Holzoberfläche verhärten

12.11.2009


Moin Kollegen,
ein kurzer Überblick, um meine Problematik zu verstehen.
Reetgedeckte Scheune zu Wohnzwecken umgebaut/ saniert. Alte Stiele, Balken usw. im Innenbereich zwar sehr stark wurmzerfressen, Statiker hat aber sein o.K. gegeben. Holzschädlinge auf grund des Alters der Hölzer nicht mehr aktiv (Gutachter).Oberfläche der Hölzer bis in 1-2 cm Tiefe durch Wurmlöcher sehr weich (Kiefer). Suche nun ein Mittel, womit die Oberfläche der Hölzer stabilisiert bzw. verhärtet werden kann. Hat jemand Erfahrung mit HM 1. Im I-net wird dieses Mittel ja als reinstes Zaubermittel angepriesen. Alternative Möglichkeiten?
Erbitte eure konstruktiven Kommentare/ Lösungswege.
Danke.

Grüsse

gelnor



Probiere es doch mal aus!



Die Wirkung von HM1 beruht auf Verkieselung,. Das müsste eigentlich funktionieren. Die Wirkungen dieses Mittels interessieren mich schon lange. Also probiere es und berichte mir! Das würde mich freuen, wenn jemand das Test-Kaninchen spielt. Was soll schon schief gehen? Oben Himmel, unten Erde :-).

Gruß Ronny



Versuchskaninchen



Hallo Versuchskaninchen Gelnor

Wenn aus optischen Gründen eine oberflächliche Holzverfestigung der von Larvenfraß vermulmten Holzoberflächen notwendig ist, braucht man nicht unbedingt auf die erwähnten ominösen "Zaubermittelchen" zurückgreifen. Hier können durchaus auch klassiche bewährte Holzverfestigungsmittel auf Basis von 2K Epoxidharz (z.B. Aidol Epoxi-Holzverfestigung von Remmers) zur Anwendung kommen. Die niedrige Viskosität solcher Harze garantieren ein sehr gutes Eindringen in das Holz und die Verfestigung erreicht sehr gute Werte.
Es gibt übrigens auch umfangreiche Versuche im Rahmen einer Forschungsarbeit zur Verfestigung mit Kalium, Natrium und Lithium-Wasserglas, dies hat aber nach meiner Kenntniss noch nicht zu vermarkteten Produkten geführt.

Grundsätzlich ist jedoch anzuraten Vorversuche durchzuführen um Überraschungen zu vermeiden.

Gruß

Lutz



Und jetzt noch...



...der unvermeidbare Ruf aus der Ölecke :-)

Ein (ggf. beim 1. Auftrag verdünntes) Hartöl auf Leinölbasis dringt ebenfalls gut ein, verhindert das Rieseln des Bohrmehles. Je nach Saugfähigkeit sind mehrere Aufträge naß in naß sinnvoll, Überstände sollten jeweils nach 30min abgenommen werden.

Grüße

Thomas



Rat - Schläge



Nun liebe(r) Gelnor

Dann sind die Ratschläge ja komplett!
Noch Fragen ?

Lutz Parisek



Holzoberfläche verhärten



Moin,
danke für eure Antworten.
Bei 2-Komponenten Epoxi gehe ich von einer starken Geruchsbelästigung aus. Insofern kommen solche Produkte nicht in Frage. Wie sieht es mit Hartoil auf Leinenoilbasis aus. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein oilhaltiges Produkt dermaßen aushärtet. Gibt es Erfahrungen mit wasserlöslichen Lasuren oder mit Wasserglas.
Danke für die Kommentare.

Grüße

gelnor



epoxi



Guten Tag, Epoxidharz riecht eigentlich nur während der Verarbeitung etwas. Ausgehärtet ist es sehr fest (ohne Gasphase) und Reaktionsträge. Da muss man sich keine Gedanken machen, dass es nach der Behandlung monatelang riecht. Aber auf den Arbeitsschutz muss man achten, Bisphenoldiglycidiläther u. ä. Bestandteile sind nicht ohne. Das heisst aber nur: nach Herstellerrichtlinen Verfahren und "alles wird gut". Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arbnold



Wie hart...



...solls denn werden?

M.E. genügt eine Festigung der Oberfläche, damit kein Bohrmehl mehr austritt. Und da gehören die Öle nun 'mal zu den tiefer eindringenden Substanzen. Eine statische Festigung bringt wohl keiner der Vorschläge.

Wasserlösliche Lasuren dringen nicht nennenswert ein, und sie liegen nach dem Trocknen wie eine Schnittentüte auf dem Balken.

Silikate sind auch ein Wirkbestandteil von HM1. Dazu habe ich mir bislang kein abschließendes Urteil gebildet.

Grüße

Thomas