Ochsenblutfarbe Gifte in Schleifstäuben?




Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten vielleicht einen alten Dielenboden, Jahrgang 1920 abschleifen. Darauf das bekannte "Ochsenblut". sind in dieser alten Farbe etwaige Giftstoffe (Blei?) die dann mit den Schleifstäuben durch die Wohnung fliegen können?

Falls es auf die Frage eine Antwort gibt, wäre eine Antwort sehr freundlich.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Stöcker



Fußboden schleifen



Welche Zusammensetzung genau in diesen Farben drin ist, kann ohne Tests und Laboruntersuchungen niemand sagen. Ich würde eher sagen: Nein, kaum giftige Bestandteile. Aber ausschließen kann ich das auch nicht. In der Regel ist das Eisenoxidrot in Leinöl gebunden.
Beim Schleifen sollten Sie eine solche Technik verwenden, die den Schleifstaub möglichst gleich mit absaugt. Der Feinstaub allein ist schädlich genug.



Schnorchel nicht vergessen



guten Morgen,

die Staubmaske nicht vergessen - freut sich die Lunge

Schönes Wochenende
Hüpenbecker



Ochsenblut



Das ist kein „genormter“ Anstrich. Traditionell besteht Ochsenblut aus Eisenoxid, Leinöl, Wasser und Kalk, und durchaus auch dem Blut-Serum von geschlachteten Rindern oder auch anderen eiweißhaltigen Naturprodukten. Allerdings wird mit dem Begriff auch allgemein der Farbton beschrieben, bei heute erhältlichem „Ochsenblut“ ist jedenfalls davon auszugehen, dass kein Blut enthalten ist. Jedenfalls ist das Blut nicht für den Farbton entscheidend. Was der örtliche Maler da vor rund 100 Jahren mal zusammengemixt oder fertig verwendet hat, lässt sich wohl kaum rückverfolgen.
Eigentlich ist beim „alten“ Anstrich von Schadstofffreiheit auszugehen, wenn man auf „Nummer Sicher“ gehen möchte, dann kommt man um eine chemische Analyse nicht herum.
Es kann, wie gesagt, alles und nichts drin gewesen sein...



Also,



der untotbare Begriff "Ochsenblut" für rotbraune Fußbodenfarben führt in die Irre. Ochsenblut ist daran, zumindest bei gründerzeitlichen und jüngeren Farben, nicht beteiligt.

Pigment ist Eisenoxidrot und ist ebenso wie die möglichen Bindemittel ungiftig. Eine Verunreinigung des Pigmentes mit z.B. Kadmium ist nicht unmöglich, aber wenig wahrscheinlich. Eine gute Staubmaske genügt in jedem Falle; gasförmige Schadstoffe halte ich für ausgeschlossen.

Grüße

Thomas