke schonmal für eure Hilfe.
Inka & Mathias



Wie



schon selbst angedeutet ist die Verarbeitung des Öls bei kleinen Temperaturen schlecht. Das Öl bindet dann sehr langsam ab. Könnt Ihr nicht für einen Tag Wärme erzeugen z.B. mit Gas?

Viele Grüße Gerd



Heizen



Hi !

Ich nehm an das Öl wird bei der Temperatur auch dickflüssiger und zieht nicht so tief ins Holz ein.
Im Baumarkt gibt´s doch diese "Heizkanonen" Propan- oder Ölbrenner mit Gebläse. Die Dinger haben trotz geringer Größe richtig Leistung und kosten nicht die Welt.


Karsten



Feuer



Hallo Inka

Bitte Vorsicht mit der offenen Flamme. Auch beim Ölen bilden sich brennbare Gase. Bitte beachte außerdem das bei einer Beheizung mit Gas, erhebliche Mengen an Wasser erzeugt werden.

L. Parisek



Strom



Hallo,

es gibt die Dinger ja auch für die Steckdose mit Gebläse. Saugen zwar viel Strom, sind aber in der Anschaffung recht günstig. Ist ja auch nur vorübergehend.
Habe selbst so ein Teil, da ich meinen Arbeitsplatz mit Rechner wegen sonstigen Platzmangel auf der heizungslosen Bausstelle errichten musste.

Schönen Gruß
Stefanie Labbow



helo,



auch daran habe ich schon gedacht und auch dem netten Mitarbeiter bei Kreidezeit vorgeschlagen. Allerdings (und das erscheint mir einleuchtend) steigt bei so einem Gasgebläse die Wärme nach oben und auf dem Boden bleibt es weiterhin kalt. Klar, irgendwann wird es auch am Boden warm, aber bei 3,50m Deckenhöhe dauert es wahrscheinlich. Aber der entscheidendere Faktor ist wohl, dass der Gasheini den Sauerstoff entzieht, den das Öl aber zwingend zu trockenen braucht. Oh je, verzwickte Sache!!!
Aber ich werde es einfach mal versuchen. Mit Gas und viel Lüften und wieder Gas und wieder Lüften und und wenn ich mal gerade nicht mit ölen beschäftigt bin, bete ich, dass es bald wärmer wird!
Vielen Dank schonmal für Eure zahlreichen Antworten!
Inka



Und wie ist es nun abgelaufen?



Wurde bei diesen "eisigen" Temperaturen verarbeitet?
Was man auch nie mit in Betracht zieht, daß man niemals die Umgebungstemperatur betrachten sollte, sondern die Oberflächen- bzw. Bauteiltemperatur.

Aber auf dem Bau wird ja schon lange weit über dem Grenzbereich gewirtschaftet, Dank der Aufschriften (bis + 5°C) verarbeitbar!
Und da jeder sicherlich schon mal im Physikunterricht gesessen hat, kannman auch bei -2°C noch verarbeiten.
Klappt schon!!!
Und Baumängel haben wir ja fast keine zu verzeichnen.

Nachdenkliches zum Thema

Udo Mühle



Wenn mal wieder solch eine Frage quält:



Natural-Heißöl in Kombination mit der Columbus Thermopad E 430. Die Maschine bringt die Wärme gleich mit. Das Ganze ist Lösemittelfrei und sehr sparsam.

Grüße

Thomas