Aussendämmung

04.02.2009



Also wir haben ein 210 Jahre altes FW-Haus.
Wir sind gerade am Innenausbau.
Von aussen ist leider alles Verputzt und die Hausrückseite ist mit Asbesth und solchen Blechzeug verkleidet. Die Dicke der Hauswand im Obergeschoss ist erschreckend dünn..einfach nur Fachwerk und Lehm. Wir haben uns entschlossen eine Aussendämmung anzubringen (Obergeschoß. Da es sich um die Hinterseite handelt wollten wir das Fachwerk nicht sichtbar lassen, sondern Holz anbringen.
(ich versuche antworten zu finden für meinen Mann)
Wie sollte der Aufbau sein???Lattung, Dämmung (20cm), Luft und dann das Holz?? Muß irgend etwas mit dem Taupunkt beachtet werden?? Was kann man tun, wenn das Obergeschoss dann hervorsteht zum untergeschoß?? Unten sind dicke Natursteinwände und solche alten Platten drauf und dann Putz. (soll ja auch alles weg..irgendwann..)
Ich weiß es klingt nicht gerade proffessionell was ich hier schreibe, aber vielleicht gibt es ja doch Antworten.
Und noch was, wir halten nicht viel von Innendämmung.



Fassade



Moin Lorenz,

prüf erst mal ob der Untergrund die hängende Last auch tragen kann.
Der Aufbau wie beschrieben ist gut.Wenn die Wand nicht gerade ist würde ich eine Aufhängung mit Fassadenwinkel planen.Da kannst du alle unebenen Stellen ausgleichen.
Ansonsten eine Unterlattung.Um auf 20cm Dämmstärke zu kommen ist natürlich ein stabiler Unterbau wichtig.
Wärmedämmung kannst du Mineralwolle oder Steinwolle nehmen.
Bevor du anfängst muß natürlich klar sein was du mit der
unteren Wand vor hast , wegen dem Überstand.



Danke



für die Antwort.
Das ist ja gerade das Problemdas wir es nicht so genau wissen, mit der unteren Wand. Kann man denn einfach dicken neuen Putz auftragen um den Überstand auszugleichen??
Wegen der Last...stimmt..das habe ich noch nicht bedacht..
Was gibt es denn dann noch für Alternativen?? Wir sind uns nicht schlüssig..wollen auf alle Fälle etwas natürliches wenns geht..
Und wie war das nun mit dem Taupunkt??



Taupunkt



Keine Angst vorm Taupunkt der bleibt bei der Fassade aussen.
Es wird ja auch von aussen gedämmt.
Holz ist schon ok.Das könnt Ihr auch selbst machen.
Für Schiefer oder Zink braucht Ihr Werkzeug und Fachwissen.
Stell doch mal ein Bild von der Wand / Fassade ein das würde sehr helfen.

Grüße Boris



Hinterlüftung



bei einer vorgehängten fassade nicht vergessen.
An der Fassade ist 10-14cm Dämmung auch ausreichend(meine ich) als Dämmmaterial ist eine Holzfaser der mineralwolle und der steinwolle vorzuziehen.
Wenn die möglichkeit einer aussendämung besteht ist dies der innendämmung vorzuziehen.
Holen Sie sich doch auch mal nen fachmann ins Haus, das hilft auch weiter.

Grüße aus dem Vogtland
Mirko schlosser



10cm



10/14 cm Aussendämmung bei einer vorgehängten Fassade?
Das war vor 10 Jahren mal Mode.
Wenn ich sowas anbiete bekomme ich Ärger.
Aber bitte.Wenn die Wänd wirklich so dünn sind dann viel Spaß beim heizen.



sicherlich



ist es sinnvoll bei den arbeiten einen Energieberater zu Rate zu ziehen aber mann muß es nicht immer übertreiben und außerdem dämmen 20cm nicht doppelt soviel wie 10cm.
desweiteren geht es hier um ein 210 jahre altes haus und das muß ich sicherlich nicht auf Passivhausstandard(oder in die Richtung) bringen. Außerdem komm ich ich bei 20cm dämmung fast auf 30cm Gesamtaufbau und da hab ich schon größere Problem mit Lastabtragung und evtl. auch der Optik, und reicht da mein Dachvorsprung noch? Fragen über Fragen.
Aber ob die großen dämmstärken immer sinnvoll sind und manchmal nicht nur Geldschneiderei mag ich bezweifeln

Grüße aus dem Vogtland
Mirko Schlosser



Danke noch mal



Natürlich wir es ein Problem mit dem großen Aufbau. was mache ich mit der unteren Wand?? oder man macht von Oben bis unten Holz?? Das das Haus nicht die ganze Last targen muß?? Geht das?? Oder was kann man tun?? Das Dach wird dieses Jahr (demnächst) auch gemacht. Wir haben bis jetzt überhaubt noch keinen Dachüberstand weiter...
Wie groß muß eigentlich die Schicht "Luft" sein?? 4 cm ?



Sehr schön!



Super!Jetzt sieht man auch was.
Ihr könnt natürlich den Giebel bis unter dämmen und verkleiden.Dann würde ich die Fläche 3 oder 4 mal unterteilen also stufig nach oben gehen.Was für das Auge.
Der eine so der andere so.
Für die Untergrundprüfung immer ein Fachman dabei holen.
Bringt ja nix wenn alles in 2 Jahren daneben hängt.
Dann sollte aber der Dachüberstand nicht vergessen werden!!! Am besten von oben nach unten arbeiten.
Erst das Dach und dann den Rest.
Sieht aber so ganz nett aus.
*Luftschicht 2 cm zwischen Dämmung und Holz.*



Problem



Das Dach wird ja dieses jahr gemacht. Natürlich soll auch ein Dachüberstand ran. Aber das ist auch so eine Sache. Wir wollen nur eine Dachhälfte machen lassen, weil unser Dachdecker vor Ort meinte die andere seite hält gut noch min. 10 jahre. (Naturschiefer) Die Asbesth-Seite soll ja runter. Kann man das irgendwie machen mit dem Dachüberstand?? Ansonsten bedanke ich mich für die guten Tipps, auf jeden fall werden wir einen Fachmann zur Beurteilung holen..



Bild



hier noch ein Bild von der anderen Seite



Giebel verlängern



Gerüst muß so oder so dran.Einen Schiefergiebel verlängern haben wir auch schon gemacht Altdeutsch sogar.
Ist aufwendig aber machbar.
Bei Rathschekschiefer gibt es glaube ich noch ein Förderprogramm für Asbestentsorgung.