Obergeschoßisolierung unter Erhaltung der bestehenden Holzfassade

18.03.2018



Hallo,
Wir wollen unser Haus (Baujahr 1936) isolieren. Das Obergeschoß ist Fachwerk und von außen mit Längsholzlatten verkleidet die über die Jahre wunderschön fast schwarz nachgedunkelt sind.
Wir wollen diese Latten gerne erhalten aber trotzdem das Haus besser isolieren.
Gibt es eine Möglichkeit zwischen dem Fachwerk zu isolieren?
Also die Holzlatten abzubauen, Isolierung einzubauen und die Latten wieder anzunageln?
Danke!



Fachwerk dämmen



Hallo, das kommt drauf an, wie der Wandaufbau jetzt genau aussieht. Was meinen Sie mit "zwischen dem Fachwerk zu isolieren". Zwischen der Dämmung und der Holzverschalung (ich vermute Sie meinen das mit Längsholzlattung) sollte ein Belüftungsraum sein.



Dämmung



Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer Innendämmung.



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Also der Aufbau der Wand ist Fachwerk etwa 14-15cm dick und ist zwischen den Balken mit Ziegel verputzt. Innenwand ist 4cm Heraklit Platte.
Aussen ist die Wand wie gesagt mit einer Holzfassade verkleidet, und wir wollen diese Holzfassade erhalten.
Meine erste Idee war, die Holzfassade abzubauen, aussen mit Isoliermaterial zu verkleiden und dann die Holzfassade wieder dran machen. Nur ist dann natürlich die Außenwand dicker durch die zusätzliche Verkleidung und wir haben nicht genug Material für die Holzfassade.
Und wie gesagt ist diese Holzfassade eben so schön nachgedunkelt dass zusätzliches Holz eine andere Farbe hätte.
Deshalb wollte ich wissen ob es nicht eine Möglichkeit gibt, da wo das Fachwerk mit Ziegel verputzt ist zu isolieren?
Oder eine andere Möglichkeit?
Innenisolierung ist halt problematisch weil dann die Räume nochmal kleiner werden und soweit ich weiß ist der Fußboden im Obergeschoß bis auf die Außenwand gebaut und wäre somit eine Kältebrücke.
Vielen Dank schonmal!



Innenwand



Sie haben 4 cm Heraklit an der Innenwand. Ist das auf einer isolierten Unterkonstruktion mit Holz, oder ist dahinter ein Hohlraum? Wie ist das Heraklit befestigt. Wenn ein Hohlraum da ist, würde ich diese Konstruktion entfernen, da sich sonst dahinter Kondensfeuchte bilden kann. Ich habe meine Außenwände mit Lehm egalisiert und dann mit 4 cm Holzweichfaser isoliert. Diese Konstruktion sollte funktionieren. Der Verputz sichert die Winddichtheit und die ganze Konstruktion ist kapillaraktiv. Simulation nach dem viel genutzten Glaserverfahren zeigt zwar Tauwasser, aber nach praktischen Messungen ist diese Dämmung für Fachwerk tauglich. Hier mal ein Artikel dazu
https://www.u-wert.net/innendaemmung-von-fachwerk/

Die Außenfassade abnehmen und wieder anbringen ist natürlich möglich, aber dürfte kaum praktikabel sein, weil möglicherweise zu viel Holz zerstört wird. Es sollte mit viel Vorsicht zwar funktionieren, aber ob das dann noch gut aussieht wenn es wieder angebracht wird, ist fraglich. Bretter reißen, Nagellöcher sind später sichtbar. Ob sich da der Aufwand lohnt?