Obere Geschossdecke dämmen




Kann ich eine Schüttung aus Asche als Dämmung auf meine obere Geschossdecke aufbringen?

Wenn ich morgens die Asche raus nehme, erlebe ich welch gute dämmeigenschaften Asche hat. In der Asche befindet sich immer noch Glut. Auch auf Wikipedia wird das bestätigt und das man früher Geschossdecken mit Asche gedämmt hat. Wenn ich die Begriffe bei Google eingebe finde ich nur Beiträge, wie man diese Dämmung zurück baut. Meist, weil das Holz darunter alt und marode ist, oder weil es den neuen Bauherren zu dreckig vorkommt und in der Asche (meist Hochofen Asche) Giftstoffe vermutet werden.

Wie verhält es sich mit der Braunkohle und Holzasche aus meinen beiden Öfen? Muss ich hier gesundheitliche Bedenken haben? Was sollte ich als Rieselschutz auf meine Lehmstaken Decke aufbringen? Was haben die Baumeister früher beachtet? Warum wird Asche heutzutage nicht mehr verwendet? Gibt es Literatur oder einen Link zu diesem Thema?

Sicher würde es ewig dauern den gesamten Bereich zu dämmen. Aber es scheint mir sinnvoller die Asche nach oben zu tragen und Meter für Meter zu dämmen als sie nach unten zu tragen und Tonne für Tonne zu bezahlen.

Vielen Dank und viele Grüße
Haiko



Asche als Dämmung



Hallo Haiko!

Deine Einstellung finde ich sehr sympathisch! :-)
Mir fällt nichts ein, was dagegen sprechen könnte...
Gesundheitliche Bedenken sehe ich nicht.
Ich persönlich würde allerdings auf die Kohleasche verzichten, wenn möglich, und stattdessen evtl. kucken, ob ich die Asche mit irgendetwas anderem "strecken" könnte.
Was mir eher Bedenken bereiten würde wäre die Tragfähigkeit der Staken. Kuck erstmal, ob die überhaupt für so eine Last geeignet sind.

Die Bauherren von früher haben auf jeden Fall darauf geachtet, dass das Haus so gebaut wird, dass es lange hält, und dass es günstig und somit aus regionalen Baustoffen gebaut wird (oder eben auch aus "Abfall"). Bei den nicht ganz so reichen zumindest... als Rieselschutz wurde dann z.B. Zeitung verwendet.
Und warum Asche heute nicht mehr verwendet wird...?! Vielleicht weil die meisten Bauherren und Baubeteiligten heutzutage das Vertrauen in die Natur verloren haben und glauben, ein guter Baustoff müsse industriell hergestellt sein und viel Geld kosten. Oder vielleicht auch, weil wenige Menschen so eine Geduld haben wie Du ;-)

Viele Grüße

Lehmbauer Marc





Vielen Dank Marc für deinen Kommentar,

Das bestärkt mich zumindest schon mal darin, in diese Richtung weiter zu recherchieren.

Was die Last anbetrifft, so wollte mir mein Zimmermann jemanden vermitteln, der Rahmen auf die Balken aufsetzt und diese dann mit Zellulose Einblasdämmung ausbläst. Da ich nicht 20 cm sondern lediglich 10 cm aufbringen möchte bin ich auf alle Fälle unter dem Gewicht der Einblasdämmung.

Parallel informiere ich mich über andere natürliche Dämmmaterialien. Da sind mir Hanffasern und Seegras positiv aufgefallen. Besonders das Seegras hat es mir angetan. Nun ist es für mich als Mitteldeutscher nicht wirklich regional, aber die Tatsache, das es von den Stränden entfernt und entsorgt wird und die hervorragenden Dämmeigenschaften sprechen dafür.

So könnte ich die Fächer über einem Raum unterschiedlich bestücken und gleich Rückschlüsse daraus ziehen.

Ich freue mich auf weitere Kommentare zum Thema Asche. Und bin schon gespannt, wie es weiter geht.

Danke und viele Grüße
Haiko