Oberste Geschossdecke

28.02.2014 Kalaus



Guten Tag, auch wenn ich kein Fachwerkhaus habe, hoffe ich, man hilft mir hier. :-)

Ich habe ein Haus von 1953, das wir kernsaniert haben. Das Dach ist gedämmt mit Cellulose und Holzfaserplatten, darunter eine Pro Clima Dampfbremse. Die Luftdichtheit habe ich (wahrscheinlich erfolgreich) akribisch selbst hergestellt. Im Einsatz ist auch eine Lüftungsanlage mit WRG.

Wie gesagt, das Steildach ist komplett gedämmt, die luftdichte Ebene liegt durch den Deckenputz bzw. Fermacellplatten unterhalb der obersten Geschossdecke, im momentan unausgebauten Dachgeschoss ist dies noch nicht lückenlos.

Nun gedenke ich den Dachboden auszubauen, zwar (zunächst) nicht als Wohnraum, aber begehbar (und evtl. auch als Spielzimmer).

Ich denke, eine Dämmung der Geschosssdecke kann ich mir sparen, da ja das Dach komplett gedämmt ist. Ich möchte auch nicht gerne mit Styropor/Styrodur den ganzen Dachboden auslegen (und auch nicht mit Stein-/Glaswolle)!

Später bleibt evtl. die Dachluke auch offen...

Der alte Holzboden (Rauspund) oben ist nicht mehr eben, zudem liegen dort die Rohre und Auslasskästen für die Lüftungsanlage (ca. 8 cm Höhe). Man könnte nun natürlich die Holzbalken Aufdoppeln und neue Holzbretter verlegen. Allerdings dürfte das doch recht laut sein, wenn dort jemand sich über den Schlafzimmern aufhält. Daher würde ich gerne eine Trittschalldämmung anlegen.

Meine Idee wäre gewesen, man schneidet ca. 10-15 cm Streifen/Bahnen aus 10 cm Styroporplatten oder nimmt diese (rosa) Styrodurstreifen, die oft an Fenstern als seitliche Dämmung angebracht sind und legt die in ca. 50 cm Abstand auf dem Dachboden aus. Darauf legt man dann vollflächig OSB-Platten in Nut/Feder.

Und jetzt eine Gretchenfrage. Muss/kann/sollte man hierunter noch eine Dampfbremse auslegen (ich habe noch genug da, das wären keine Extrakosten)?

Wie sieht es aus, wenn ich nun auf den OSB-Platten zB versiegeltes Klickparkett legen würde???

Danke für fachmännische Hilfe!

Klaus



Dampfbremse



... ist an der Stelle unnötig, den Rest habe ich nicht wirklich verstanden...
Du möchtest ca. 10cm trittschallsicher an Höhe aufbauen um die Installation der Lüftungsanlage zu kaschieren? Mit einer "schwabbelnden" Schwebkonstruktion von OSB auf EPS-Blöcken wird das nix...

MfG,
Sebastian Hausleithner



Nochmal oberste Geschossdecke



Danke erstmal für die Rückinfo, auch wenn hier m.E. ein wenig ein zynischer Unterton mitschwingt.

Ich denke, so schwierig ist meine Frage gar nicht zu verstehen. Tausende dürften vor einem ähnlichen Problem stehen, zumindest die, die ein haus mit Holzbalkendecke haben und den Wunsch, den Dachboden auszubauen.

Die Deckenbalken sind unterseitig mit verputztem Heraklith beplankt. Oben drauf ist eine Rauspundlattung.

Diese Lattung ist mittlerweile teilw. defekt und uneben, zudem liegen oben drauf Lüftungs- und Stromleitungen.

Und nun würde ich gerne in Eigenregie den Dachboden wieder eben machen. Es gibt dazu bspsw. eine Anleitung im Web, wo einfach oben Holzriegel aufgenagelt werden, damit mehr Platz für Dämmung entsteht. Und genau das wollte ich nämlich eben nicht so machen, erstens wollte ich den Schallschutz (Tritt- und Luft-) etwas verbessern, zweitens wollte ich so wenig Dämmung wie möglich draufbringen, denn das Dach ist ja schon gedämmt.

Wie bereits geschrieben würde ich ungerne EPS, PUR, Mineralfaser o.ä. nehmen, da dies nicht so in das Konzept mit Hanf, Cellulose und Holzfaser passt, wie ich es im Dach verwende. :-)

Daher hatte ich zunächst an Styroporstreifen gedacht oder vllt. besser noch Holzfaserplatten, die man mit OSB belegt. Wenn das eine wackelige Angelegenheit werden könnte (trägt sich das "schwimmende" OSB nicht selber?), sollte man dann vollflächig mit Holzfaser und da oben OSB drauf? Oder die Holzbalken etwas aufdoppeln, vollflächig OSB draufschrauben, dann 20-40 mm Holzfaserplatten und Gips(faser)platten drauf? Das wäre natürlich schon deutlich Mehr-Aufwand und -Kosten....

Es gibt ja zB auch die F... Dachbodenelemente, unten 12-15 cm EPS (aber nur DEO), oben Gipsfaserplatte. ("späterer Ausbau als Wohnraum möglich durch weitere Lagen (...) Gipsfaser-Platten")

Nach Möglichkeit würde ich das auch so ausführen wollen, dass man später den Dachboden auch für Wohnzwecke (aber ohne Nassbereiche) erweitern könnte.

Nochmal kurz zur Dampfbremse. Bei welchem Aufbau wäre diese nötig?

Ich hoffe, es ist jetzt etwas besser rüber gekommen. Bin dankbar für jeden Tipp!

Danke. Klaus